Kommunalpolitik

Eslohe 2018: Viel Arbeit und viele Gründe zum Feiern

2018 wird nicht nur für Eslohes Bürgermeister  Stephan Kersting ein ereignisreiches Jahr.

Foto: Frank Selter

2018 wird nicht nur für Eslohes Bürgermeister Stephan Kersting ein ereignisreiches Jahr. Foto: Frank Selter

Eslohe.   Die Gemeinde Eslohe hat im neuen Jahr viele Projekte und damit viel Arbeit vor der Brust. Aber es gibt 2018 auch ungewöhnlich viele Gründe zum Feiern.

Die Gemeinde Eslohe hat im neuen Jahr viele Projekte vor der Brust. Die große Herausforderung wird es sein, all die Vorhaben auch umzusetzen, sagt Bürgermeister Stephan Kersting in seinem Ausblick auf das Jahr. Sein Rückblick aufs Jahr 2017 fällt in unserem Interview zum Jahreswechsel durchaus positiv aus.

Was waren die Erfolge des Jahres 2017?

Das Jahr 2017 war für die Gemeinde Eslohe insgesamt ein sehr erfolgreiches Jahr. Mit der Verabschiedung des IKEK sind unter der Beteiligung der Bürger strategische Weichen für eine positive Entwicklung aller Dörfer der Gemeinde gestellt. Besonders gefreut hat mich die positive Entwicklung bei den Gewerbeflächen in Bremke. Arbeitsplätze und eine gesunde mittelständische Wirtschaft sind die Voraussetzung für eine gute Zukunft! Die Unternehmen brauchen dazu auch räumliche Perspektiven, die nun langfristig gesichert sind. Auch die Haushaltssituation ist eher erfreulich. Es gibt eine ganze Reihe von erfolgreichen Projekten des letzten Jahres, die ich an dieser Stelle nicht alle nennen kann, insgesamt ein gutes Jahr 2017.

Was war 2017 der Höhepunkt in Ihrem Amt?

Eine schwierige Frage. Als Verwaltungschef war das Jahr von viel Arbeit geprägt. Das ist aber eher normal und bietet keine wirklichen „Höhepunkte“ sondern eher kontinuierliches Arbeiten an den Aufgabenstellungen. In der Außendarstellung und Repräsentation war sicherlich das Doppeljubiläum der 25jährigen Partnerschaft mit unserer ungarischen Partnerstadt Kisbér und das 25jährige Jubiläum der Gründung der Koenigschen Stiftung ein Highlight des Jahres. Die Anerkennung von Wenholthausen als staatlicher Luftkurort war für unseren Tourismus in Eslohe sicher ein weiterer Meilenstein. Politisch waren wir mit zwei spannenden Wahlen beschäftigt.

Über was haben Sie sich besonders geärgert?

Ich habe kein wirklich negatives Highlight zu vermelden. Als Bürgermeister ist man natürlich auch immer gewissen Ärgernissen ausgesetzt, das hört zu einer solchen Aufgabe eben dazu. Wichtig ist, dass man die Dinge nicht zu persönlich nimmt und eine gewisse Gelassenheit und Distanz bewahrt. Der Umgang der Parteien mit dem Wahlergebnis vom 24. September hat mich schon deutlich irritiert. Auch die gesellschaftliche Entwicklung mit deutlich steigendem Anspruchsdenken und gleichzeitig zunehmendem Egoismus macht mir Sorgen. Der Umgang miteinander ist schon „ruppiger“ geworden, sicher auch bedingt durch die vermeintliche Anonymität in den sozialen Netzwerken. Vielleicht wird man im Laufe der Zeit auch einfach sensibler. In unserer Region ist diese Entwicklung aber noch nicht so ausgeprägt wie in urbanen Gebieten, sicher auch durch die gute Vereinsarbeit.

Gibt es im Rückblick auf 2017 etwas, das Sie heute anders machen würden?

Natürlich! Das alte Sprichwort, dass man hinterher immer schlauer ist, hat schon seine Berechtigung. Und noch eine Binsenweisheit nehme ich für mich in Anspruch: Nur wer nichts macht, macht auch keine Fehler. In der ein oder anderen Angelegenheit würde ich in Kenntnis heutiger Fakten anders reagieren oder agieren. Aber in der Gesamtschau bin ich mit dem Handeln und der eigenen Arbeit zufrieden.

Was werden die Herausforderungen des neuen Jahres sein?

Ich habe bereits in meiner Haushaltsrede davon gesprochen, dass wir in der Gemeinde Eslohe gute Voraussetzungen haben, im kommenden Jahr 2018 unsere Gemeinde wieder ein gutes Stück noch vorn zu bringen. Die große Aufgabe der näheren Zukunft wird eher darin liegen, all die Projekte und Vorhaben auch umzusetzen. Wir haben sehr viele tolle Projekte vor der Brust, aber nur begrenzte Kapazitäten, sowohl im Rathaus wie auch bei externen Dienstleistern und Unternehmen. Die Auftragsbücher der Betriebe und Planer sind randvoll. Allein beim für unsere Region sehr wichtigen Thema „Breitbandausbau“ gibt es durch die Förderungen von Land- und Bund zurzeit erhebliche finanzielle Mittel. Wie in anderen Kommunen auch, sind hierfür im Esloher Haushalt Millionenbeträge für die nächsten Jahre eingestellt. Diese „PS“ muss man erst einmal auf die Straße, in diesem Fall wohl eher unter die Straße, bekommen. Da gibt es unendlich viele technische Fragestellungen. Wir haben in der Region schon „erleben dürfen“, dass die großen Telekommunikationsunternehmen sich oft eher fachlich nicht so versierten Subunternehmen bedienen. Am Ende ist die Kontrolle und Mitarbeit der Kommunalverwaltungen sehr stark gefragt, mit entsprechenden Folgen für unsere anderen Projekte. Trotzdem ist es ja eher positiv, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Wir packen das an, werben aber auch schon heute für Verständnis bei unseren Bürgerinnen und Bürgern für die, mit Sicherheit auftretenden, Probleme.

Worauf freuen Sie sich als Bürgermeister 2018 besonders?

Ein spannendes Jubiläumsjahr mit sehr vielen Veranstaltungen wie zum Beispiel 100 Jahre BC Eslohe, 200 Jahre Schützenbruderschaft St. Peter und Paul und 725 Jahre Cobbenrode mit Einweihung des neuen Dorfplatzes und viele weitere Feste und Veranstaltungen in unseren Dörfern. Weiterhin freue ich mich natürlich über die oben bereits angesprochenen Projekte, die über die ganze Gemeinde verteilt nun immer konkreter werden. Dorfplätze, Radwege, Leader- Maßnahmen und Planungen - insgesamt ein wirklich spannendes Jahr.

Und worauf freuen Sie sich privat?

Möglichst viel Zeit mit der Familie und im privaten Freundeskreis. Das kommt leider oftmals etwas zu kurz, ist aber sehr wichtig.

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