Forstwirtschaft

Inventur in den Wäldern von Salwey ist beendet

Nils Weinbrenner (Wald und Holz NRW, Revierleiter Salwey) Jörg-Detlef Meißner (Wald und Holz NRW) und Martin Steilmann (Forstplanungsbüro Bernhard Heuer) (von links) bei der Arbeit im Wald.

Nils Weinbrenner (Wald und Holz NRW, Revierleiter Salwey) Jörg-Detlef Meißner (Wald und Holz NRW) und Martin Steilmann (Forstplanungsbüro Bernhard Heuer) (von links) bei der Arbeit im Wald.

Foto: Wald und Holz NRW

Salwey.   Mehr als ein Jahr hat die Inventur in den Salweyer Wäldern gedauert. Jetzt liegen die Ergebnisse vor - und die sind nicht nur erfreulich.

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Die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Salwey können jetzt ihr neues Forstbetriebswerk entgegennehmen. Es umfasst 1873 Hektar Wald zwischen Ober- bzw. Niedersalwey im Norden und Cobbenrode im Süden.

Über ein Jahr haben die Mitarbeiter des Forstplanungsbüros Bernhard Heuer aus Sundern-Linnepe, das mit den Aufnahmen betraut worden war, unter Federführung der Förster von Wald und Holz NRW jeden einzelnen Baumbestand in Augenschein genommen, vermessen und schließlich einen Bewirtschaftungsvorschlag erarbeitet.

Ein Ausnahmejahr

Das nun vorliegende Planungswerk gibt Aufschluss über die Verhältnisse im Wald und Handlungsempfehlungen, so dass den Eigentümern die Möglichkeit eröffnet wird, ihre forstwirtschaftlichen Maßnahmen für die nächsten zehn Jahre zu planen. Gezielt geht es unter anderem darum, wie viel Holz geschlagen werden kann und wo der Wald verjüngt werden sollte.

Herausforderungen durch Klimawandel

„Natürlich muss dabei auch auf die Herausforderungen des Klimawandels eingegangen werden“, betont Olaf Ikenmeyer, der für den Privatwald zuständige Fachgebietsleiter des Regionalforstamtes Oberes Sauerland. 2018 sei jetzt schon ein forstliches Ausnahmejahr.

Gerade die Frühjahrsstürme Burglind und Friederike und besonders der Trockensommer hätten schmerzlich gezeigt, dass der Klimawandel nicht vor unseren Wäldern haltmacht. Von den fehlenden Niederschlägen seien zwar alle Baumarten betroffen, besonders schwer hätte es aber vor allem die Fichte getroffen.

Risiko auf mehrere Baumarten verteilen

Mittlerweile sei diese Nadelbaumart durch die Trockenheit so stark geschwächt, dass sie den durch den warmen Sommer begünstigten Borkenkäfern nichts entgegensetzen konnte und viele Fichten abstarben. „Bei der Auswahl der Baumarten und der Pflege der heimischen Wälder müssen nun mehr denn je der Klimawandel und seine Folgen Berücksichtigung finden.“ Die Fachleute möchten den Risiken mit strukturreichen Mischwäldern und klimastabilen Baumarten begegnen. „Auch dabei besteht zwar ein Risiko, dieses wird aber auf mehrere Baumarten verteilt.“

Die richtige Mischung

Förster Nils Weinbrenner achtet deshalb stets darauf, die richtige Mischung und Struktur zu schaffen, damit die nächste Baumgeneration möglichst gut an die veränderten Niederschlags- und Temperaturverhältnisse angepasst ist und der Wald der FBG Salwey auch künftig eine verlässliche Einnahmequelle für die Waldbesitzer und Rückgrat der Holzversorgung der heimischen Sägeindustrie darstellt. „Gleichzeitig“, ergänzt Weinbrenner, „dürfen neben der Holznutzung auch die Bereiche Naturschutz und Erholung nicht außer Acht gelassen werden, denn auch diese Funktionen sollten die Wälder zwischen Leckmart und Homert langfristig und nachhaltig erfüllen.“

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