Tennisclub

Eine Mescheder Institution

Eine Mescheder Institution seit 40 Jahren: Die Außenansicht mit der Terrasse und dem Clubhaus.

Foto: privat

Eine Mescheder Institution seit 40 Jahren: Die Außenansicht mit der Terrasse und dem Clubhaus. Foto: privat

Meschede.   Spannung, Spaß und Frust seit 40 Jahren: Die Mescheder Tennishalle hat eine sehr bewegte Geschichte.

„Spiel, Satz und Sieg.“ Diese geläufige Tennisfloskel ist in der Tennishalle Meschede seit mehreren Jahrzehnten zu hören. Am 15. Oktober wurde sie 40 Jahre alt. Sie hat eine bewegte Geschichte mit einigen Höhen und Tiefen hinter sich. Unsere Redaktion traf den Geschäftsführer des Tennisclubs Roland Hinkel. Er spricht über Vergangenheit und Gegenwart der Halle.

Der Blick zurück: Im Jahr 1973 entstand beim damaligen Vorsitzenden Karl-Heinz Trautmann und dem Clubmitglied Helmut Schreier die Idee, die Platzanlage des TC Meschede zu erweitern und eine Tennishalle zu bauen. Diese Pläne wurden in den nachfolgenden Jahren konkretisiert. „Bei der Jahreshauptversammlung 1976 wurde dann entschieden, den Plan in die Tat umzusetzen“, sagt Roland Hinkel. Zunächst war beabsichtigt, dass der Verein Bauherr und Eigentümer der Halle wird.

Spielbetrieb beginnt auf zwei Plätzen

Aus verschiedenen Gründen erfolgte der Bau dann durch die Hennesee GmbH, die durch einen entsprechenden Vertrag dem TC Meschede die alleinige Nutzung übertrug. Am 15. Oktober 1977 begann der Spielbetrieb auf zwei Plätzen. „Die Halle wurde damals mit 125 Abonnentenbuchungen gut ausgelastet“, so der 57-jährige.


Zwei bis drei Jahre ging alles gut. Dann aber, als die wirtschaftliche Rezession auch am TC Meschede nicht spurlos vorbeiging, hohe Zinsen, sinkende Mitgliederzahlen und die nicht mehr so gut ausgelastete Hallenkapazität die Haushaltsführung belasteten, konnte der Club die mittlerweile entstehenden Defizite nicht mehr decken. „Die Hallenbewirtschaftung warf ein dickes Minus aus und der TCM konnte seinen Verpflichtungen gegenüber der Hennesee GmbH nicht mehr nachkommen“, erzählt Roland Hinkel.

Karl Bieger prägt eine Ära

Da die Hennesee GmbH natürlich kein Minusgeschäft machen wollte, suchte sie nach einem privaten Käufer, den sie 1983 im TCM-Mitglied Karl Bieger fand. Dieser leitete den Bau eines dritten Platzes ein, der 1986 eröffnet wurde.


Karl Bieger leitete mit seiner Frau Hildegard von 1983 bis zu seinem Tod Anfang Juni 2016 den Hallenbetrieb. „Nach dem plötzlichen Tod von Karl Bieger stellte sich natürlich bei uns die Frage, wie geht es weiter? In unserem Jugendtraining, das bisher auch im Winter in der Halle stattfand, sind knapp 80 Kinder integriert. Wir waren uns einig, dass die Qualität unseres Vereinslebens darunter leiden würde, wenn die Halle schließen müsste“, so Roland Hinkel.

Im Vorstand wurde also die Möglichkeit besprochen, ob der Verein die Halle nicht übernehmen könnte. Auf der außerordentlichen Generalversammlung im August 2016 wurde der vorgetragene Plan des Vorstands, wie der Hallenkauf zu finanzieren sei, genehmigt und der Vorstand beauftragt, die Halle zu kaufen. Der Verein einigte sich nun mit den Erben Karl Biegers auf einen Kaufpreis. Es mussten einige Investitionen, wie eine Dachreparatur durchgeführt werden.

Ohne Störungen durch den Winter

Außerdem gab es neue Vorhänge. Roland Hinkel sagt: „Der Verein übernahm somit die Halle inklusive der Photovoltaikanlage, die den Wirtschaftsbetrieb der Tennishalle unterstützt.“


Der Spielbetrieb konnte somit in der Wintersaison 2016/2017 ohne Störungen weitergeführt werden. „Es ist ja auch ein angenehmes Bild mit der Anlage draußen, der Terrasse, dem Clubhaus und der Tennishalle direkt aneinander“, so der Geschäftsführer des TCM. Hinkel fügt hinzu: „Mit Martin Lengefeld, der auch Trainer beim TC Meschede ist, haben wir einen erfahrenen Verwalter gefunden, dem es in der neuen Saison sogar gelungen ist, einige Abonnenten dazuzugewinnen.“


Geburtstagsfeier

Am Samstag wird der 40. Geburtstag der Tennishalle ab 17 Uhr mit einem bunten Rahmenprogramm gefeiert. „Es ist uns gelungen einige hochkarätige Spieler für ein Showmatch zu aktivieren. Zudem kommen eine Tanzgruppe sowie der Einradfahrer Felix Griggel. Für Essen, Trinken, Musik und ein Gewinnspiel ist ebenfalls gesorgt“, freut sich Roland Hinkel. Der Geschäftsführer resümiert: „Bei Auslastung der Hallenkapazität im bisherigen Umfang wird das Kaufpreisdarlehen für die Tennishalle in absehbarer Zeit zurückgezahlt sein. Dann müssen wir auch schon an die Erneuerung des Hallenbodens denken.“

>>>>>Info<<<<<<<<

Die Tennishalle Meschede verfügt über drei Plätze, ein integriertes und bewirtschaftetes Clubhaus sowie Umkleiden, Duschen und WC’s. Der Belag ist Teppich mit Granulat.

Die Platzmiete für eine Tennisstunde beträgt 12 bis 18 Euro, das richtet sich nach der Wochen- und Tageszeit. Zudem kostet das Licht 50 Cent pro halbe Stunde.

Die Mitgliederzahlen des TC Meschede bewegen sich seit Jahren konstant um die 225 Mitglieder. Zwischen den Jahren 2000 und 2010 gab es einen Mitgliederrückgang, ähnlich wie bei vielen anderen Tennisvereinen.


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