Tierrettung

Freiheit des Wenholthauser Uhu nur von kurzer Dauer

Die Augen des Uhu haben sich zwar deutlich gebessert. Das Tier ist allerdings flugunfähig.

Die Augen des Uhu haben sich zwar deutlich gebessert. Das Tier ist allerdings flugunfähig.

Foto: Privat

Wenholthausen.   Die Freiheit des verletzten Uhu aus Wenholthausen war nur von äußerst kurzer Dauer. An der Wenne haben sich traurige Szenen abgespielt.

Die Auswilderung des verletzten Uhu aus Wenholthausen ist gescheitert. Dabei hatte doch alles so gut ausgesehen.

Das Tier, das Anwohner am Montag vergangener Woche hilflos in der Wenne fanden, ist flugunfähig. Das hatte sich zu keiner Zeit angedeutet, wie Nicole Flemke von der Eichhörnchen- und Bilchestation sagt.

Es waren traurige Szenen, die sich beim Versuch der Auswilderung am Ufer der Wenne abgespielt hatten. „Wir haben die Box aufgemacht, im Glauben, dass er sich erheben wird. Aber er tat es nicht“, so Flemke.

Das Tier sei einfach in der Box sitzengeblieben. Bei einem leichten Anheben der Box, sei er zwar herausgehüpft und habe die Flügel ausgebreitet. Aber er konnte nicht abheben. Er sei zweimal gehüpft, habe die Flügel geschlagen und sei dann wieder einfach sitzengeblieben, so Flemke. Darauf hin habe man den Uhu wieder in die Box setzen müssen.

Kollision mit einem Lkw oder einem Auto

Inzwischen ist der Uhu in der Essenthoer Mühle. Der Betreiber der dortigen Ausgewöhnungsstation für Greifvögel und Eulen geht inzwischen von dem aus, was bereits befürchtet worden war: Der Uhu muss mit einem Auto oder einem Lkw kollidiert sein.

So ganz geben die Tierschützer die Hoffnung auf eine Auswilderung allerdings nicht auf. „Der Uhu braucht einfach noch ein bisschen mehr Zeit“, sagt Flemke. Die Chance, dass das Tier wieder freikommen wird, liege bei etwa 90 Prozent. Möglicherweise müsse er zuvor aber eine Flugschule besuchen.

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