Polizei

Hintergründe zum Tod an der Autobahnbrücke bei Nuttlar

Die Leiche, die auf der B 7 bei Nuttlar entdeckt wurde, ist von der Polizei identifiziert worden.

Die Leiche, die auf der B 7 bei Nuttlar entdeckt wurde, ist von der Polizei identifiziert worden.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Nuttlar.  Die Polizei in Meschede hat die Leiche, die am Morgen an der B 7 bei Nuttlar entdeckt wurde, identifiziert. Und: Es gibt auch ein zweites Opfer.

Die Leiche, die am Morgen auf der Bundesstraße 7 zwischen Nuttlar und Antfeld entdeckt wurde, ist von der Polizei in Meschede identifiziert worden. Es handelt sich um eine Frau. „Wir gehen von einem Suizid aus“, sagt Polizeisprecher Holger Glaremin. Mehr teilt die Behörde mit Rücksicht auf die Angehörigen nicht mit.

Busfahrer überrollte Tote

Die Frau hatte sich von der Bermecke-Brücke aus in die Tiefe gestürzt. Die Brücke, die an dieser Stelle 50 Meter hoch ist, überspannt auf 624 Metern das Ruhrtal, einschließlich der B 7, der Bahnlinie und der Ruhr. Sie ist der neue Zubringer zur A 46. Um 6.08 Uhr war bei der Leitstelle der Polizei in Meschede ein Notruf eingegangen. Besonders furchtbar: Im Grunde gibt es ein zweites Opfer. Denn ein Busfahrer hatte nach Informationen dieser Zeitung die auf der Straße liegende Tote noch überrollt. Fahrgäste waren nicht im Bus. Der Bus gehört zu einem Arnsberger Unternehmen. Über mehrere Stunden waren zwei Notfallseelsorger am Freitag mit vor Ort. Sie kümmerten sich auch um den Busfahrer.

Die Straße wurde bis 8.30 Uhr gesperrt.

Hilfe für Betroffene

Wir berichten in der Regel nicht über Suizide. In diesem Fall gilt eine Ausnahme, weil er sich in aller Öffentlichkeit ereignet hatte. Wer selbst an Suizid denkt oder gefährdete Menschen kennt, sollte umgehend ärztliche Hilfe suchen. Hilfsangebote bietet beispielsweise die Telefonseelsorge, zu erreichen unter Telefon 0800/1110111 oder 0800/1110222.

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