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Jägerschaft im HSK hat afrikanische Schweinepest im Fokus

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Von links: Alexander Lenze (1. Vorsitzender), Eduard Varnhagen, Julia Wulf, Werner Hartmann, Hermann-Josef Maurer (Stellvertretender Vorsitzender).

Von links: Alexander Lenze (1. Vorsitzender), Eduard Varnhagen, Julia Wulf, Werner Hartmann, Hermann-Josef Maurer (Stellvertretender Vorsitzender).

Foto: Privat

Remblinghausen.  Auf der Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft im HSK werden Probleme, aber auch positive Entwicklungen debattiert. Mit diesen Ergebnissen.

In Remblinghausen hielt die Kreisjägerschaft Hochsauerland neulich ihre Jahreshauptversammlung ab. Deren Vorsitzender Alexander Lenze eröffnete die Versammlung, unterstützt wurde er dabei von den Jagdhornbläsern des Hegerings Remblinghausen, die die Veranstaltung musikalisch begleiteten.

Jahresplanung beeinträchtigt

Lenze bilanzierte, dass auch im vergangen Jahr coronabedingt die Jahresplanung stark beeinträchtigt war. Die größte Aufgabe des im vergangenen Jahr neu aufgestellten Vorstands war allerdings die Mitgliederverwaltung. Mit etwa 3100 Mitgliedern zählt die Kreisjägerschaft zu einen der größten in NRW.

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Es galt nicht nur den neueingeführten Jagdbeitrag von den Mitgliedern einzuziehen. Des Weiteren wurden in der Vergangenheit die gesamten Mitgliedsbeiträge durch die Hegeringe eingezogen und anschließend die Anteile für die Kreisjägerschaft, den Landesjagdverband und den Deutschen Jagdverband an die Kreisjägerschaft weitergeleitet.

Verfahren geändert

Dieses Verfahren wurde ebenfalls geändert, so dass die genannten Anteile durch die Mitglieder direkt an die Kreisjägerschaft zu entrichten sind. Lenze resümiert, dass trotz Informationen seitens der Kreisjägerschaft dies nicht immer verstanden wurde. Das hat somit zu erheblichen Extrakosten für Schriftverkehr und persönlicher, zeitlicher Mehraufwand im Vorstand geführt.

Hier galt Lenzes besonderer Dank an Elisabeth Wullenweber, die die Geschäftsstelle leitet. Der Jagdbeitrag bedeutet wie in der Vergangenheit gefordert Jägergeld in Jägerhand, wurde er doch zuvor als Jagdabgabe vom Land NRW eingezogen und unter anderem für jagdliche Projekt wieder zur Verfügung gestellt.

Projekte unterstützt

Diese Projekte werden nun mit dem Jagdbeitrag über den Landesjagdverband NRW unterstützt. Hiervon profitieren auch die von Hegeringen unterhaltenen Schießstände im HSK, wenn Ertüchtigungen anstehen. Diese Investitionen wären nur aus der Kreisjägerschaft oder den Hegeringen alleine nicht zu bewältigen, so Lenze.

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Im Blick auf die östlichen Bundesländer sensibilisierte Lenze noch mal die heimischen Jäger und Jägerinnen auf das Thema rund um die Afrikanische Schweinepest. Das Problem bleibt weiter ein Dauerbrenner.

Positive Nachrichten hingegen hatte Lenze bei dem Thema Wildtierrettung zu vermelden. Auch im Kreisgebiet kommen anlässlich der Grünlandmahd immer öfter Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Kitzsuche zum Einsatz. Viele Jäger leisten hier enorme Arbeit. Sie verhindern unnötiges Tierleid und unterstützen Landwirtschaft ihrerseits hochwertiges Tierfutter zu gewinnen. Die neue Technik erleichtert nicht nur die Arbeit, sondern hat in der Regel auch eine sehr hohe Erfolgsquote.

Berichte aus verschiedenen Bereichen

Dieses Jahr bekamen die Obfrau für das Jagdhundewesen, Marita Arens und der Obmann für Öffentlichkeitsarbeit, Ansgar Wulf die Gelegenheit aus ihren Bereichen zu berichten. Marita Arens konnte die stolze Anzahl von 50 Hundegespannen nenne, die im vergangenen Jahr bei der Kreisjägerschaft zur Brauchbarkeitsprüfung angetreten sind. Sie sensibilisiert vor allem die Revierinhaber darauf zu achten nur brauchbare Hunde in ihren Revieren einzusetzen. Ihr Dank gilt den Revierinhabern, die ihre Reviere für die Prüfungen und Prüfungsvorbereitung zur Verfügung stellen, diese machen die Jagdhundeausbildung und –prüfung erst möglich. Auch für die nächste Prüfungssaison blickt Arens auf einen Anmelderekord.

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Ansgar Wulf ging unter anderem auf die allgemeine Pressearbeit in der Kreisjägerschaft ein. Darüber hinaus berichtete er, dass auf der kürzlich stattgefundenen Jagd und Hund das „Wild Food Festival“ sehr gut von Nichtjägern angenommen wurde. Wildfleisch eignet sich auch für die heimischen Jäger sehr gut in die Öffentlichkeitsarbeit einzubinden. Er warb dafür, dass sich die heimischen Hegeringe mit Aktionen an den NRW Wildwochen im September beteiligen und so das hochwertige Lebensmittel Wildfleisch auch der nichtjagenden Bevölkerung schmackhaft zu machen.

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