Schule

Grundschule Berge hofft auf rettende Idee in letzter Minute

Hinter der Luziaschule laufen die Arbeiten für die neue Kita in Berge. Mit Schmunzeln wird die Aufschrift des Lkw verfolgt: „Es würde uns reichen, wenn wir nur die Container versetzen könnten und nicht gleich das ganze Dorf“, so ein Schüler.

Hinter der Luziaschule laufen die Arbeiten für die neue Kita in Berge. Mit Schmunzeln wird die Aufschrift des Lkw verfolgt: „Es würde uns reichen, wenn wir nur die Container versetzen könnten und nicht gleich das ganze Dorf“, so ein Schüler.

Foto: Privat

Berge.   Über eine ungewöhnliche Idee finanzierte die Luziaschule Berge in den letzten Jahren zusätzliche Leistungen. Jetzt steht das Projekt vor dem Aus.

Findet sich in letzter Minute doch noch ein neuer Standort? Friedhelm Baumhöfer, Leiter der Luziaschule in Berge, würde sich darüber sehr freuen – und mit ihm hoffen das die Kinder der Grundschule. Bisher aber hat sich kein Platz gefunden, auf dem die Papiercontainer der Schule künftig stehen könnten. Damit entfällt eine wichtige Einnahmequelle, aus der in den letzten Jahren viele freiwillige Leistungen finanziert werden konnten.

In den letzten 20 Jahren förderten die Container nicht nur den Recycling-Gedanken, sondern brachten der Luziaschule durch den Weiterverkauf des gesammelten Papiers auch eine fünfstellige Summe ein. Daraus wurden zum Beispiel Pausenspielgeräte oder besondere Unterrichtsmaterialien bezahlt – „wir haben auch nie Bastelgeld von den Eltern einsammeln müssen“, sagt Baumhöfer.

Nutzung wertvoller Ressourcen

Auch Firmen und Privathaushalte werden den Wegfall der Papiercontainer zu spüren bekommen: Die Entsorgung auch größerer Mengen Papier und Pappe konnte von ihnen bislang jederzeit regelmäßig eingeplant werden. Jetzt müssen die Papiercontainer hinter der Schule verschwinden. Denn die Fläche wird für den Neubau der Kindertagesstätte benötigt.

Trotz monatelanger Suche nach einem alternativen Stellplatz gibt es im Schuleinzugsgebiet in Berge, Calle und Grevenstein keine andere öffentliche Fläche für die Papiercontainer. Die Aluminiumsammlung musste ebenfalls vor Kurzem eingestellt werden. In jeder Klasse hing zuvor ein Magnet, mit dem jedes Kind testen konnte, ob etwas in den Alu-Container gehörte oder nicht. Der Recycling-Gedanke mit der Nutzung wertvoller Ressourcen spielt an der Schule eine wichtige Rolle. Das geht auch weiter: Kostenlos werden auch weiterhin leere Batterien gesammelt – schließlich seien in vielen Geschäften die Sammelbehälter oft überfüllt.

Standortideen gesucht

Allen bisherigen Unterstützern dankt die Schule: Nur mit Akzeptanz der Nachbarn und tatkräftigen Hilfe einiger Kooperationspartner konnten die Sammlungen durchgeführt werden. Rektor Baumhöfer weist auf das Angebot des Schützenvereins Calle hin: Die Jungschützen bieten dort an, möglichst gebündeltes Papier an ihrer Sammelstelle abzugeben. Sollte sich doch kurzfristig jemand mit einer neuen Standortidee finden: Bitte in der Luziaschule melden!

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