Jugend

Folkrockband-Sänger macht Mut, selbst Musik zu machen

Die Südtiroler Band Mainfelt.

Die Südtiroler Band Mainfelt.

Foto: Band

Für wen Folkrock-Musik aus Opas Zeiten ist, den belehrt die Band „Mainfelt“ eines Besseren.

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P atrick Strobl ist Frontsänger der Folkrockband Mainfelt und seit vielen Jahren Musiker. Gemeinsam mit seiner Band brachte er vor kurzem die EP „Vice & Virtue“ auf den Markt. Im Interview mit Druckreif-Reporter Eric Steinberg beantwortet er, wer seine Musikhelden waren und wie Folkmusik für Jugendliche interessanter werden kann.

Wenn Jugendliche an das Genre Folk denken, stellen sie sich dabei häufig nur alte Volkslieder und Musik aus Opas Zeiten vor. Dass es wie bei euch auch jung, frisch und dynamisch geht, wissen dabei die wenigsten. Ist die Musik also überhaupt noch interessant für Jugendliche?

Patrick: Ja. Vielleicht werden nicht gerade die großen Massen erreicht, aber trotzdem glaube ich, dass man mit der Musik einige berühren und erreichen kann, auch Jugendliche. Mumford & Sons haben sicherlich viele Türen geöffnet, was die Bekanntheit dieser Musikrichtung angeht.

Was macht Folk für dich persönlich so besonders?

Die Musik erzählt Geschichten aus dem Leben und ist dabei total ehrlich. Auch als Musiker kann ich diese Geschichten nachvollziehen. Man merkt, dass die Lieder viel Herzblut mit sich bringen. Früher wurde zum Beispiel das Leid, das die Leute beschäftigt hat, in der Folkmusik verarbeitet und ausgedrückt.

Wer waren denn deine damaligen Musikhelden?

Da hat es viele gegeben, auch in verschiedenen Genres. Allen voran aber Damien Rice, der mich sehr lange begleitet hat. Sehr delikate Musik, die zwar nicht sehr schwungvoll ist, aber deren Gesang mich beeindruckt. Auch heute höre ich ihn noch ziemlich gerne.

Wie ist es möglich, dass sich wieder mehr Jugendliche für Folkmusik begeistern?

Wenn ich zurückschaue, hat es immer verschiedene Phasen gegeben, in denen unterschiedliche Genres aufkommen und wieder verschwinden, so kann auch Folk wiederkehren. Die aktuelle Zeit ist sehr DJ-lastig, aber auch das hat seine Daseinsberechtigung. Auf der aktuellen EP haben wir zusätzlich ein paar moderne Elemente verpackt und schauen mal, wie das ankommt. In ländlichen Regionen hat man bei jungen Leuten vielleicht mehr Zugang mit seiner Musik, das erleben wir auch hier in Südtirol. Wir sehen die Jugend regelmäßig auf unseren Konzerten.

Was empfiehlst du Jugendlichen, die selber Musik machen möchten?

Immer dranbleiben, das ist das wichtigste! Man muss sich bewusst sein, dass es ein langer Weg sein kann. Die Branche hat sich ziemlich gewandelt, heutzutage kann man relativ viel selber machen, das ist ein großer Vorteil! Und natürlich muss man authentisch bleiben!

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