Kultur

Ehrenamt braucht Unterstützung

Foto: WP

Niedersalwey.   Mehr als 40 Kulturschaffende und interessierte Bürgerinnen und Bürger sind einer Einladung des heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese und seines Kollegen Burkhard Blienert aus Paderborn nach Niedersalwey gefolgt. Dort ging es um das Thema „Kultur im ländlichen Raum? – Ja!“.

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„Das Sauerland ist eine Region, in der Kultur lebt.“ Mit dieser Feststellung eröffnete Dirk Wiese die Veranstaltung und betonte, dass Kultur im ländlichen Raum einen hohen Stellenwert hat - angefangen in den örtlichen Vereinen bis zu kreisweiten Aktivitäten. Nicht zu vergessen seien die zahleichen Museen im Hochsauerlandkreis. Hier gelte ein besonderer Dank den ehrenamtlich Tätigen, mit denen die Kultur im HSK stehe und falle, so Wiese.

Möglichkeiten der Förderprogramme

Blienert referierte zunächst über die Entwicklung der Kultur in den letzten Jahrzehnten. Durch die Digitalisierung werde Raum und Zeit aufgelöst, jeder habe unabhängig von Ort und Zeit unmittelbar Zugriff auf die neuesten Angebote. Ausnahmen bildeten hier bestenfalls Gebäude. „Dadurch ist der ländliche Raum nicht mehr - wie früher - abgeschieden, was sicher zum Lebenswert ländlicher Regionen beiträgt“, so Blienert. In seinen weiteren Ausführungen ging es dann unter anderem um die unterschiedlichen Förderprogramme und ihre Möglichkeiten.

Der Vorsitzende des Vereins Ensible, Yao Houphouet, berichtete von seinen eigenen Anfängen kultureller Tätigkeit, die er bereits im Alter von 14 Jahre begann. Nach etwas holprigem und schwierigem Beginn wurden seine Ideen schnell bekannt und er fand mit seiner Gruppe umfassende Unterstützung durch Ämter, Unternehmen und Privatpersonen. Sein Credo: „Wir müssen uns darum kümmern, bei den Jugendlichen früh das Interesse an Kultur zu wecken und sie mit allen Mitteln unterstützen!“

Nach den Ausführungen des stellvertretenden Vorsitzenden im Kulturausschuss des HSK, Dr. Michael Schult, wurden in reger Diskussion die Schwierigkeiten und hohen bürokratischen Hürden bei Anträgen und Abrechnungen von Fördermitteln beleuchtet, die viele aktive Kulturschaffende abschrecken. Man war sich einig, dass das Ehrenamt ohne Unterstützung durch hauptamtlich Beschäftigte das Pensum auf Dauer nicht schaffen kann.

Beeindruckt

Beeindruckt war das Podium von der Verve, mit der die Anwesenden sich an der Diskussion beteiligten. Wiese beendete den Abend mit einem Versprechen: „Das Thema werden wir nicht aus den Augen verlieren und im nächsten Jahr mit einer Veranstaltung zum Thema Bürgerschaftliches Engagement wieder aufnehmen.“

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