Schule

„Extra-Zeit“ für Mescheder Schüler durch Corona-Fördermittel

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Eindrücke von der Ferienakademie, gefördert durch Landesmittel, am Gymnasium der Benediktiner.  

Eindrücke von der Ferienakademie, gefördert durch Landesmittel, am Gymnasium der Benediktiner.  

Foto: Peter Schlomberg

Meschede.  Bei den Bennis wird das „Extra-Geld“ aktuell in eine Ferienakademie investiert. Coronabedingte Versäumnisse sollen aufgeholt werden.

Die Corona-Pandemie hat nun bereits eineinhalb Jahre lang den Schulalltag in Meschede und Umgebung auf den Kopf gestellt. Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler mussten immer wieder zwischen Homeschooling, Hybrid-Unterricht und Präsenzunterricht mit AHA-Regeln wechseln. Das fiel nicht allen leicht.

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Mehr Geld, mehr Personal

Die Leidtragenden waren vor allem die Schülerinnen und Schüler. Die Landesregierung .hat aus diesem Grund nach den Sommerferien das bereits im März 2021 gestartete Programm „Extra-Zeit zum Lernen NRW“ mit weiteren finanziellen Mitteln aufgestockt, weitere Programme im Rahmen von „Ankommen und Aufholen für Kinder und Jugendliche“ sind als „Extra-Personal“, „Extra-Geld“ und „Extra-Blick“ gestartet.

430 Millionen stehen zur Verfügung

Insgesamt stehen in NRW mit Unterstützung des Bundes bis zu 430 Millionen Euro bis Ende 2022 für schulische und außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote zur Aufarbeitung und zum Ausgleich der Folgen der Pandemie zur Verfügung. Das Gymnasium der Benediktiner nahm die Situation zum Anlass, um nach den Sommerferien mit der Organisation einer „Ferienakademie“ für die Herbstferien zu beginnen. Die Idee war, dass die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9 die Ferienzeit nutzen können, um mit Hilfe von Oberstufenschülerinnen und -schülern Versäumnisse und Defizite in den Hauptfächern aufzuholen oder auch Wissen zu wiederholen und zu vertiefen. Dennoch, so die Überlegungen, sollten alle Beteiligten lediglich eine Woche in den Herbstferien dafür aufwenden, damit in der anderen Woche auch noch die ebenfalls notwendige Erholung stattfinden kann.

Lerngruppen wurden gebildet

Bei einer Abfrage Mitte September in den Stufen Q1 und Q2 erklärten sich über 60 Schülerinnen und Schüler bereit, als Nachhilfelehrer („Tutoren“) für jüngere Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Fächern zu fungieren. Nach einer Information in der Sekundarstufe I meldeten daraufhin 67 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9 Bedarf an. Die Fachlehrerinnen und Lehrer legten dann in einem nächsten Schritt individuelle Förderschwerpunkte und Inhalte fest. So wurden kleine Lerngruppen von ein bis drei Schülerinnen und Schülern eines Jahrgangs und Fachs gebildet und Tutoren zugeordnet.

784 Nachhilfestunden in den Herbstferien

In den beiden Wochen der Herbstferien können so jeweils im Vormittag zwei Zeitblöcke von je zwei Schulstunden stattfinden, die individuell an die gewünschten Zeiten und Bedarfe der Schülerinnen und Schüler angepasst sind. Insgesamt werden damit im Rahmen der „Ferienakademie“ am Gymnasium der Benediktiner 784 Nachhilfestunden erteilt. „Eine enorme Leistung. An dieser Stelle sei dafür allen Beteiligten ein großes Dankeschön für Ihren Einsatz und ihr Engagement gesagt“, sagt Schulleiter Joachim Deckers.

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