Entspannen im Garten

Für jede Gelegenheit den richtigen Grill

Jan Wüllner aus Schmallenberg ist gern im Garten, isst gern im Garten und kocht gern im Garten. Genauer gesagt, er grillt.

Jan Wüllner aus Schmallenberg ist gern im Garten, isst gern im Garten und kocht gern im Garten. Genauer gesagt, er grillt.

Foto: Laura Nowicki

Schmallenberg.  Entspannen im Garten. Das geht für Jan Wüllner beim Kochen, oder besser gesagt beim Grillen am besten.

Jan Wüllner ist gern im Garten. Er isst auch gern im Garten und er kocht gern dort, besser gesagt: Er grillt. Und das ziemlich regelmäßig: „In den Sommermonaten etwa dreimal in der Woche“, erklärt der 33-Jährige. Für sein Hobby ist im Laufe der Jahre eine ansehnliche Ausstattung zusammengekommen. Neben dem klassischen Holzkohlegrill und einem herkömmlichen Elektrogrill hat er sich schon 2012 einen Smoker angeschafft. Kurz bevor der Hype um Pulled Pork und Co. überhaupt losging. Im letzten Jahr kam dann noch ein Beefer dazu, also ein 800-Grad-Ofen, um Fleisch schonend den perfekten Garpunkt zu verleihen. Für jede Gelegenheit den richtigen Grill also.

„Ich habe immer schon gerne gegrillt“, erzählt der gebürtige Oberhenneborner, der mittlerweile in Schmallenberg in einem Haus mit Garten wohnt. „Während meines Studiums in Lemgo habe ich dann zum ersten Mal einen Smoker gesehen.“ Mit 105 Kilogramm und 5 bis 6 Millimetern Wandungsstärke hat er sich kurz darauf ein recht ordentliches Modell zugelegt.

Entspannung und Ausgleich

Ideen und Tipps hat er sich aus dem Internet geholt. „Vieles habe ich mir aber auch einfach durch Ausprobieren beigebracht“, sagt er. Fische räuchern und ein Krustenbraten gehören genauso zu seinem Repertoire wie Spareribs und die gute alte Bratwurst.

Das Fleisch kauft er beim Metzger seines Vertrauens, beim „Scheper“. So nennen die Stammkunden ihren Metzger, die Fleischerei Gierse in Bödefeld. „Der hat seine Höfe und Bauern rundherum in der Nachbarschaft“, weiß Jan Wüllner. Und das ist ihm auch wichtig. „Ich möchte wissen, wo das Fleisch herkommt.“

Im Job hat der 33-jährige Familienvater mit Kochen im Speziellen oder Lebensmitteln und Gastronomie im Allgemeinen so gar nichts zu tun. Für den gelernten Fensterbauer sind Grillen und Zeit in seinem Garten zu verbringen einfach Entspannung und Ausgleich.

Großes Gemüsebeet

„Ich bin einfach gerne im Garten“, sagt Wüllner. Zusammen mit seiner Frau hat er im vergangenen Jahr ein großes Gemüsebeet angelegt. In diesem Frühjahr ist ein Gewächshaus dazu gekommen. Das Grillen im Grünen geht also noch einen Schritt weiter. „Unseren Salat, die Gemüsebeilagen oder auch die Kräuter für Fleisch und Saucen holen wir aus unserem eigenen Garten, wenn ich den Grill anschmeiße.“

Und die Auswahl ist groß: Neben Blattsalaten, Tomate und Gurke gibt es unter anderem auch Peperoni, Paprika, Aubergine, Porreezwiebeln, Lauchzwiebeln und Wirsing. Natürlich verschiedenste Kräuter zum Würzen wie Thymian und Zitronenmelisse - und sogar Topinambur, eine Knolle ähnlich der Kartoffel, wächst jetzt im Gemüsebeet der Familie Wüllner. „Wir probieren das einfach aus“, sagt Jan Wüllner und lacht. Ihm geht es um den Spaß an der Gartenarbeit. Und die findet er auch nicht besonders anstrengend oder lästig. Ein echter Gartenliebhaber eben.

Safran selbst ernten

Ein anderes Versuchsprojekt: Safran. Dazu hat Jan Wüllner sich Samen für eben diese spezielle Krokus-Art bestellt, aus deren Blüten die Safranfäden gezogen werden können. Man darf gespannt sein, was im nächsten Jahr kommt.

>>> Hintergrund:

- Wer häufig grillt, isst gesund, ist Jan Wüllner überzeugt. Denn das Fleisch wird im Grunde ohne Fett zum Braten zubereitet.

- Vor allem beim indirekten Grillen wird das Grillgut schonend zubereitet: Grundvoraussetzung ist ein Grill mit Deckel. Bei geschlossenem Deckel steigt die Hitze der Glut auf und wird vom Deckel und den Seitenwänden des Grills abgestrahlt – vergleichbar mit einem Backofen. Das Grillgut wird bei konstanter, meist niedriger Temperatur über einen längeren Zeitraum schonend gegart.

- Für das indirekte Grillen werden bei einem Kohlegrill die glühenden Kohlen rechts und links platziert, die Mitte des Kohlerosts bleibt frei. Das Fett tropft nicht in die Glut. Es entstehen wesentlich weniger gesundheitsgefährdende Stoffe.

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