Senioren

Eslohe: „Wohnen im Park“ wird zum Erfolgsprojekt

Das Esloher Kurhaus mit seinem Anbau. Hier ist neben dem „Wohnen im Parkt“ auch die Tagespflege der Caritas untergebracht. Außerdem befindet sich in dem Gebäude die Sozialstation sowie das Caritas-Begegnungs- und Informationszentrum CariBIC.

Das Esloher Kurhaus mit seinem Anbau. Hier ist neben dem „Wohnen im Parkt“ auch die Tagespflege der Caritas untergebracht. Außerdem befindet sich in dem Gebäude die Sozialstation sowie das Caritas-Begegnungs- und Informationszentrum CariBIC.

Foto: Privat

Eslohe/Meschede.   Der Umbau des ehemaligen Kurhauses in Eslohe zum neuen Wohnquartier steht vor dem Abschluss. Weitere Projekte in dieser Art sind denkbar.

Der Umbau des ehemaligen Kurhauses zum neuen Wohnquartier steht vor dem Abschluss. Im April werden die letzten drei geplanten Wohnungen im Dachgeschoss fertiggestellt sein.

Zwei davon sind bereits fest vermietet, nur eine Maisonette-Wohnung über zwei Ebenen wäre gerade noch zu haben. Dieses „Wohnen im Park“ in Eslohe wird für die Siedlungs- und Baugenossenschaft SBG in Meschede als Träger genauso zu einem Erfolgsprojekt, wie vorher das ähnliche Vorhaben „Rinschen Park“ in der Kreisstadt.

Mietergemeinschaft wählt ersten Vorstand

Im April wird auch die Mietergemeinschaft ihren ersten Vorstand wählen. Der erhält dann von der SBG alle Vollmachten. Steht zum Beispiel künftig eine Wohnung einmal leer, haben die Mieter selbst sechs Wochen lang ein Vorschlagsrecht, wer danach in das Kurhaus einziehen sollte – denn der Neue soll ja in die Gemeinschaft passen. „Die Ideen sprudeln aus der Bewohnerschaft“, sagt Vorstand und Projektbetreuer Peter Simon von der SBG.

Einsegnung in Eigenregie organisiert

Auch die Einsegnung des Hauses hatten die Mieter in Eigenregie organisiert. Die Mietergemeinschaft selbst kümmert sich auch darum, wer den Gemeinschaftsraum im Gebäude nutzen kann: Volkshochschule und Gesangsverein haben zum Beispiel schon Interesse angemeldet.

„Offenes Plaudern“, nennt sich der Raum – die Abkürzung OP erinnert daran, dass das Gebäude vor seiner Kurhaus-Nutzung auch eine Krankenhaus-Vergangenheit hat. Die Besonderheit und der Unterschied zu Rinschen Park in Meschede: Mieter, Caritas und die Gemeinde Eslohe dritteln sich die Nutzung dieses Gemeinschaftsraumes ganz bewusst. Denn in Eslohe hatten auch Vereine Bedarf für eine Raumnutzung, und auch die Caritas hatte Bedarf.

Keine Vorbehalte

Die ist inzwischen im Kurhaus mit Tagespflege, dem Begegnungs- und Informationscentrum CariBIC sowie ihrer Sozialstation zu finden. Josef Lumme, Vorstand der Genossenschaft, gibt zu, dass er sich anfangs gefragt habe, was für einen Charakter ein Haus bekommen werde, wenn eine Tagespflege darin mit untergebracht sein würde. Heute weiß er, das funktioniert problemlos: „Es gibt überhaupt keine Vorbehalte.“ 14 Menschen sind in der Tagespflege, „da ist reger Verkehr im Haus“ – aber das störe niemanden. Die familiäre Atmosphäre sei immer noch gegeben.

Voraussetzung für einen Einzug ist auf jeden Fall: „Man muss das Nachbarschaftliche, Gemeinsame, Genossenschaftliche mögen“, sagt Peter Simon. Ziel ist ein nachbarschaftliches Wohnen, wo einer für den anderen da sein soll. Wird das praktisch gelebt, dann ermöglicht dies auch im Alter ein selbstbestimmtes Wohnen.

Standort in Schmallenberg denkbar

Nach Meschede und Eslohe kann sich die Siedlungs- und Baugenossenschaft auch noch weitere Projekte dieser Art vorstellen. Die Nachfrage ist da. Als nächster Standort könnte einer in Schmallenberg entstehen. Josef Lumme bestätigt: „Wir sind in Gesprächen mit der Stadt.“

In Meschede wäre sogar Nachfrage für ein zweites Vorhaben wie „Rinschen Park“ da: „Wenn jemand in Meschede mit einem guten Grundstück käme, dann stünden wir in den Startlöchern.“ Wichtig dabei ist eine zentrale Lage, mit erreichbarem Nahverkehr und ausreichender Nahversorgung. Alles muss fußläufig zu erreichen sein, weiß Lumme aus den Erwartungen von Mietern: „Trotz höherer Grundstückspreise zieht es die Menschen ins Zentrum.Viele haben bisher in Ortsteilen gewohnt. Sie wollen sich durch näher beieinander liegende Angebote verbessern.“

Tag der offenen Tür am 18. Mai geplant

„Wohnen im Park“ kann in Eslohe am 18. Mai bei einem Tag der offenen Tür besichtigt werden - inklusive der Angebote der Caritas.

Die Siedlungs- und Baugenossenschaft lobt die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Eslohe. Sie habe zuletzt auch eine Anbindung des Kurhauses zum Kurpark barrierearm angelegt.

Die Genossenschaft geht von einer Rendite von 1,5 Prozent im Jahr von ihrem Esloher Projekt aus.

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