Staatsanwaltschaft

Ermittlungen gegen Sensburgs Verlobte eingeleitet

Patrick Sensburg beim Kreisparteitag der CDU im Februar: Zuvor war er vom Vorsitz zurückgetreten.

Patrick Sensburg beim Kreisparteitag der CDU im Februar: Zuvor war er vom Vorsitz zurückgetreten.

Foto: Lars Heidrich

Meschede.   Die Akte Sensburg hat die Staatsanwaltschaft Berlin geschlossen. Doch der Fall begleitet den heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten weiter.

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Jetzt laufen Ermittlungen gegen die Verlobte des CDU-Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg. Das bestätigte Pressesprecher Martin Steltner unserer Zeitung.

Die Lebensgefährtin war es, die nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Dezember vergangenen Jahres ein Verfahren wegen Körperverletzung gegen den Politiker ausgelöst hatte: Es hatte einen Streit in der Wohnung des Abgeordneten in Berlin gegeben, danach hatte sich die Lebensgefährtin ein Taxi genommen und war zur Polizei im Ortsteil Mitte gefahren. Dort auf der Wache erstattete sie Anzeige gegen Sensburg. Begründung: Bei dem Streit sei es rabiat zugegangen.

Jetzt ist die Lebensgefährtin des Politikers ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Sie hatte ihren Verlobten nach Angaben der Ermittler bei späteren Vernehmungen entlastet – doch die Art und Weise werfen sie ihr nun vor: So soll die Frau der vernehmenden Polizistin im Nachhinein unterstellt haben, ihre Aussage damals nicht korrekt protokolliert zu haben. Die Staatsanwaltschaft prüft daher den Vorwurf einer falschen Verdächtigung gegenüber der Beamtin.

Wenig öffentlich bekannt

Über die Frau an der Seite von Patrick Sensburg ist öffentlich wenig bekannt. Der Politiker versucht sein Privatleben vor der Öffentlichkeit abzuschirmen. Das bedeutet unter anderem: Es gibt zwar gemeinsame Auftritte mit der Frau, aber keine offiziellen Fotos. Sensburg hatte sich mit ihr nach dem Streit erst wieder versöhnt und dann nach eigenen Aussagen verlobt.

Fast acht Monate hatten sich die Ermittlungen gegen den Abgeordneten selbst hingezogen, bis die Staatsanwaltschaft das Verfahren ohne Auflagen einstellte. Sensburg war regelmäßig Geschichten mit heftigen Vorwürfen durch Boulevard-Medien ausgesetzt.

In seiner Partei herrschte teilweise Unverständnis darüber, dass es so eine Auseinandersetzung gegeben hatte, die dann auch noch öffentlich zum Thema wurde: Der Abgeordnete legte letztlich seinen Vorsitz im CDU-Kreisvorstand nieder.

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