Natur

Im Kampf gegen Borkenkäfer im HSK helfen jetzt die Ranger

Die Ranger müssen ihre normalen Aufgaben zurückstellen. Im Kampf gegen den Borkenkäfer werden alle Kräfte gebraucht.

Die Ranger müssen ihre normalen Aufgaben zurückstellen. Im Kampf gegen den Borkenkäfer werden alle Kräfte gebraucht.

Foto: Klaus-Peter Kappest / Rothaarsteig e.V.

Hochsauerlandkreis.  Die Ranger müssen ihr Aufgaben als Naturvermittler zurückstellen. Im Kampf gegen den Borkenkäfer werden alle Kräfte gebraucht.

Die trockenen Sommer der letzten Jahre und die Massenvermehrung der Borkenkäfer haben zu großflächigem Ausfall bis hin zum Totalausfall der Fichte in Südwestfalen geführt. Diese dramatische Lage in den Wäldern Südwestfalens und die damit verbundene Notwendigkeit hier tätig zu werden, um dem Waldbesitz bei der Bewältigung dieser sehr schwierigen Situation personell und finanziell zu helfen, ruft den unterstützenden Einsatz der Ranger Südwestfalen auf den Plan.

Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW setzt seit 2003 erfolgreich Ranger in Südwestfalen ein. Im Rahmen der Betreuung vorhandener Prädikats-Wanderwege (Rothaarsteig seit 2003, Sauerland-Waldroute und Sauerland-Höhenflug seit 2009) vermitteln die Ranger zwischen den Interessen der Besucherinnen und Besucher, der ortsansässigen Bevölkerung und der Waldbesitzer zum Schutz der Natur. Aufgaben der Ranger sind unter anderem Pflege der Infrastruktur-Einrichtungen, Information der Bevölkerung über den Wald, seine Funktionen und seine Tiere, sowie die Durchführung von Waldführungen und Umweltbildungsangeboten nach speziellen Themengebieten.

Effiziente Zusammenarbeit

Um die Waldbesitzenden und Revierförsterinnen und -förster bei der Bewältigung der Borkenkäferkatastrophe zu unterstützen, nehmen die Ranger ab sofort Tätigkeiten in der Förderung (Antragsverfahren, Flächen- und Holzmengenerfassung und Führen von Nachweisen etc.) wahr.

Zur effizienten Zusammenarbeit und Umsetzung der Maßnahmen haben alle Ranger bereits die im Rahmen dieser Tätigkeiten notwendige EDV– Ausstattungen persönlich durch den neuen Fachbereichsleiter IV Hoheit, Schutzgebiete, Umweltbildung, Wald und Holz NRW, Dr. Gero Hütte-von Essen erhalten. „Wald und Waldbesitzer sind in einer ungeahnten Krisensituation. Es ist wichtig, jetzt alle Kräfte darauf zu konzentrieren“ betonte Dr. Hütte-von Essen und erklärte damit, warum die Ranger ihre wichtigen Standardaufgaben vorerst nicht wahrnehmen können.

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