Wirtschaft

„Der neue Name der Sparkasse klingt wie eine Bushaltestelle“

In den oberen Etagen haben die Sparkassen Meschede, Schmallenberg und Finnentrop über den neuen Namen abgestimmt.

In den oberen Etagen haben die Sparkassen Meschede, Schmallenberg und Finnentrop über den neuen Namen abgestimmt.

Foto: Axel Heimken

Schmallenberg.  Bei der Diskussion zur Fusion der Sparkassen Meschede, Schmallenberg und Finnentrop im Ausschuss war jetzt zum ersten Mal auch der Name Thema.

Die Fusion der Sparkasse Schmallenberg mit den Sparkassen in Meschede und Finnentrop steht bereits seit mehreren Wochen fest. Jetzt wurde zum ersten Mal der Name genannt, der stieß auf Kritik im Haupt- und Finanzausschuss.

Termin zur Fusion ist am 1. August

Termin für die Fusion ist bereits der 1. August. Dann wird die Sparkasse Schmallenberg von der Sparkasse Meschede „aufgenommen“, so der Ausdruck in der Ausschussvorlage. Es entsteht ein Kreditinstitut mit einer Bilanzsumme von 1,4 Milliarden Euro – im Verbandsgebiet eine „mittlerer Sparkasse“ mit knapp 50.000 Kunden und 300 Mitarbeitern im Gebiet der Kommunen Finnentrop, Eslohe, Meschede und Schmallenberg. „Synergien der Fusion sollen im Personalbereich im Wege der natürlichen Fluktuation im Wesentlichen durch den Eintritt in den Ruhestand erreicht werden“, heißt es in der Vorlage. Die Gewerbesteuer wird entsprechend der Anteilsverhältnisse weiter an die jeweilige Gemeinde gezahlt. Peter Vogt bleibt Vorstand und hatte im Interview mit unserer Zeitung versprochen, dass Spenden und Sponsoring nicht zurückgefahren werden.

Neuer Name „Mitten im Sauerland“

„Mitten im Sauerland“ soll die neue Sparkasse heißen. „Klingt ein bisschen wie eine Bushaltestelle“, merkte Jürgen Meyer von den Grünen ironisch an. Und Wilfried Welfens (SPD) fragte an, ob der Name auch mit den Mitarbeitern besprochen worden sei.

„Ich denke, das war nur Thema in den entsprechenden Führungsebenen“, sagte Bürgermeister Bernhard Halbe und versuchte eine Erklärung: Man habe sich bewusst gegen einen Kunstnamen entschieden, der sich zum Beispiel aus den Abkürzungen der bisherigen Sparkassen hätte zusammensetzen können. „Die Schwierigkeit war, dass wir die regionale Bindung betonen wollten und sich gleichzeitig alle darin wiederfinden sollten.“

Wettbewerbsrechtliche Probleme befürchtet

Der Name Sparkasse Sauerland, so fürchtete man, könne wettbewerbsrechtliche Probleme mit sich bringen, weil ein solches Institut im Namen den Alleinvertretungsanspruch für die gesamte Region beinhalte. „Die Sparkasse Münsterland hat das versucht und musste sich dann doch in Münsterland-West und Ost umbenennen.“ Ähnliche Probleme befürchteten die Institute beim Namen Ruhr-Lenne.

„Wir hätten uns aus Schmallenberger Sicht auch gut Sauerland-Mitte vorstellen können“, sagt Halbe. Das fand offensichtlich nicht ausreichend Unterstützer. „Aber am Namen soll es ja letztlich nicht scheitern“, betonte der Bürgermeister.

Hier finden Sie noch mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus Schmallenberg und dem Umland.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben