Kultur

Kultur Pur befürwortet Erhalt des alten Bestwiger Stellwerks

Das Stellwerk am Bahnhof Bestwig ist eines der letzten Relikte der langjährigen Bahngeschichte des Ortes.

Das Stellwerk am Bahnhof Bestwig ist eines der letzten Relikte der langjährigen Bahngeschichte des Ortes.

Foto: Jörg Fröhling

Bestwig.   Angedacht ist, dass das historische Stellwerk am Bestwiger Bahnhof künftig für Veranstaltungen genutzt werden soll.

Der Bestwiger Verein Kultur Pur hat den Erhalt des ehemaligen Stellwerks am Bestwiger Bahnhof befürwortet und will sich an der Entwicklung eines Nutzungskonzeptes beteiligen. Das hat der Verein bei seiner Jahreshauptversammlung in der Ostwiger Bürgerkneipe „Kumm rin“ entschieden.

Bürgermeister Ralf Péus begrüßte gegenüber unserer Zeitung das Engagement des Kulturvereins ausdrücklich und geht davon aus, dass das Projekt auch bei der in Kürze anstehenden Jahreshauptversammlung der Dorfgemeinschaft Velmede-Bestwig Thema sein wird.

Symbolträchtiges Gebäude

Péus hatte in seiner Haushaltsrede einen Umbau des Stellwerkes vorgeschlagen. Angedacht ist, dass das historische Gebäude künftig für Veranstaltungen genutzt werden und zugleich als touristischer Info-Punkt dienen soll. „Dieses Gebäude ist eines der letzten Relikte der langjährigen Bahngeschichte von Bestwig“, erklärt der Kultur-Pur-Vorsitzende Jan Frigger. Daher sei es schade, wenn dieses symbolträchtige Haus verschwinde. Mitglieder des Vereins hatten es sich vor einigen Jahren schon einmal angesehen.

„Nach einer Umgestaltung könnte es zum Beispiel als Veranstaltungsort für Lesungen oder Kleinkunstveranstaltungen lukrativ sein“, so Jan Frigger. „Das Gebäude hat zweifellos seinen Reiz“, erinnert er sich noch an die Besichtigung. „Man hat von dort einen großartigen Rundumblick. Außerdem liegt es sehr zentral.“ Und vielleicht gewinne der Ort noch nach der Eröffnung des neuen Autobahnabschnittes, wenn es auf der jetzigen Bundesstraße ruhiger wird.

Bürgerbeteiligung gewünscht

Die CDU hatte sich nach kontroversen Diskussionen in den eigenen Reihen im Dezember ausdrücklich eine Bürgerbeteiligung gewünscht. Thema sei bei den internen Beratungen auch ein möglicher Abriss samt anderweitiger Nutzung des Areals oder lediglich eine Fassadenrenovierung gewesen, so CDU-Fraktionschef Winfried Gerold damals. Fakt sei: Im jetzigen Zustand könne das Stellwerk nicht bleiben.

SPD-Fraktionschef Paul Theo Sommer ging in der gleichen Sitzung noch ein Stück weiter. „Das alte Stellwerk kann ein Schmuckstück werden“, hatte er betont und die von der CDU gewünschte Bürgerbeteiligung ausdrücklich begrüßt. Allerdings dürfe das Projekt dabei nicht durch negative Stimmen zerredet werden. Das Stellwerk sei Teil der Bahnhistorie. Daher sei der SPD wichtig, dass das Gebäude nicht abgerissen wird.

Antrag auf Leader-Förderung

Umgesetzt werden soll die Umnutzung des Stellwerks als Leader-Projekt - eingebettet in das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept, in dessen Rahmen im April so genannte Bürgerwerkstätten starten. Auch dabei wird das Stellwerk Thema sein. Bevor ein entsprechender Antrag auf Leader-Förderung auf den Weg gebracht wird, wird sich der Rat allerdings noch einmal mit dem Projekt befassen. Gemeinde-Pressesprecher Jörg Fröhling geht davon aus, dass das im Sommer der Fall sein wird.

Vorfreude auf 30-jähriges Bestehen

Bei der Neuwahl des Vorstandes von Kultur Pur ist Burkhard Föckeler als zweiter Vorsitzender von der Versammlung ebenso einstimmig bestätigt wie die stellvertretende Geschäftsführerin Cordula Barg. Jan Frigger als erster Vorsitzender und Angelika Pavan als erste Geschäftsführerin sind noch bis 2019 gewählt. Beisitzer des neuen Vorstandes sind Hiltrud Lietz-Droste, Jakob Gockel, Kai Triphaus und Ulrich Bock.

14 Veranstaltungen

Außer dem Stellwerk war das weitere Jahresprogramm Thema bei der Jahreshauptversammlung (wir berichteten in unserer Samstagsausgabe). 2018 wird es mindestens wieder 14 Veranstaltungen mit Musik, Kabarett, und Comedy geben.

Darüber hinaus gibt es auch schon konkrete Pläne für das Jahr 2019. Dann feiert der Verein Kultur Pur sein 30-jähriges Bestehen. „Näheres verraten wir dann, wenn die Termine stehen“, weckt der Vorsitzende Jan Frigger schon einmal Vorfreude.

Folgen Sie der WP Meschede auch auf Facebook!

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben