Polizei

Mehr Geld: Polizei in Meschede fordert ihr Stück vom Kuchen

Protest vor dem Polizeigebäude in Meschede: Die Gewerkschaft der Polizei fordert mehr Geld.

Protest vor dem Polizeigebäude in Meschede: Die Gewerkschaft der Polizei fordert mehr Geld.

Foto: Jürgen Kortmann

Meschede.   Die Polizei sieht ein hohes Ansehen für ihre Arbeit bei den Bürgern. Sie fordert jetzt mehr Geld, wurde in Meschede deutlich.

Streiken dürfen sie nicht, aber sie sind ja frei, ihre Pause selbst zu gestalten: Diesen Spielraum nutzten 50 Polizisten der Kreispolizeibehörde Meschede. Sie stempelten aus, um dann vor dem Gebäude bei einer Kundgebung (die sie „aktive Mittagspause“ nannten) ihrer Forderung nach mehr Geld Nachdruck zu verleihen. Denn in den Tarifverhandlungen ist bislang keine Bewegung.

Ungleiche Behandlung mit übrigem öffentlichen Dienst

Die Forderung der Gewerkschaft der Polizei: Sechs Prozent mehr Geld im Monat, mindestens 200 Euro für alle, bei einer Laufzeit von 12 Monaten, rückwirkend zum 1. Januar. Die GdP ist im Hochsauerlandkreis stark organisiert – rund 300 Polizisten gehören der Kreisgruppe an (angesichts von 360 Beamten und 50 Angestellten in der Kreispolizeibehörde). Die Forderungen gelten für die Tarifbeschäftigten, die Ergebnisse sollen dann auch für die Beamten übernommen werden, so die GdP. Die kleinere Gewerkschaft, die Deutsche Polizeigewerkschaft, zeigte Solidarität bei der Kundgebung.

Die Gewerkschaft der Polizei orientiert sich an der Lohnerhöhung von 7,5 Prozent im Öffentlichen Dienst bei Bund Kommunen im vergangenen Jahr. „Wir machen doch keine schlechtere Arbeit“, sagt Michael Frahling, der stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe: „Wir wollen unser wohlverdientes Stück vom Kuchen haben.“

GdP: „Schere muss sich schließen“

Angesichts eines Landeshaushaltes von 78 Milliarden Euro sei genügend Geld vorhanden. „Die Schere beim Gehalt zu Bund und Kommunen muss sich schließen“, sagte Frahling: Ein Bundespolizist etwa verdiene rund 300 Euro mehr im Monat als ein Landespolizist – „das ist doch nicht in Ordnung“. Frahling sieht für die Polizei-Forderungen auch Unterstützung in der Bevölkerung: „Unser Ansehen bei den Bürgern ist hoch. Wir sind schließlich immer für sie das. Das wissen die Bürger.“

Die Polizei will landesweit den Druck erhöhen: Nach der aktiven Mittagspause steht am 26. Februar als nächstes eine Demonstration am Landtag in Düsseldorf an.

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