Bruchhausen.

Discgolf soll Touristen zum Sternrodt locken

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Bruchhausen.  Die Aktiven sind begeistert, und auch in Bruchhausen hat der Trendsport Discgolf offenbar viele neue Freunde gefunden. „Wir sind sehr daran interessiert, Discgolfen bei uns heimisch zu machen“, zog Christof Guntermann, Mitglied im Beirat der Sternrodt-Liftgesellschaft, jetzt eine positive Wochenend-Bilanz.

Trotz dichten Nebels und Regenschauer wurde das Westfalen Tour-Turnier im Skigelände ausgetragen. Allerdings nicht über die geplanten zwei Mal zwölf Bahnen, weil die Stationen sechs, sieben, acht und neun, die die 43 Discgolfer zum höchsten Punkt oberhalb der Talstation des Doppelschleppliftes am Sternrodt geführt hätten, einfach nicht spielbar waren.

Gelände gut angekommen

Neben Sichtproblemen hätten die Sportler auf den nassen Hängen auch kaum einen sicheren Stand gehabt. So wurden im unteren Bereich kurzerhand drei Mal acht Bahnen gespielt, so dass man am Ende auch auf 24 Bahnen kam.

„Das Gelände ist sehr gut angekommen“, betonte Werner Szybalski, Abteilungsleiter Discgolf im Deutschen Frisbeesport-Verband (DFV). „Wir haben hier in Bruchhausen einen gewaltigen Schritt nach vorn getan. Ortsvorsteher Karl-Josef Steinrücken und auch Mitglieder von Bruchhausen Aktiv haben sich nach der Veranstaltung sehr lobend geäußert.“

Das Ziel kann jetzt nur heißen, Discgolfen in Bruchhausen zu etablieren. Und da kommt wieder Christof Guntermann ins Spiel. Er hatte sich nach dem schlechten Winter („Wir hatten nur vier Skitage“) auf die Suche nach einer geeigneten Sommernutzung des Geländes gemacht. Dabei war er im Internet auf Discgolfen gestoßen. „Ich habe mir sofort gedacht, das könnte etwas für uns sein.“ Spontan nahm er mit Werner Szybalski Kontakt auf.

Klar, dass sich Guntermann schon viele Gedanken gemacht hat, wie man das Projekt umsetzen könnte. „Nachdem uns nun auch die Sportler bestätigt haben, dass hier eine Anlage ganz toll wäre, können wir konkreter an die Sache herangehen. Eine Fertigstellung wäre aber frühestens im nächsten Jahr möglich.“

Geringes Investitionsvolumen

Ohnehin sind noch einige Behördengänge zu erledigen. Wenn dort grünes Licht signalisiert wird, könnte das Gelände entsprechend hergerichtet werden. Hauptsächlich sind wohl Mäharbeiten angesagt. „Das Investitionsvolumen ist eher gering“, meint Szybalski. Die Installierung eines festen Fangkorbes wird mit rund 500 Euro angesetzt. 18 Bahnen könnten bis ganz oben entstehen.

Wichtig ist auch, dass der Sport im Verein angesiedelt wird. Guntermann will Kontakt mit dem TuS Germania aufnehmen. Vielleicht gibt es ja eines Tages eine neue Abteilung, ähnlich wie beim TV Fredeburg. Die dortigen Discgolfer haben sich übrigens bereit erklärt, den Bruchhausern in der Anfangszeit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Natürlich soll die Anlage nach Fertigstellung auch touristisch genutzt werden. Gäste könnten sich die Scheiben ausleihen und gegen eine kleine Nutzungsgebühr spielen. „Das würde nicht nur das Gelände aufwerten, sondern im Sommer auch viele Urlauber aus der Region anlocken“, berichtet Werner Szybalski. „An der Ostsee haben wir da schon tolle Erfahrungen gemacht.“

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