Menschen in Schmallenberg

Ergotherapeut ist fasziniert von Schmallenberger Geschichten

Dirk Schulte (55) aus Schmallenberg

Dirk Schulte (55) aus Schmallenberg

Foto: Isabel Tzavalas / WP

Schmallenberg .  Der Schmallenberger Ergotherapeut Dirk Schulte liebt die vielen Geschichten der Stadt. Schmallenberg ist für ihn sein Wohlfühlort.

Dirk Schulte wohnt seit 1972 in Schmallenberg. Seit 2007 betreibt er dort eine Praxis für Ergotherapie. 2013 zog er ins Zentrum und 2015 folgte dort eine Neueröffnung seiner Praxis.

Wo haben Sie gewohnt, bevor sie nach Schmallenberg gezogen sind?

Dirk Schulte: Gebürtig bin ich Elsper. Meine Familie und ich zogen in den Kreis Schmallenberg, als ich noch sehr jung war. Wir wohnten in Cobbenrode, dann in Werpe und danach habe ich für eine lange Zeit in Wormbach gewohnt.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, ins Zentrum zu ziehen?

Das Zentrum Schmallenbergs zieht mich einfach an. Es ist immer etwas los, die Stadt ist immer mit Leben gefüllt. Die Infrastruktur in Schmallenberg gefällt mir sehr gut und es ist größer als die Dörfer drum herum. Ich interessiere mich im Übrigen sehr für die Geschichte dieser Stadt. Ich habe viele Bücher über Schmallenberg - und die Leute, die in meine Praxis kommen, bringen ebenso viele Geschichten mit, aus denen ich immer wieder Neues über den Ort erfahre. Natürlich ist es für mich beruflich auch viel praktischer direkt im Zentrum zu sein, da sich dort auch meine Praxis befindet.

Was mögen Sie besonders an Schmallenberg?

An jeder Ecke gibt es Geschichten zu erzählen, seien es die Stolpersteine in der Innenstadt oder die Mauer vor meinem Haus, die aus Steinen der Synagoge gebaut wurde. Hier gibt es so viele kleine Dinge, hinter denen so viel steckt. Ich fühle mich sehr wohl in Schmallenberg. Ich lerne durch meine Arbeit viele liebe Menschen kennen und die Stadt bleibt für mich immer lebendig. Ich finde es schön, aus meinem Fenster zu schauen und die Lebendigkeit in unserer Kleinstadt zu genießen. Hier gibt es außerdem viele Orte zum Wohlfühlen. Die Natur erfüllt mich, genauso wie der Kontakt zu den vielen Menschen. Schmallenberg hat außerdem eine sehr schöne Struktur und auch das Einkaufen Vorort ist möglich. Ich finde es schön, etwas beizutragen und kaufe gerne regionale Produkte.

Was machen Sie ansonsten in ihrer Freizeit?

Ich liebe die Musik und reise sehr gerne. Mit meinem Partner zusammen mache ich des Öfteren Städtereisen. Wenn ich dann wieder nach Hause komme, freue ich mich aber jedes Mal wieder hier zu sein. Neu für mich entdeckt habe ich das Camping. Sehr gerne zelte ich auch im Sauerland.

Gibt es etwas, das Sie in Schmallenberg vermissen - oder was Sie sich wünschen würden?

Ich vermisse das Kino sehr. Ich bin immer sehr gerne dort zu Besuch gewesen. Ansonsten fehlt es mir hier an nichts. Man kann sich gut versorgen und ich gehe gerne auch mal zum Essen. Die Gastronomie ist hier gut vertreten. Was ich mir für Schmallenberg wünsche ist, dass die Jugend die Stadt nicht vollständig verlässt. Viele junge Leuten möchten weiter weg, was schade ist, weil die nächsten Generationen dazu beitragen können, die Qualität dieser Stadt zu erhalten. Denn diese Qualität existiert durchaus.

Gibt es Zeiten, zu denen Sie es am schönsten finden, hier zu leben?

Meine liebste Zeit sind der Herbst und die Weihnachtszeit. Alles sieht schön bunt aus, die Stadt wird bunter durch die Blätter und die Lichter, trotz des trägen Wetters. Alles strahlt Gemütlichkeit aus und wird schön geschmückt. Besonders schön ist der Ausblick aus meinem Fenster, wenn es so früh dunkel ist und alle Lichter leuchten. Ich dekoriere zu Weihnachten herzlich gerne mit einigen bunten, grellen Lichterketten. Ich trage gerne zu diesem bunt-sein bei und hoffe ich kann einigen Leuten auch etwas von meiner Freude daran mitgeben. Zudem kommt jedes Jahr zu Weihnachten meine große Familie von etwas weiter her. Ich empfange sie immer gerne, denn ich weiß, dass sie sich hier genauso wohlfühlen wie ich.

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