Jagd

Füchse bei Eslohe: Nach der Strafanzeige von Tierschützern

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Hunde lernen in so genannten Schliefenanlagen die Jagd auf Füchse - eine davon gibt es auch bei Eslohe.

Hunde lernen in so genannten Schliefenanlagen die Jagd auf Füchse - eine davon gibt es auch bei Eslohe.

Foto: Brian Lawless / dpa

Reiste.  Die Tierschutzorganisation PETA hat den Betreiber einer Anlage bei Eslohe, in der Hunde die Fuchsjagd lernen, angezeigt - was daraus wurde.

Nach einer Anzeige der Tierschutzorganisation PETA gegen den Betreiber einer Schliefenanlage in Reiste bei Eslohe hat die Staatsanwaltschaft Arnsberg das Verfahren eingestellt. Das hat Oberstaatsanwalt Thomas Poggel jetzt auf Nachfrage bestätigt.

Künstliches Tunnelsystem

PETA hatte Dutzende Betreiber solcher Anlagen im ganzen Bundesgebiet angezeigt. Die Tierrechtsorganisation fordert die Schließung der Anlagen sowie die Beschlagnahmung der dort möglicherweise noch eingesperrten Füchse. Sie sieht mutmaßliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Eine Schliefenanlage bestehe aus einem künstlichen Tunnelsystem, das einen Fuchsbau nachbilden soll. Um die Jagdhunde auf die Baujagd vorzubereiten, würden sie immer wieder in die künstlichen Tunnel geschickt und auf den darin eingesperrten Fuchs gehetzt, der dabei unter Todesangst leide. Rund 100 solcher Anlagen gebe es in der Deutschland, so PETA.

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Was die Anzeige gegen den Betreiber der Schliefenanlage in Reiste angehe, habe man keinen Anfangsverdacht gesehen, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Poggel. Allein durch die Existenz einer solchen Anlage, könne nicht auf einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz geschlossen werden.

Anonyme Liste

Verboten sind Schliefenanlagen in Deutschland nicht. Nach Auffassung der Tierschutzorganisation verstoßen sie jedoch grundsätzlich gegen Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes sowie gegen die einschlägigen Strafrechts- und Ordnungswidrigkeits-Regelungen. Füchse seien in den Anlagen permanent in einem Zustand der Todesangst, weil Hunde in das Tunnelsystem gehetzt würden, das den Fuchsbau simulieren soll. Zwar werde der Fuchs in einen durch Gitter von den Hunden getrennten Kessel gesetzt, um dort aufgespürt zu werden – dennoch müsse er so in seinem „Zuhause“ ständig um sein Leben fürchten.

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Detaillierte Kenntnis hatte PETA über die Schliefenanlage in Reiste offenbar nicht. Die Anzeige war nach Angaben der Organisation aufgrund einer Liste von Schliefenanlagen erstattet worden, die PETA anonym zugegangen sei.

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