GERICHT

Mescheder muss 25000 Euro an die Staatskasse zahlen

Blick auf einen Richtertisch: Am Landgericht war das Ehepaar aus Meschede angeklagt.

Foto: Franz Luthe

Blick auf einen Richtertisch: Am Landgericht war das Ehepaar aus Meschede angeklagt. Foto: Franz Luthe

Meschede.   Ein Ehepaar aus Meschede, das ein kleines Casino-Imperium betreibt, war vor dem Landgericht angeklagt. Der Prozess endete überraschend.

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Vorgesehen waren bis zu vier Verhandlungstage, der Auftakt war am Mittwoch: Eine Ehepaar aus Meschede war wegen verschiedener Delikte vor dem Landgericht in Arnsberg angeklagt. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft lasen sich wie ein kleiner Wirtschaftskrimi.

Die beiden Meschede sollten Steuern hinterzogen, die Bilanzen frisiert, Insolvenzen verschleppt haben. Am Ende bliebt davon wenig übrig. Das Landgericht Arnsberg stellte das Verfahren gegen die Zahlung von Geldbußen ein - die Höhe ist allerdings bemerkenswert.

25000 Euro an die Staatskasse

Der 68-jährige Mescheder muss 25000 Euro an die Staatskasse bezahlen, seine 48-jährige Ehefrau 2500 Euro an den Kinderschutzbund. Staatsanwaltschaft und Verteidigten stimmten der Einstellung unter diesen Auflagen zu.

Der Umgang des Verfahrens war nach Worten des Pressesprechers am Landgericht, Dr. Johannes Kamp, schon im Vorfeld reduziert worden. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft weit mehr Taten anklagen wollen - war damit aber gescheitert. Die sechste große Strafkammer am Landgericht ließ nur einen kleinen Teil der Vorwürfe zu.

Casino-Imperium in Nordrhein-Westfalen

Das Ehepaar betreibt ein kleines Casino-Imperium in Nordrhein-Westfalen. Bei einem Teil der Spielhallen, so die Ankläger, sollen die Zahlen in den Büchern nicht gestimmt haben.

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