Polizei

Kinder prügeln als Täter wahllos in Meschede auf Opfer ein

Zahlreiche Kinder und Jugendliche sammelten sich nach der Schlägerei vor Ort.

Zahlreiche Kinder und Jugendliche sammelten sich nach der Schlägerei vor Ort.

Foto: Ute Tolksdorf

Meschede.   Neue Details nach einer Schlägerei am Busbahnhof in Meschede: Die Täter waren noch Kinder. Ihr Motiv: Sie suchten Streit - mit Folgen.

Nach einer Schlägerei am Busbahnhof sind weitere Details bekannt geworden. Inzwischen geht die Polizei von folgendem, bemerkenswertem Ablauf aus: Drei Jugendliche suchen grundlos Streit und prügeln wahllos auf ihre Opfer ein - bis es zu schweren Verletzungen kommt.

Menschentraube am Tatort

Zugetragen hatte sich der Vorfall am Donnerstag gegen 14.30 Uhr: Als die Polizei eintraf, war bereits der Rettungswagen vor Ort und es hatte sich eine Menschentraube von etwa 30 Kindern und Jugendlichen am Tatort gebildet. Nach Angaben der Polizei war das erste Opfer zunächst nur geschubst worden und hatte darauf nicht reagiert, um keine weitere Aggression hervorzurufen. Im weiteren Verlauf schlugen und traten drei Täter dennoch auf drei Opfer ein.

Zwei von ihnen (jeweils 13) wurden leicht verletzt, einer schwer (14). Sie stammen aus Heidelberg und waren als Teil einer Gruppe in Meschede in der Oase der Abtei Königsmünster zu Gast. Bei den Schlägern handelt es sich nach Ermittlungen der Polizei um Mescheder - sie sind 12 und 13 Jahre alt und sind deutsche, türkische sowie irakische Staatsangehörige. Ob ein Streit zwischen Nationalitäten eine Rolle spielte, muss noch ermittelt werden.

Noch nicht strafmündig

Durch ihr Alter sind die Täter noch nicht strafmündig: Erst ab 14 Jahren könnten sie belangt werden. Die Polizei hat die Kinder daher nach Aufnahme der Personalien an ihre Eltern übergeben. Ermittelt wird formal trotzdem - wegen gefährlicher Körperverletzung.

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