Gericht

Mescheder soll Stieftochter gefesselt und missbraucht haben

Das Landgericht in Arnsberg. Hier wird der Prozess gegen einen 51-jährigen Mescheder

Das Landgericht in Arnsberg. Hier wird der Prozess gegen einen 51-jährigen Mescheder

Foto: Volker Hartmann

Meschede/Warstein/Arnsberg.   Der Prozess gegen den Mescheder, der in Warstein seine Stieftochter misshandelt haben soll, ging weiter. Der Freund des Opfers sagte aus.

Mit einem Paukenschlag begann der Prozess gegen einen 51-jährigen Mescheder, der zurzeit in Untersuchungshaft sitzt. Er wird angeklagt, seine Stieftochter über mehrere Jahre sexuell missbraucht zu haben.

Der Mann, der früher als Busfahrer in Meschede gearbeitet hatte und zuletzt in Warstein wohnte, stellte den Antrag, von seinem Pflichtverteidiger entbunden zu werden, da er seine Interessen nicht ausreichend vertrete. Das Vertrauensverhältnis sei gestört.

Pflichtverteidiger bleibt vorerst im Amt

Der Vorsitzende Richter stellte klar, dass dies grundsätzlich möglich sei, doch müsse der Antragsteller seine Gründe konkret zu Papier bringen. Eine pauschale Ablehnung reiche nicht aus: „Man muss dem Verteidiger die Möglichkeit geben, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Bis dahin bleibt der Pflichtverteidiger im Amt.“ Der Angeklagte streitet nach wie vor die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ab.

Die Beweisaufnahme wurde mit der Zeugenanhörung des früheren Freundes der heute 16-jährigen Schülerin fortgesetzt. Der Schüler gab an, damals von dem Angeklagten angerufen worden zu sein. Dabei habe der Stiefvater ihn angeschrien, er solle die Finger von dem Mädchen lassen. Der 51-Jährige warf dem jungen Mann vor, dass er das Mädchen sexuell belästigt habe.

Stieftochter angeblich gefesselt und missbraucht

Bei seiner polizeilichen Vernehmung hatte der Zeuge angegeben, seine Freundin sei von ihrem Stiefvater vergewaltigt worden, so habe seine Freundin es ihm erzählt. Sie habe konkret darüber gesprochen, mit ihm Geschlechtsverkehr mit Kondom gehabt zu haben. Sie sei auch gefesselt worden.

Im Anschluss wurde eine Schwester der 16-Jährigen vernommen. Da diese erst 12 Jahre alt ist, wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Der Angeklagte musste sich, wie schon bei der Vernehmung des mutmaßlichen Opfers, die Aussage in einem Nebenraum anhören.

Das Mädchen sollte mit dem Vater nicht in Kontakt kommen, weil das eine zusätzliche psychische Belastung bedeuten würde.

An zwei weiteren Prozesstagen hatten bereits die 16-Jährige und ihre Mutter ausgesagt.

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