EISHOCKEY

Fangruppe aus dem HSK ist regelmäßig in Iserlohn

Fans feuern die Mannschaft an beim Eishockey-Spiel der Iserlohn Roosters gegen die  Kölner Haie.

Fans feuern die Mannschaft an beim Eishockey-Spiel der Iserlohn Roosters gegen die Kölner Haie.

Foto: Ralf Rottmann

Seit ein paar Jahren besucht unser Autor die Spiele des Eishockey-Teams "Iserlohn Roosters" und bricht eine Lanze für den Sport auf dem Eis.

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Als wir vor fast drei Jahren in den Zug stiegen, ahnten wir noch nicht, dass eine Schnapsidee unter sechs Freunden, eine solche Begeisterung bei uns hervorrufen würde. Der Zug, in den wir einstiegen, fuhr nach Iserlohn, wo wir am Seilersee dreimal 20 Minuten Eishockey pur erleben durften.

Aus der damaligen Schnapsidee ist nun eine große Liebe zum Sport und zu den Iserlohn Roosters geworden. Seitdem standen wir schon zahlreiche Male im Stadion und feuerten unsere blau-weißen Jungs auf den Rängen an. Und nicht nur das. Immer mehr unserer Freunde begeisterten sich für diesen Sport, so dass wir nun eine kleine Fangruppe von 14 Freunden sind.

Aber warum Eishockey?

Eishockey ist der wahrscheinlich schnellste Mannschaftsport der Welt. Vorstöße und Torschüsse geschehen im Minuten-Takt. Dies führt auch meist dazu, dass viele Tore fallen. 5:3 oder 4:2 sind im Eishockey nicht selten. Und sollte dann mal doch ein Spiel nach 60 Minuten regulärer Spielzeit torlos geblieben sein, geht es weiter mit der Overtime, einem Golden-Goal-Modus. Fällt selbst da kein Treffer, folgt das „Penalty-Shootout“. Das bedeutet, am Ende des Tages gibt es auf jeden Fall einen Gewinner und einen Verlierer.

Stimmung und Emotionen

Dabei kommt es nicht nur auf den Rängen zu einer einzigartigen Stimmung, sondern auch auf dem Eis zu großen Emotionen. Denn Eishockey zählt auch zu den härtesten Sportarten der Welt. Rangeleien, Bodychecks und sogar Schlägereien zwischen den Spielern sind keine Seltenheit. Es wird also nie langweilig.

Keine Pause

Wochenende für Wochenende kämpfen die Mannschaften 52 Spieltage lang für das Erreichen der Playoffs, einem K.O-System für die besten Teams der Hauptrunde. Eine Mannschaft, die den Sport Jahr für Jahr dominiert, gibt es nicht, ganz getreu dem Spruch „Neue Saison - Neues Glück“.

Zu wenig Aufmerksamkeit

Doch leider bekommt dieser schöne Sport hier viel zu wenig Aufmerksamkeit. Obwohl Deutschland in Europa mit durchschnittlich circa 6300 Zuschauern die zweitmeisten nach der Schweiz hat, kämpfen die Deutsche Eishockey Liga (DEL) und die Vereine Jahr für Jahr um das Überleben.

Der Kampf ums Überleben

Anders als im Fußball gibt es für die Deutschen Eishockeyvereine keine profitablen Fernsehverträge. Neben vereinzelten Spielen auf Sport1, gibt es seit 2016 die Möglichkeit über die Telekom jedes Spiel der DEL zu verfolgen. Für die einzelnen Vereine brachte dieser Vertrag rund 300.000 Euro, was das Geldproblem aber nicht löst. Deutscher Eishockey ist ein Verlustgeschäft und die Vereine sind daher auf Investoren angewiesen. Doch wenn diese, wie 2015/16 bei den Hamburg Freezers Philip Anschutz aufhören zu investieren, sieht es düster aus für die Clubs.

Die Saison

Ende April endet die Saison 2016/17 und geht in die Sommerpause bis September. Danach beginnt wieder ein neues Jahr mit packenden Spielen, schönen Toren, harten Checks aber auch ein neues Jahr, in dem die Vereine um das Überleben kämpfen müssen. Der Sport braucht also mehr Aufmerksamkeit. Mehr Leute, die sich interessieren.

Kommentar: Lasst euch begeistern

Ab September 2017 beginnt die 24. Saison in der deutschen Eishockey Liga (DEL) und damit auch wieder der Kampf um die Meisterschaft. Eine Karte bei den Iserlohn Roosters kostet für die Stehplätze nicht mehr als 20 Euro, was im Vergleich zum Fußball nahezu nichts ist.

Vielleicht lasst ihr euch in der kommenden Saison von diesem Sport begeistern und tragt dazu bei, dass die Vereine ein weiteres Jahr in Deutschlands bester Eishockey-Liga spielen dürfen und der Sport endlich die Aufmerksamkeit in Deutschland bekommt, die er eigentlich verdient hat.

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