Menschen in Schmallenberg

Kuratorin holt spannende Ausstellungen nach Schmallenberg

  Christiane Kellersmann (67), Kuratorin des kunsthaus alte mühle, lobt besonders die Hilfsbereitschaft der Menschen in Schmallenberg.

  Christiane Kellersmann (67), Kuratorin des kunsthaus alte mühle, lobt besonders die Hilfsbereitschaft der Menschen in Schmallenberg.

Foto: Nina Kownacki

Schmallenberg.   Für Christiane Kellersmann (67) ist Schmallenberg seit 1978 Heimat. Sie ist davon überzeugt, dass das Leben in der Stadt wie im Urlaub ist.

Christiane Kellersmann (67) ist Kuratorin im kunsthaus alte mühle in Schmallenberg. Seit 1978 ist die gebürtige Lemgoerin heimisch im hiesigen Ort.

Was führt Sie nach Schmallenberg?

Christiane Kellersmann: Mich führte der Beruf meines Mannes nach Schmallenberg. Bis dato war mir der Ort völlig unbekannt. Ich selbst komme gebürtig aus Lemgo, aus der Region Ostwestfalen-Lippe. 1978 sind wir von Hagen hierhergezogen, davor lebten wir in verschiedenen Städten.

Was gefällt Ihnen an Schmallenberg?

Ich werde nie vergessen, als mein Mann sagte: „Hier ist es wie im Urlaub“. Davon bin ich bis heute überzeugt- alleine durch den schönen Stadtkern. Wir schätzen in Schmallenberg außerdem den persönlichen Kontakt und besonders die Hilfsbereitschaft, auch für das Kunsthaus. Ich sage immer wieder: „In Schmallenberg geht man nicht verloren“.

Was bedeutet Heimat für Sie?

Heimat ist der Ort, an dem man aufgewachsen ist. Lemgo ist demnach meine Heimat und Schmallenberg mein Zuhause, das ich sehr genieße. Dazu tragen auch die vielen engen Freunde bei, die ich im Laufe der Zeit kennengelernt habe.

Was machen Sie beruflich?

Ich bin seit 2001 ehrenamtliche Kuratorin im kunsthaus alte mühle. Davor habe ich als Pharmazeutisch-technische Assistentin gearbeitet, ein Familienunternehmen gemanagt und war kurze Zeit als Innenarchitektin tätig.

Wie kam es zum kunsthaus alte mühle?

Als wir uns das historische Haus angeschaut haben, in dem früher auch Hermann Falke gelebt hatte, waren wir begeistert. Hier muss wieder Kunst hinein, sagte ich. 2002 fand die erste Kunstausstellung statt und 2011 gründeten wir dazu die Jugendkunstschule.

Welche Ausstellungen sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Wir haben drei bis vier Ausstellungen pro Jahr. Alle sind auf ihre Weise besonders. Dennoch fand ich die Ausstellung von Ansgar Nierhoff persönlich beeindruckend, weil ich dadurch viel über die Arbeit als Galeristin lernen konnte. Aber auch die Ausstellungen „Alltagsmenschen“, bei der die ganze Stadt involviert war, und „Zwei-Äpfel“ vom August-Macke-Preis-Träger Michael Sailstorfer waren persönliche Highlights für mich.

Was gefällt Ihnen an ihrer Aufgabe als Kuratorin?

Ich lerne immer wieder interessante Künstlerpersönlichkeiten kennen und die verschiedenen Sichtweisen auf die Kunst – und das Leben. Außerdem gibt mir meine Arbeit ein Glücksgefühl, immer dann, wenn eine Ausstellung hängt und viele Besucher erfreut.

Was erwartet Besucher künftig?

Immer wieder zeitgenössische moderne Kunst, Ausstellungen von internationalen und heimischen Künstlern und verschiedene Veranstaltungen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben