Die Beste Schule

„Loud.louder.EKR“: Das Schulhof-Festival in Bad Fredeburg

Schüler der Erich-Kästner-Realschule in Bad Fredeburg engagieren sich in einer Band-AG. 

Schüler der Erich-Kästner-Realschule in Bad Fredeburg engagieren sich in einer Band-AG. 

Foto: Laura Handke

Bad Fredeburg.   Engagement weit über Mathe und Französisch hinaus: Im vierten Jahr organisieren Bad Fredeburger Schüler ihr Schulhof-Festival: „Loud.louder.EKR“.

Nils Wobers (16) hat ein Händchen für Technik. „Mich interessiert dieser Bereich einfach“, sagt der Realschüler. Aktuell hilft er an der Erich-Kästner-Realschule mit, das große Schulhof-Festival „Backyards“ im Sommer vorzubereiten - dieses Jahr läuft es unter einem neuen Namen: „Loud.louder.EKR“.

„Bisher hatten wir immer nur wenig Technik, dieses Jahr soll es mehr werden“, sagt der 16-Jährige. Seinen Mitschülern verspricht er eine „coole und richtig große Lichtshow.“ Organisiert und um die Technik gekümmert hat er sich mit zwei weiteren Jungs von der Realschule. Denn die Schüler machen die Planung für das Festival komplett in Eigenregie. Unterstützt werden sie im Hintergrund von Lehrer Dr. Thomas Bauch. Die Schüler haben für ihre AG sogar einen eigenen Raum an der Schule - „aber da kommt man nur mit Ausweis rein“, sagt der Lehrer und lacht.

Die Idee

„Wir kommen jetzt ins vierte Jahr dieses Projektes, also unser viertes Festival“, erzählt Thomas Bauch. Er ist selbst begeisterter Musiker und spielt auch in einer eigenen Band. Angestoßen wurde die AG ursprünglich durch ein Projekt der Landesregierung, sagt Schulleiter Marcel Plöger. „Und wir sind die erste Schule im Sauerland, die auf den Zug aufgesprungen ist und das Projekt hier umgesetzt hat“, sagt er ein wenig stolz.

Er freut sich über den großen Zuspruch von Schülern und Eltern - genau wie Lehrer Thomas Bauch: „Dieses Jahr sind wieder 24 Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 9 dabei“, sagt er. Sie sollen im Laufe des Jahres am eigenen Leib erfahren, was es alles braucht, um eine große Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Ein paar Tipps haben auch ehemalige AG-Mitglieder immer für sie.

Die Umsetzung

Planen, planen und planen: Die 24 Schüler der Band-AG treffen sich täglich in den Pausen, um alles für den großen Moment im Sommer vorzubereiten, freitags setzen sie sich für zwei Stunden im eigenen Band-Raum zusammen, der beim Festival jedes Jahr zu einem Backstage-Bereich für die Künstler umfunktioniert wird. Schon 2018 haben sie sich zum ersten Mal zusammengesetzt und Ideen gesammelt - denn jedes Jahr sind andere Schüler dabei, und jedes Jahr gibt es neue Ideen für das Festival.

„Bisher hat immer die Hauswirtschafts-AG das Essen für den Tag vorbereitet. Das war auch immer super lecker“, sagt die 15-jährige Schülerin Edona Kuka. „Dieses Jahr wollen wir aber mal was anderes machen. Wir werden Food-Trucks organisieren. Wir glauben, dass das richtig cool wird“, sagt sie. Grillhähnchen, einen Merte-Truck und einen Eiswagen soll es geben. „Und der Rest bleibt eine Überraschung“, sagt Kuka augenzwinkernd.

Während sie sich um die Verpflegung für die Besucher kümmert, sind die anderen Schüler damit beschäftigt, genügend Sponsoren für das Projekt zu gewinnen. „Bisher ist es uns immer gelungen, so zu arbeiten, dass wir am Ende nichts nachzahlen mussten“, sagt Bauch, der dankbar über die große Unterstützung aus dem gesamten Stadtgebiet ist. Ihr Ziel für dieses Jahr: 4000 Euro - denn damit, so Bauch, könne man die Pläne der Schüler gut in die Tat umsetzen.

Das Programm

Das Programm soll - so wie jedes mal - wieder ziemlich bunt werden. „Wir hatten schon fast alles an Musikrichtungen dabei“, sagt Bauch. Metal, Hardrock, Punk - „alles außer Schützfestmusik“, sagt er und lacht. Eine ehemalige Schülerband wird nach sechs Jahren diesen Sommer zurück nach Schmallenberg kommen und bei dem Festival auftreten, hinzu kommt eine Band aus Olpe. Tänzerinnen sowie Sänger und Sängerinnen und eine große Lichtshow sollen das circa vierstündige Programm dann abrunden. Und nicht zu vergessen: Auch Thomas Bauch ist sich nicht zu schade, für seine Schüler auf die Bühne zu steigen. „Ich werde auch selbst mit meiner Band wieder auftreten, das ist mittlerweile Tradition“, verrät er. Alles weitere bleibt bis zum 5. Juli ein Geheimnis - denn der Termin steht schon. „Es soll ja auch noch Überraschungen geben“, sind sich die Schüler der Band-AG einig.

Der Schul-Steckbrief:

Erich Kästner-Realschule Schmallenberg

Homepage: www.ekr-schmallenberg.de

Motto: Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es!

Schulleiter: Marcel Plöger

Schülerzahl: 495

Lehrer und Referendare: 32

Zahl der Klassen in der Sekundarstufe I: 19

Schulbeginn: 7:55 Uhr

Anmeldetermine: 22.2. - 28.2. und 06.03. - 12.3. statt, Mo-Fr zwischen 8:00 Uhr und 15:00, sowie nach Vereinbarung

Kennenlernnachmittag: 1. Juli 2019

Ganztag/Übermittagbetreuung: Es gibt keinen Ganztagsbetrieb. Für Schüler, die nachmittags Unterricht haben, gibt es die Möglichkeit eines warmen Mittagsessens. Der Pausenbereich lässt sowohl aktive Erholung, als auch individuelles Lernen in der Mittagspause zu.

Was passiert bei Unterrichtsausfall in der Unterstufe: Die Schule stellt Unterricht von der 1. bis zur 6. Stunde sicher.

Schulsozialarbeit: Neben einer Schülerstreitschlichtung stehen eine Beratungslehrerin und ein Beratungslehrer zur Verfügung. Weiterhin gibt es in diesem Bereich vielfältige Kooperationen mit verschiedenen Institutionen.

Individuelle Förderung: Die Schüler werden in ihren Schwächen, aber auch ihren Stärken gefördert u.a. durch Ergänzungsstunden in den Hauptfächern, insbesondere in der Erprobungsstufe gibt es im Bereich Lese-Rechtschreibung und Mathematik zusätzliche Angebote

Sprachförderung: Es gibt einen bilingualen Bereich im Fach Englisch, in dem über das Unterrichtsfach Englisch hinaus der Umgang mit der englischen Sprache eingeübt wird.

Arbeitsgemeinschaften/Projekte: Das Angebot an Projekten und AGs ist breit gestreut und fest im Schulleben verankert. Für einen Überblick empfiehlt sich ein Besuch der Homepage und ein Besuch des LOUDER-Festivals am 05.07.2019.

Berufsorientierung: Es gibt ein umfassendes Angebot in Zusammenarbeit mit Unternehmen und den umliegenden Berufskollegs und Gymnasien. Neben einer Potentialanalyse und Berufsfelderkundungen in Klasse 8, findet in Klasse 9 ein Betriebspraktikum statt. Ein persönliches Portfolio und individuelle Beratungsangebote unterstützen die Schüler bei der Berufswahl.

Schwerpunkte/Profile: Ergänzend zum bilingualen Angebot können Schüler ab Klasse 7 einen individuellen Schwerpunkt im fremdsprachlichen, naturwissenschaftlichen, technischen, oder sozialwissenschaftlichen Bereich setzen. Ein erprobtes Konzept erleichtert den Übergang von der Grundschule.

Inklusion: Schule des Gemeinsamen Lernens

Flüchtlingskinder Zahl und Förderung: Die Beschulung in Regelklassen fördert die Sprachentwicklung und die Integration; zusätzlich gibt es Anfangsunterricht im Fach Deutsch.

Schülermitwirkung: Die Schüler haben die Möglichkeit sich u.a. in der Arbeit der Schülervertretung, in den vielen sozialen Projekten der Schule und AGs zu engagieren.

Elternmitwirkung: Die Elternschaft nimmt regen Anteil am Schulleben und bereichert dieses. Gerade bei den vielfältigen Veranstaltungen im Verlauf eines Schuljahres ist sie unterstützend tätig. Ein aktiver Förderverein unterstützt die Schule bei Anschaffungen und Veranstaltungen.

Zur Serie: Beste Schule

Für die jetzigen Viertklässler steht in Kürze die Entscheidung für eine weiterführende Schule an. Mit unserer Serie geben wir allen Schulen in der Region die Möglichkeit, sich mit einem besonderen Projekt vorzustellen.

Anfang Februar haben wir zudem die Steckbriefe aller Schulen mit Klassen- und Lehrerzahl, Adressen und Schwerpunkten in einer Übersicht abgedruckt.

Weitere Folgen der Schulserie

Hier finden Sie noch mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus Meschede und dem Umland.

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