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In Riffelmanns Senfmühle wird alles in Handarbeit gefertigt

Senfmüller Martin Riffelmann in Schmallenberg

Senfmüller Martin Riffelmann in Schmallenberg

Foto: Carmen Bunse

Gleidorf.  Martin Riffelmann stellt seit 2016 eigenen Senf in Gleidorf her. Die heutige Senfmanufaktur ist eigentlich ein altes Bienenhaus.

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In Deutschland gibt es nur noch wenige Senfmühlen, die auf altbewährte Weise qualitativ hochwertigen Senf herstellen. Im gesamten HSK gibt es davon genau einen: Martin Riffelmann. In seiner Senfmühle in Gleidorf zaubert der Senfmüller, unter Verwendung natürlicher Aromen und mit viel Liebe, wahre Geschmackswunder.

Wie lange gibt es Ihren Senf bereits?

Wir haben unsere Manufaktur im August 2016 in Betrieb genommen und haben den Senf damals auf der Schmallenberger Woche erstmalig vorgestellt. Die Idee war jedoch vor über 10 Jahren schon präsent. Es gab in mir einfach das Bedürfnis gute Lebensmittel herzustellen und damit ein ganz anderes Produkt zu erzeugen, als die industrielle Ware aus Großproduktionen. Damit wollte ich ein kleines Ausrufezeichen setzen, denn Senf aus eigener Produktion ist im Sauerland mau. Von der Idee zur Umsetzung, hat es allerdings einige Zeit gedauert. Über eineinhalb Jahre haben die gesamten Planungen und die Umbauten der Senfmühle in Anspruch genommen.

Was haben Sie umgebaut?

Die heutige Senfmanufaktur ist eigentlich ein altes Bienenhaus. Sie steht auf dem Grundstück des

Elternhauses meiner Großmutter und wurde in den 40er-Jahren von den Geschwistern meiner Großmutter gebaut. Bis in die 60er -Jahre wurde in der Hütte geimkert, bevor sie nach und nach erst in eine Scheune und zuletzt als Aufbewahrungsraum für Gartengeräte und Werkzeuge überging. Zusammen mit meiner Familie und meinen Freunden habe ich die Hütte dann wieder auf Vordermann gebracht. Wir haben ein neues Fundament gegossen und Strom- und Wasserleitungen gelegt. Nach weiteren Schönheitskorrekturen wurden die beiden je 300 Kilo schweren Granitwalzen als Herzstück in der Hütte platziert.

Das klingt nach einem spannenden Projekt. Wie viele Sorten Senf produzieren Sie mittlerweile?

Unser Sortiment besteht aus sechs Sorten. Es kommen aber immer wieder neue Ideen, wie wir unser Sortiment erweitern könnten. Das fasziniert mich. Ich kann mit Geschmacksrichtungen spielen, wenn ich die richtigen Gewürze habe.

Wenn Sie eine neue Idee haben, wie lange dauert es, bis sie Ihren fertigen Senf in den Händen halten?

Die Neuentwicklung einer Sorte kann 1,5 bis 2 Jahre dauern. Oft mache ich den Senf so, wie er mir schmeckt. Habe ich dann die richtige Mischung gefunden, so verteile ich den Senf an Testpersonen - denn was nützt es mir, wenn ich begeistert bin, aber 80 Prozent der Tester sagen: „Ey, Riffelmann, das geht nicht.“ Auch die Produktion dauert einige Tage, denn die Maische, die aus Wasser, Essig, Salz und natürlich den Senfkörnern besteht, braucht einige Tage, um während eines Enzymprozesses Ihre senftypische Schärfe und den Geschmack zu entfalten.

Welche Sorte ist der Bestseller?

Die drei Basissenfe, mit denen wir auch angefangen haben, produzieren wir am meisten. „Der grobe Westfale“, „die süße Sauerländerin“ und „der mittelscharfe Müller“.

Gibt es saisonale Schwankungen im Absatz?

Überraschender Weise konnte ich noch keine saisonalen Schwankungen erkennen. In der Grillsaison wird natürlich vermehrt Senf gegessen, aber wenn es draußen kälter wird, haben die Menschen auch Lust auf deftiges Essen.

Was ist das Besondere?

Die Herstellung. Unsere Senfe werden noch mit dem traditionellem Kaltmahlverfahren wie vor 1000 Jahren hergestellt. Dabei werden die Zutaten unter den beiden Granitsteinen über einen Tag lang, mit nur wenigen Umdrehungen pro Minute, gemahlen. So erhitzt sich das Mahlgut nicht und wir können den vollen Geschmack im Glas garantieren. Zudem ist bei uns alles Handarbeit mit viel Liebe zum Detail. Wir haben die für uns beste Methode gefunden und füllen den Senf von Hand mit einem Wurstfüller in die Gläser ein, verschrauben sie von Hand und kleben sogar selber die Etiketten auf. Natürlich wird jedes einzelne Glas mit einem professionellen Blick geprüft.

Was kostet der Senf?

Ein Glas mit (174 Milliliter) kostet zwischen 5,90 und 7,90 Euro je nach Sorte.

Wo kann man den Senf kaufen?

Viele Einzelhändler haben unseren Senf im Sortiment. Zudem kann bei uns auch online bestellt werden. Ein besonderer Tipp ist die Sauerländer Senfkruste, in der unser Senf raffiniert von der Bäckerei Dommes in leckeres Brot verwandelt wird. Zur Grillsaison empfehle ich zudem den Senfgriller von Merte. Wen Senf genauso fasziniert, der kann uns gerne unterstützen, denn wir suchen noch einen Senfnomaden.

>>>> GEWINNSPIEL

Gemeinsam mit unseren Partnern verlosen wir nahezu täglich Produkte aus dem Sauerland.


Heute: 3x2 Senfgläser von Riffelmann-Senf aus Schmallenberg.

Einfach Mitmachen:
Mail mit Namen und Adresse schreiben an gewinnspiel-schmallenberg@westfalenpost.de.
Betreff: Senf.
Einsendeschluss: Samstag, 7. Dezember, 12 Uhr.

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