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Druckreif Meschede: Wwoofen - Reisen fast ohne Geld

Zwei Gäste aus Thailand auf dem Kräuterhof in Schermbeck. SIe nutzen das Wwoofen-Angebot.

Zwei Gäste aus Thailand auf dem Kräuterhof in Schermbeck. SIe nutzen das Wwoofen-Angebot.

Foto: Lars Heidrich

Reisen fast ohne Geld - wwoofen macht es weltweit möglich. Nur im HSK ist bisher noch kein Hof gelistet.

D ie große Freiheit ruft! Auch in diesem Jahr machten Hunderttausende Schüler ihren Schulabschluss. Doch was fängt man mit der neugewonnenen Freiheit an? Während sich viele dazu entscheiden, direkt eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen, möchten andere die Welt entdecken. Im Weg stehen ihnen meist nur noch die finanziellen Mittel.

Doch das muss kein unüberwindbares Hindernis sein, denn man kann auch ohne viel Geld eine längere Zeit im Ausland verbringen und dabei einzigartige Erfahrungen machen und seinen Horizont erweitern. Eine dieser Möglichkeiten nennt sich Wwoofen.

Was ist Wwoofen?

World Wide Opportunities on Organic Farms ist die lange Form des Namens der Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, einen kulturellen Austausch zu ermöglichen und gleichzeitig Umweltfreundliche Höfe zu unterstützen, die ohne künstliche Düngemittel und Pestizide auskommen. Die Organisation vermittelt zwischen Reisenden und Höfen. So soll eine weltweite Gemeinschaft aufgebaut werden, die Menschen die Möglichkeit gibt, bereichernde Erfahrungen in fremden Ländern zu machen und dabei Nachhaltigkeit zu fördern, ganz ohne einen wirklichen Austausch von Geld.

Wie soll das funktionieren?

Natürlich stellt man sich jetzt die Frage: Ist das nicht eine von Ökofreaks idealisierte Vorstellung, die so niemals in der echten Welt umsetzbar ist? Zudem funktioniert so ganz ohne Geld doch sowieso nichts in unserer Welt?- Falsch gedacht. Beim Wwoofen muss man sich lediglich auf der Website für das gewünschte Land anmelden und für eine kleine Gebühr Wwoof-Mitglied werden. Nun kann man sich für einen der gelisteten Höfe entscheiden, diesen kontaktieren und alles weitere mit dem gewählten Hof besprechen. Dabei steht einem die Organisation bei Fragen stets zur Seite.

Die genauen Kosten?

Es ist und bleibt natürlich eine Art Urlaub. Als Reisender muss man zwar mindestens fünf Stunden auf dem Hof arbeiten, dennoch verdient man dabei kein bares Geld, sondern finanziert sich lediglich Unterkunft und Verpflegung. Ebensowenig finanziert man sich die Anreise in das jeweilige Land. So muss man also zumindest die Flug- oder Zugtickets selbst bezahlen. Außerhalb der EU muss man auch die Kosten für ein Visum selbst bezahlen.

Wie viel Zeit muss man planen?

Das hängt zum einen von dem jeweiligen Hof und dessen Bedarf für Hilfskräfte ab. Zum anderen natürlich vom Reiseland. In der EU kann man natürlich ohne große Vorbereitung reisen, doch in anderen Ländern sollte man sich zuerst informieren, ob man ein Visum beantragen muss. Dies hängt stets von der Aufenthaltsdauer und dem jeweiligen Reiseland ab.

Braucht man Qualifikationen?

Spezielle Qualifikationen braucht man nicht, allerdings sollte man ein gewisses Interesse an der Arbeit in der ökologischen Landwirtschaft haben und offen dafür sein, sich neue Fähigkeiten anzueignen. Man sollte zwar eine gewisse Grundfitness für die Arbeit im Freien haben, dennoch ist spezielle körperliche Belastbarkeit nicht von Nöten. Viel wichtiger ist Motivation und das Interesse an der Arbeit auf einem Hof selbst. Die Aufgabenbereiche variieren zwischen der Arbeit auf dem Feld und der Arbeit mit Tieren.

Wichtig ist es aber, dass man zumindest Englisch sprechen kann, wobei es zusätzlich hilfreich sein kann, die jeweilige Landessprache zu beherrschen. Die auf dem Hof gesprochenen Sprachen sind meist in der Beschreibung angegeben.

>>>HINTERGRUND
Die beliebtesten Lände
r für WWOFen sind Spanien, Neuseeland, Australien und Kanada.

Dennoch ist WWOFen weltweit möglich.

Weitere Informationen findet ihr auf www.wwoof.de oder wwofinternational.org.

Im Hochsauerlandkreis gibt es bisher keine Angebote.

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