Tanken

Günstig tanken in Meschede: So sparen Fahrer an der Tanke

  Tankstelle Steden in Meschede-Enste. 

  Tankstelle Steden in Meschede-Enste. 

Foto: Ilka Trudewind

Meschede.  Die Spritpreise in Meschede liegen stets nah zusammen. Warum ist das so und wie können Autofahrer an der Tankstelle dennoch sparen?

Die Spritpreise in Meschede liegen immer dicht zusammen. Wie kann man trotzdem sparen? Eine Analyse.

Im Stadtgebiet gibt es sechs Tankstellen - die beiden Aral-Tankstellen an der Warsteiner und Briloner Straße, Raiffeisen in der Gartenstadt, Kaiser im Schwarzen Bruch, Steden und Grüne in Enste. Eine siebte wird bald an der Autobahnauffahrt hinzukommen. Hier entsteht eine Aral-Tankstelle. Hinzu kommen die drei Tankstellen in Freienohl (Noeke, Aral und Grüne) und Habitzki in Eversberg.

Auffällig ist, dass Steden, Grüne, Kaiser und Raiffeisen preistechnisch stets zusammenliegen. Oft haben sie sogar denselben Preis. Allerdings ändert sich der Preis ständig: „Zehn Änderungen oder mehr am Tag sind keine Seltenheit“, sagt Boris Sittig, Mitglied der Geschäftsleitung der Briloner Kaiser Mineralöl und Tankstellen GmbH. Änderungen werden durch ein automatisches Preissystem angepasst.

Kaiser betreibt die Tanke im Schwarzen Bruch. „Grundsätzlich reagieren wir nur auf die Preise der Farben-Gesellschaften wie Aral oder Shell und da verfolgen wir die Strategie immer einen Cent günstiger zu sein“, sagte Sittig. In Meschede sei das Aral, in Bredelar die Jet-Tankstelle. So ist auch zu erklären, warum die Aral-Tankstellen an Briloner und Warsteiner Straße häufig zu den teuersten Anbietern gehören.

Bei der Preisgestaltung spielen für Aral nach eigenen Angaben die „Wettbewerbssituationen und die Preisphilosophie der einzelnen Anbieter vor Ort“ eine Rolle. „Wir müssen natürlich einen wettbewerbsgerechten Preis bieten, sonst kommen die Kunden nicht an die Station“, erklärte Aral-Pressesprecher Detlef Brandenburg gegenüber dieser Zeitung. Inwieweit die neue Aral-Tankstelle in Enste die Preise beeinflussen wird, bleibt abzuwarten.

So viele Diskussionen

Vor zwei Jahren traf auch Immo Steden, Betreiber der gleichnamigen Tankstelle am Schneidweg im Enste, eine Preis-Entscheidung. „Ich musste hier schon so viele Diskussionen mit Kunden führen, die fragten, warum denn der Sprit bei der anderen Tankstelle einen Cent günstiger sei als bei uns. Das waren wir leid. Deshalb haben wir damals entschieden: Wir sind immer die günstigsten.“ Die Preisanpassung läuft auch hier automatisch. Sobald die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe einen günstigeren Preis der umliegenden Tankstellen meldet, reagiert das Steden-System und korrigiert den Preis. Viele Male am Tag. Das sei kein Vergleich mehr zu früher, so Steden. Seine Tankstelle gibt es seit 1989, tanken ist dort per Kundenkarte möglich. „Damals war der Spritpreis auch mal über Wochen stabil.“

Teuer zwischen 6 und 8 Uhr

Wie können Autofahrer also sparen? Indem sie zur richtigen Zeit an der Zapfsäule stehen. Das ist zumindest das Ergebnis einer ADAC-Untersuchung: Der Kraftstoff ist morgens zwischen 6 und 8 Uhr am teuersten. Am günstigsten ist Tanken zwischen 18 und 22 Uhr. Weitere Zeitfenster liegen laut ADAC zwischen 9 und 10, 12 und 13, 15 und 16 Uhr. „Damit hat sich die Tagesverlaufskurve im Vergleich zu den Vorjahren erneut verändert, bislang gab es tagsüber nur zwei Preissprünge. Mittlerweile hat sich am Vormittag eine zusätzliche Preiserhöhung durchgesetzt“, so Pressesprecher Thomas Müther. Basis der Untersuchung waren die Preise der 14.000 deutschen Tankstellen im Mai 2019.

Boden kontaminiert – Bauarbeiten verzögern sich

  • Ergebnisse der ADAC-Studie: Wer abends tankt, zahlt etwa drei Cent je Liter weniger als im Tagesmittel und 7,5 Cent weniger als am Morgen. Autofahrer, die diese Erkenntnisse beim Tanken berücksichtigen, können bei einer Tankfüllung von 50 Litern Benzin somit 3,75 Euro sparen. Die Preisunterschiede können im Tagesverlauf durchaus 10 bis 20 Cent pro Liter ausmachen.
  • Der Bauarbeiten an der Kaiser-Tankstelle in Meschede haben sich verzögert, weil eine unerwartet hohe Menge an Beton entfernt werden musste. „Zudem war der Boden in einem Bereich von ca. 30 qm bis zu einer Tiefe von gut einem Meter leicht mit Kraftstoff kontaminiert“, so Boris Sittig von der Kaiser Mineralöl GmbH. Dieser musste entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Die Arbeiten sollen in zwei Wochen abgeschlossen sein. Zwei Fahrbahnen sind ab heute wieder frei.

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