Europawahl

CDU verliert im HSK drastisch - SPD knapp vor Grünen

Vizelandrat Ferdi Lenze und Landrat Dr. Karl Schneider verfolgen die Wahlergebnisse im Kreishaus.

Vizelandrat Ferdi Lenze und Landrat Dr. Karl Schneider verfolgen die Wahlergebnisse im Kreishaus.

Meschede/Eslohe/Bestwig/Schmallenberg.   Die Wahllokale zur Europawahl haben geschlossen. In Meschede, Eslohe, Bestwig und Schmallenberg wird ausgezählt. Hier eine Übersicht.

Alle Wahlbezirke im Hochsauerlandkreis sind ausgezählt. Zuletzt fehlte ein Ergebnis aus Meschede - seit 20.45 Uhr sind alle Daten komplett. Hier sind Ergebnisse und Reaktionen.

Im Kreishaus verfolgte der CDU-Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg die Ergebnisse. Sensburg sprach von einem „sehr schlechten Ergebnis“ für die Union, Er sagte, die CDU „biete keine Alternative an“: Etwa beim Thema Klima: „Wir sind nicht klar genug in unseren Aussagen und bei den Lösungen.“ Seine Lehre aus der Wahl: „Wir müssen unsere Positionen klarer machen.“

Ergebnisse aus den Kommunen

Als erste heimische Kommune hatte die Gemeinde Bestwig ein Endergebnis gemeldet: Die CDU kommt demnach auf 45 Prozent. SPD: 19,4 Prozent. Grüne: 12,4 Prozent. AfD: 6,6 Prozent. FDP: 5,4 Prozent.

Es folgte die Gemeinde Eslohe: CDU: 54,7 Prozent. SPD: 11,8 Prozent. Grüne: 11,7 Prozent. AfD: 4,8 Prozent. FDP: 8,2 Prozent.

Die Stadt Schmallenberg: CDU: 51,1 Prozent. SPD: 13,1 Prozent. Grüne: 14,5 Prozent. AfD: 5,9 Prozent. Linke: 2,1 Prozent. FDP: 6,5 Prozent.

Die Stadt Meschede: CDU: 43,0 Prozent. SPD: 16,7 Prozent. Grüne: 16,3 Prozent. Afd: 6,7 Prozent. Linke: 3,1 Prozent. FDP: 6,3 Prozent.

Der HSK gesamt: CDU: 41,6 Prozent. SPD: 17,1 Prozent. Grüne: 16,0 Prozent. Afd: 7,4 Prozent. Linke: 2,8 Prozent. FDP: 6,8 Prozent.

Hohe Wahlbeteiligung

Es wurde in den vier heimischen Kommunen insgesamt mit einer höheren Wahlbeteiligung gerechnet. Sie lag im Schnitt bei mehr als 61 Prozent.

Latrop in der Stadt Schmallenberg war der erste Wahlbezirk, der im heimischen Raum ausgezählt worden war. In dem Dorf holt die CDU 59 Prozent. Die SPD liegt bei 9 Prozent. Die Grünen erreichen 11 Prozent. Die AfD kommt auf 13 Prozent. Die FDP bekommt nur knapp 4 Prozent.

Vor fünf Jahren hatte die CDU bei der Europawahl deutlich vorn gelegen. Sie verbuchte 50,3 Prozent der Stimmen. Die SPD folgte mit 27,5 Prozent. Die Grünen hatten 5,8 Prozent. Die FDP kam auf 4,6 Prozent. Die AfD erzielte 4,6 Prozent. Die Linke verbuchte 3,1 Prozent. Stark aufgesplittert waren die Sonstigen mit 5,1 Prozent.

Aufruf des Landrats im Vorfeld

Landrat Dr. Karl Schneider hatte im Vorfeld alle Wahlberichtigten im Hochsauerlandkreis dazu aufgerufen, an der Europawahl teilzunehmen: „Am Sonntag, 26. Mai, wählen wir auch in Deutschland unsere Vertreter für die Europäische Union. Nutzen Sie Ihre Stimme und gehen Sie wählen!“

Im Hochsauerlandkreis konnten etwa 200.000 Wahlberechtigte eine von 40 Partei-Listen auf dem 94 Zentimeter langen Wahlzettel ankreuzen. Bei der Europawahl gab es rund 12.000 Erstwähler. Eine der ältesten Wählerinnen war eine 100-Jährige an ihrem Geburtstag in der Gemeinde Bestwig. Am Wahltag waren 261 Wahllokale in den zwölf Städten und Gemeinden des Kreises von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Präsentation im Kreishaus

Interessierte können sich über die Homepage www.hochsauerlandkreis.de oder die kostenlose App „VoteManager“ informieren.

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