Pflege

Immer mehr Arbeit für Caritas-Sozialstation Eslohe

Daniela Drendel, Leiterin der Caritas-Sozialstation Eslohe, in ihrem neuen Büro im  Kurhaus. Mit 21 Fahrzeugen schwärmen ihre Kollegen aus, um ältere und hilfsbedürftige Menschen zu pflegen, zu betreuen und ihnen zu helfen.

Daniela Drendel, Leiterin der Caritas-Sozialstation Eslohe, in ihrem neuen Büro im Kurhaus. Mit 21 Fahrzeugen schwärmen ihre Kollegen aus, um ältere und hilfsbedürftige Menschen zu pflegen, zu betreuen und ihnen zu helfen.

Foto: Frank Selter

Eslohe.   Für die Sozialstation in Eslohe gibt es immer mehr Arbeit. Die Fäden laufen jetzt im Kurhaus zusammen.

Mehr als 20 Jahre war die Caritas-Sozialstation im Störmanns Hof in Eslohe untergebracht - in zwei Büroräumen für inzwischen sechs Verwaltungsmitarbeiter. „Da war es zuletzt schon ganz schon eng und turbulent“, sagt Pflegedienstleiterin Daniela Drendel.

„Dagegen ist das hier jetzt der pure Luxus“, ergänzt sie und lacht. Neben der Tagespflege und dem Begegnungs-und Informationscentrum CariBIC ist nun auch die Sozialstation im Kurhaus an der Kupferstraße zu finden. Und das freut Daniela Drendel und ihre Kollegen gleichermaßen.

Seit 15 Jahren ist Drendel bereits bei der Sozialstation tätig. In diesem Zeitraum hat sich eine ganze Menge getan. „Als ich damals angefangen habe, haben wir etwa 70 Klienten betreut. Heute sind es bis zu 280 Menschen, um die wir uns von hier aus kümmern.“ Entsprechend ist auch die Zahl der Mitarbeiter gestiegen - 38 sind es inzwischen in der Pflege, 18 weitere kommen als Alltagsbegleiter hinzu.

„Damit sind wir sehr gut aufgestellt“, sagt Drendel und spricht von einer „großen Zufriedenheit und Motivation bei den Mitarbeitern“. Der Pflegeberuf sei keineswegs so unattraktiv wie viele meinen, sagt sie. Zumindest könne sie das für den Caritas-Verband Meschede sagen.

Palliativpflege kommt besondere Bedeutung zu

In den inzwischen vier Büros samt großem Flur und Besprechungsraum im Kurhaus laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Hier finden Mitarbeiterbesprechungen und Klientengespräche statt. Mit 21 Fahrzeugen schwärmt die Sozialstation inzwischen aus, um ältere und hilfsbedürftige Menschen zu Hause zu pflegen, zu betreuen und ihnen zu helfen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei inzwischen der Palliativpflege zu - also der umfassenden Pflege, die bei Patienten angewandt wird, bei denen kaum oder keine Aussicht auf Heilung besteht.

Dazu gehört auch die Begleitung und Unterstützung der Angehörigen. „Hier ist die Nachfrage deutlich gestiegen“, sagt Daniela Drendel. Entsprechend gebe die Sozialstation hier bereits seit Monaten richtig Gas. „Für viele Menschen ist dieses Thema beängstigend“, so Drendel.

Eine enorme Entlastung

Dabei sei die Palliativpflege wirklich eine gute Sache und eine enorme Entlastung. 29 dieser Begleitungen haben allein im vergangenen Jahr stattgefunden. Tendenz steigend. Drendel weiß: „Diese Arbeit ist sicherlich nicht für jeden etwas.“ Was sie aber auch weiß: „Die Kolleginnen, die diese Aufgaben nach einer speziellen Ausbildung übernehmen, sprechen von einer Bereicherung“. Im vergangenen Jahr seien zwei Kolleginnen ausgebildet worden, in diesem Jahr werden es sogar drei sein. Im Zusammenhang mit der Palliativpflege lobt sie vor allem auch die gute Zusammenarbeit mit den Hausärzten und dem Palliativ-Netzwerk HSK.

Eine große Gemeinschaft

Ebenso wie Jennifer Klagges vom Begegnungs- und Informationscentrum CariBIC schwärmt auch Drendel von den neuen Möglichkeiten, die der Umzug ins Kurhaus mit sich gebracht hat. Wie bereits berichtet, hat die Sozialstation einen Teil der Beratung an das CariBIC abgegeben - etwa die Beratung bei der Beantragung oder Höherstufung des Pflegegrades, bei Anträgen für die Anschaffung von Hilfsmitteln und bei Widersprüchen. Und auch die Zusammenarbeit mit den Bewohnern des neuen nachbarschaftlichen Wohnprojektes sei hervorragend. „Wir wachsen zusammen“, sagt Drendel.

Und eine Gemeinschaft sei man schon seit einem dreiviertel Jahr, nachdem das erste Treffen zwischen sämtlichen Mietern des Kurhauses stattgefunden hat. „Das ist schon eine tolle Sache hier“, sagt Drendel. Besonders toll sei übrigens auch, dass man endlich das Fenster aufmachen und trotzdem telefonieren könne. Das sei bei dem Verkehrslärm an der Hauptstraße nicht drin gewesen.

Sicherheit rund um die Uhr

Zu den Leistungen der Caritas-Sozialstation in Eslohe zählt unter anderem: die häusliche Kranken- und Altenpflege, die Palliativpflege, die Verhinderungs- und Urlaubspflege, die hauswirtschaftliche Versorgung und die häusliche Betreuung Demenzkranker und Sterbebegleitung.

Außerdem gibt es als Ergänzung zum Telefon einen Hausnotruf. Per Knopfdruck kann man sich mit der Zentrale verbinden lassen. So haben Senioren und Hilfsbedürftige zu Hause rund um die Uhr Sicherheit - auch im Notfall.

Pflegeberatung und -anleitung für Familienmitglieder, Hauspflegekurse, Gesprächskreise für pflegende Angehörige, Nachmittagsbetreuung und Demenzbetreuung sowie die Schulung Ehrenamtlicher gehören ebenfalls zum Aufgabenbereich.

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