Kultur

Mescheder Sommerleseclub leidet auch unter Corona

Gemeinsam zeichneten Bürgermeister Christoph Weber und Büchereileiterin Gisela Fildhaut die Preisträger des Sommerleseclubs der Stadtbücherei Meschede aus.

Gemeinsam zeichneten Bürgermeister Christoph Weber und Büchereileiterin Gisela Fildhaut die Preisträger des Sommerleseclubs der Stadtbücherei Meschede aus.

Foto: Stadt Meschede

Meschede.  Deutlich weniger Anmeldungen: Die Aktion des Sommer-Leseclubs hat unter Corona gelitten.

Sie haben im Rahmen des Sommerleseclubs gelesen, waren kreativ und kommunikativ: Meschedes Bürgermeister Christoph Weber hat jetzt gemeinsam mit Büchereileiterin Gisela Fildhaut die Lese-Oskars an die fünf kreativsten Lese-Teams der Stadtbücherei Meschede überreicht.

99 Mescheder nehmen teil

99 Leserinnen und Leser nahmen teil, 32 männliche und 67 weibliche. Darunter waren 22 Einzelteilnehmer und 22 Teams, die aus zwei bis fünf Personen bestanden. Besonders ins Auge fielen bei den Preisträgern neben der Kreativität auch die Antworten zur Fragen nach Gründen fürs Lesen: „Lesen berührt die Seele“ oder „Lesen ist Familienzeit“ war dort zu lesen.

Geprägt war der Sommerleseclub von der Corona-Pandemie – so musste vieles anders gestaltet und organisiert werden. Eine große Abschlussparty wie im vergangenen Jahr mit dem Musiker Oliver Steller war leider nicht möglich. Die Einschränkungen waren wohl auch die Ursache dafür, dass sich deutlich weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer anmeldeten: „Es gab zum Beispiel keine persönliche Werbung in den Schulen für das Projekt, keine Veranstaltungen während der Sommerferien, Unsicherheiten bei der Arbeit in Freundes-Teams“, erläuterte Bürgermeister Christoph Weber.

Urkunden per Post

Dennoch kann sich der Erfolg der kleinen und großen Leserinnen und Leser sehen lassen: Insgesamt wurden im Sommerleseclub 185 Bücher und 81 Hörbücher gelesen oder gehört und bewertet. Die entsprechenden Urkunden werden nun per Post an die erfolgreichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen verschickt.

Fünf Teams (drei Familien- und zwei Geschwister-Teams) wurden für ihre besonders kreative Beteiligung jetzt noch mit einem Lese-Oskar ausgezeichnet - und mit einem Eis-Gutschein belohnt. Im Geschwister-Team Brune waren Hermine, Florentine und Marlene Brune aktiv. Im Familienteam Lesefamilie Schroller wirkten Lisa-Marlene, Larissa und Martin Schroller mit. Das Mutter-Sohn-Team „Die Lesemännchen“ bestand aus Carola und Alexander Hallmann. Einen Lese-Oskar haben auch Romina und Lenya Dolle gewonnen. Auch das Familien-Team Die Bücherwürmer mit Mailin, Janina und Bjarne Luckey mit Mutter Carina war ebenfalls erfolgreich.

Erstmals auch die Offene Ganztagsschule dabei

Besonders erfreulich war, dass sich erstmalig auch die Offene Ganztagsschule an der Schule unter dem Regenbogen am Sommerleseclub beteiligt hat. Diese Kinder bekommen neben einer Urkunde noch eine Medaille.

Der Sommerleseclub 2020 war sehr durch Corona bestimmt. Statt mehrerer Veranstaltungen wie im vergangenen Jahr -2019 waren unter anderem sehr erfolgreich die Green-Screen-Foto-Veranstaltungen angeboten worden - postete das Bücherei-Team viele Kreativ-Tipps zum Basteln und Rätseln, eine digitale Leserallye und einen virtuellen Escape-Room auf der Homepage und den Facebook- und Instagram-Seiten. „Dabei sind sehr schöne Sachen entstanden, die auf der Homepage der Stadtbücherei im Foto zu sehen sind“, freut sich Bücherei-Leiterin Gisela Fildhaut.

Online-Logbuch

Erstmalig gab es in diesem Jahr zusätzlich das Online-Logbuch. Dort konnten sich die Teilnehmer einloggen und zum Beispiel Buchbewertungen verfassen, eine eigene Geschichte schreiben oder Buchempfehlungen geben. Diese neue Möglichkeit nutzten aber nur zwei Teams und ein Einzelteilnehmer.

Gisela Fildhaut hofft, dass 2021 wieder ein Sommerleseclub in bewährter Form angeboten werden kann: „Wir planen auch für 2021 den Sommerleseclub - hoffentlich dann wieder mit der Möglichkeit, direkt in die Schulen zu gehen, das Projekt zu erklären, zur Teilnahme zu motivieren und im Verlauf dann auch wieder kleine Veranstaltungen und ein Abschlussfest anbieten zu können.“

>>> HINTERGRUND

Besonderer Dank galt dem Kultursekretariat Gütersloh und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für die Förderung des Leseclubs.

Die Stadtbücherei Meschede wurde auch über ihren Förderverein von den drei Mescheder Buchhandlungen Linhoff, Wortreich und dem Abteiladen gesponsert.

Von dem eingenommenen Geld konnten neue Bilderbücher, Kinder- und Jugendbücher gekauft werden.

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