Pläne

Fünf Inseln und ein Bachlauf für das Esloher Rathaus

So soll der Bereich vor dem Esloher Rathaus künftig aussehen. Im Gemeinderat hat Architekt Ralf Schmidt aus Schmallenberg-Arpe jetzt die Pläne für das Areal vorgestellt 

So soll der Bereich vor dem Esloher Rathaus künftig aussehen. Im Gemeinderat hat Architekt Ralf Schmidt aus Schmallenberg-Arpe jetzt die Pläne für das Areal vorgestellt 

Foto: Architekturbüro Schmidt

Eslohe.  Ein Bachlauf und fünf Inseln - und das ist noch längst nicht alles. In Eslohe soll der Bereich am Rathaus attraktiver werden.

Eher langweilig und unspektakulär kommt der Esloher Rathausvorplatz bislang daher - wenig attraktiv für Besucher des Rathauses und der Touristen-Infothek. Genau das soll sich bald ändern. Im Gemeinderat hat Architekt Ralf Schmidt aus Schmallenberg-Arpe jetzt die Pläne für das Areal vorgestellt. Sein Konzept ist von den Fraktionen einstimmig angenommen worden.

Podest wird verschwinden

Bislang gehen zwei Treppen zum Rathaus hinauf und die Rasenfläche liegt eher öde vor dem Gebäude. Nun sollen der Rasen und der Eingangsbereich des Rathauses attraktiver gemacht werden. Das um zwei Stufen erhöhte Antrittspodest vor der Haupttreppe wird weggenommen. Der von den Stellplätzen erreichbare barrierefreie Zugang im hinteren Bereich des Gebäudes bleibt erhalten.

Die Rasenfläche wird zur Inselfläche mit wassergebundenen Wegeflächen. Es entstehen fünf Inseln - vier symbolisieren die vier ehemaligen selbstständigen Alt-Gemeinden, die heute die Gemeinde Eslohe bilden und die fünfte könnte für die Partnerstadt Kisbér stehen. Zudem wird es einen barrierefreien Zugang zur Infothek geben.

Zickzackförmige Wasserrinnen

Außerdem soll der bisherige Brunnen weggenommen und durch Sitzflächen ersetzt werden. Unterhalb des Geländes gibt es einen Bachlauf, der nun ans Tageslicht kommen soll. Das Wasser wird in zickzackförmigen Wasserrinnen durch die einzelne Flächen verlaufen. Trittsteine werden eingebettet, damit man den Wasserlauf überqueren kann. Was bleibt, sind der alte Baumbestand und die großen Rhododendronbüsche.

Sie werden versetzt, damit der Weg um sie herum führen kann. Das Gelände wird auf etwa 1,20 Meter angefüllt, um die Wegefläche mit einer Steigung von nicht mehr als sechs Prozent herstellen zu können. Am unteren Ende des Grundstückes verschwindet der Bach wieder im Untergrund. Die Sitzflächen sollen aus Betonwänden bestehen. Zusätzlich gibt es eine neue Beleuchtung, die in den Poller integriert ist.

Die SPD-Fraktion bat in der Ratssitzung um eine Kostenklärung, ob Gabionen nicht preiswerter seien als Betonwände im Sitzbereich. Für die CDU erklärte Dr. Rochus Franzen, dass ein geplanter Beton-Schriftzug vor dem Rathaus kritisch gesehen wird. Dem Antrag aus Kostengründen auf den Schriftzug zu verzichten, schlossen sich SPD und FDP an.

Die Gesamtkosten des Projekts betragen 240.000 Euro, das sind 20.000 Euro mehr als vorher geplant. Finanziert wird die Maßnahme aus städtebaulichen F ördermitteln. Der Fördersatz beträgt 60 Prozent. Die Baumaßnahme soll 2020 umgesetzt werden.

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