Finanzen

Einstimmig: Neue Sparkasse ist beschlossene Sache

„Mitten im Sauerland“ wird die neue Sparkasse heißen, die die Gebiete von Meschede, Eslohe, Schmallenberg und Finnentrop umfassen wird.

„Mitten im Sauerland“ wird die neue Sparkasse heißen, die die Gebiete von Meschede, Eslohe, Schmallenberg und Finnentrop umfassen wird.

Foto: Ole Spata

Meschede/Eslohe/Schmallenberg.   Die Politiker in Meschede, Eslohe und Schmallenberg beschließen die neue Sparkasse – eine noch größere in der Zukunft ist nicht auszuschließen.

Die Stadt- und Gemeinderäte in Meschede, Eslohe und Schmallenberg haben in ihren Sitzungen zeitgleich jeweils einstimmig dem Vertrag und der Satzung zur Bildung der neuen gemeinsamen Sparkasse „Mitten im Sauerland“ zugestimmt. Dem neuen Verband gehört dann außerdem auch die Gemeinde Finnentrop im Kreis Olpe an.

Im Mescheder Stadtrat sagte Vorstandsvorsitzender Peter Schulte, die Fusion sorge für „eine verlässliche und dauerhafte Präsenz“ der Sparkasse in der Fläche. Die Sparkassen müssten auf Herausforderungen durch den demografischen Wandel und die Digitalisierung, auf den Druck durch zunehmende Regulierungen sowie dem negativen Zinsniveau reagieren – dieses Zinsniveau „wird weiter auf die Rentabilität drücken“.

Name wird nur in Schmallenberg bemängelt

Parallel war Vorstandsmitglied Alexander Wilke in der Sitzung des Esloher Gemeinderates, um die Notwendigkeit des Zusammenschlusses deutlich zu machen. Er versicherte: Für die Kunden werde sich nichts ändern. „Sie werden die Fusion höchstens anhand der Vordrucke spüren - weil dort der neue Name stehen wird“. Der wird in Eslohe übrigens deutlich unkritischer gesehen als zuletzt in Schmallenberg. Dort war bemängelt worden, der Name „Mitten im Sauerland“ klinge wie eine Bushaltestelle. Thorsten Beuchel von der Esloher FDP sieht die Sache aus Sicht der Kunden. „Die gehen einfach in die Sparkasse - nicht mehr und nicht weniger.“

Ludwig Poggel von der Schmallenberger CDU dazu: „An den Namen müssen wir uns gewöhnen, auch wenn das nicht leicht fällt.“ Der Zusammenschluss wird von den Ratsmitgliedern jedoch positiv gesehen: „Ein größeres Institut kann bessere Antworten auf den wirtschaftlichen, rechtlichen, sozialen und politischen Wandel geben“, so Bürgermeister Bernhard Halbe.

Kreissparkasse: Nicht auszuschließen

Jetzt entsteht eine neue Sparkasse mit 50.000 Kunden, 300 Mitarbeitern und einem Bilanzvolumen von 1,4 Milliarden Euro. Selbst mit diesem Bilanzvolumen ist die neue Sparkasse aber im Vergleich immer noch klein: Der Durchschnitt in Westfalen-Lippe liegt bei 2,2 Milliarden Euro. FDP-Ratsherr Dr. Jobst Köhne fragte in Meschede deshalb, ob dann nicht in fünf Jahren eine „Kreissparkasse HSK“ entstehe: „Das kann ich Ihnen nicht beantworten“, sagte Peter Schulte. Bleibe die Situation an den Finanzmärkten so, „dann kann ich das nicht ausschließen“.

Ebenso wie Wilke in Eslohe kritisierte auch Schulte die in seinen Augen unnötig hohen Anforderungen beim Controlling und beim Meldewesen: „Wofür machen wir das eigentlich? Weil der Gesetzgeber das will.“

Schulte stellte klar, die bisherige Sparkasse Meschede-Eslohe sei beim Abbau von Stellen an ihre Grenze gekommen: „Es gibt eine natürliche Grenze, darunter geht es nicht weiter.“ Jetzt werden in der neuen Sparkasse Synergien erwartet, wenn beispielsweise das aufwändige Meldewesen zentral erledigt werden könne. Bei der Zahl der Filialen sei in den nächsten zwei Jahren nicht mit Veränderungen zu rechnen, sagte Schulte nach der Sitzung in Meschede: „Wir haben organisatorisch genug anderes zu tun.“

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