BIERMARKT

Ein Helles von Veltins - Brauerei präsentiert neues Bier

Zum Wohl: Grevensteiner Westfälisch hell. Marketing-Direktor Herbert Sollich und Julia Klose, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, präsentieren das neue Bier.  

Zum Wohl: Grevensteiner Westfälisch hell. Marketing-Direktor Herbert Sollich und Julia Klose, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, präsentieren das neue Bier.  

Foto: Oliver Eickhoff

Grevenstein.   Der Ursprung liegt in Bayern, gebraut wurde es um 1900 schon in Grevenstein: ein Helles. Jetzt bringt Veltins dieses Bier auf den Markt.

Die Brauerei Veltins bringt ein neues Bier auf den Markt: Grevensteiner Westfälisch hell. Es gibt historische Belege, dass diese Sorte schon einmal bei dem Sauerländer Unternehmen gebraut worden ist. Flaschen und Fässer werden in diesen Tagen in den Handel und die Gastronomie ausgeliefert.

Die Sorte

Ein Helles - mit diesem Begriff kann nicht jeder Sauerländer sofort etwas anfangen, der Bayer allerdings schon. Und in der Tat ist das Helle aus Grevenstein an die Biere in Süddeutschland angelehnt: Es ist goldgelb, schmeckt nach Malz und hat als westfälische Eigenart eine leichte Naturtrübung. Süffig trifft es ganz gut.

Helle Biere sind seinerzeit erstmals in Bayern entstanden: Um 1852 verdrängten frischere Biere nach Pilsener Art die damals dunklen Biere aus München zunehmend. 1894 entwickelte die Spaten-Brauerei daraufhin ein erstes Helles - es wurde anfangs testweise nur in Hafenkneipen in Hamburg verkauft. Der Heimatmarkt folgte erst, als das Bier erfolgreich war.

Die Historie

Zum 700-jährigen Bestehen von Grevenstein hatte Veltins nach alten Rezepturen gesucht und war im Archiv fündig geworden: Heraus kam 2013 das Grevensteiner - ein dunkles Landbier. Auch für das Westfälisch hell gibt es einen ähnlichen Vorläufer: Carl Veltins aus der zweiten Unternehmergeneration hatte in Bayern das typische Helle gekostet und braute es im Sauerland nach.

Um 1885 hieß die Brauerei in Grevenstein zwischendurch sogar offiziell „Bayerische Lagerbier-Brauerei C. & A. Veltins“. Bis 1927 wurden bei Meschede helle und dunkle Landbiere gebraucht. Danach stellte das Unternehmen ausschließlich auf Pils um.

Der Markt

Pils wird in Deutschland noch sehr viel, aber immer weniger getrunken, deshalb experimentieren die Brauereien: Am Anfang standen Biermix-Getränke mit Cola und Fanta, inzwischen gibt es bei Veltins das V+ mit zahlreichen Geschmacksrichtungen. Es folgten alkoholfreie Fassbrausen und Bier-Spezialitäten, dazu zählt das Westfälisch hell. Solche Biere sind zunehmend nachgefragt, sie machen heute schon mehr als fünf Prozent des Marktes aus.

Veltins sieht sich hier als „Impulsgeber“, wie Marketingdirektor Herbert Sollich sagte: Das Unternehmen aus Grevenstein ist heute schon die Nummer drei in Deutschland als Hersteller von Bier-Spezialitäten. Vom Grevensteiner Landbier werden inzwischen fast 170 000 Hektoliter verkauft - das sind etwa sieben Prozent der Gesamtproduktion bei Veltins.

Die Strategie

„Wir sehen hier weiteres Wachstumspotenzial“, erklärte Sollich. Der Plan der Brauerei: Sie will mit den Spezialitäten auch neue Kunden gewinnen, darunter solche, die bisher andere Biere trinken. Ähnlich wie beim Biermix V+ sieht Veltins Möglichkeiten, künftig weitere Spezialitäten auf den Markt zu bringen.

Die Herstellung

„Unsere Brauer haben richtig viel Spaß an dem Thema“, sagt Pressesprecher Ulrich Biene. Bis vor ein paar Jahren haben sie sich ausschließlich mit Pils bei Veltins beschäftigt. Jetzt sind ihre Fähigkeiten besonders gefordert. Sie schauen in alte Bücher und sie haben an der Entwicklung mitgearbeitet. 30 Brauer beschäftigt das Unternehmen in Grevenstein. Biene sagt: „Besonders unserem Technik- Chef, Walter Bauer, geht bei der Entwicklung neuer Produkte das Herz auf.“

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