Weihnachten

Neue CD des Jungen Chores Eslohe rührt zu Tränen

Eslohe.   Sage und schreibe 30.000 Euro hat sich der Junge Chor Eslohe die Produktion seiner neuen CD kosten lassen. Das Ergebnis rührt zu Tränen.

Mit enormem technischen Aufwand hat der Junge Chor Eslohe in den vergangenen Wochen und Monaten eine neue Weihnachts-CD produziert.

Sage und schreibe 30.000 Euro wurden in das Projekt investiert. Die sollen jetzt beim Verkauf wieder eingespielt werden. Ab dem ersten Adventswochenende sind die Silberlinge zu haben.

„Die ganze CD ist etwas Besonderes“, betont Klaus Winkelmeyer vom Vorstandsteam“. Dass Amateure einen derartigen Aufwand betreiben und sich so etwas trauen, dürfte deutschlandweit wohl einmalig sein“, sagt er mit Blick auf die Produktionskosten und die Professionalität, die hinter der Produktion steckt.

Doch die scheinen sich ganz offensichtlich gelohnt zu haben: „Beim Probehören hat es dem ein oder anderen Tränen der Rührung in die Augen getrieben“, sagt Winkelmeyer nicht ganz ohne Stolz.

Schweigende Glocken in der Abtei

„Night of Sounds - Weihnachtszauber“ - so lautet der Titel der CD. Die Aufnahmen sind zum Teil als Live-Mitschnitte bei der „Night of Sounds“ in Schmallenberg entstanden - aber auch in der Schützenhalle Eslohe und in der Abteikirche in Meschede haben die Sängerinnen und Sänger Stücke eingesungen, die auf die Weihnachtszeit einstimmen sollen.

Chorleiter Michael Nathen gerät vor allem ins Schwärmen, wenn er an die Aufnahmen in der Abteikirche denkt. Nicht nur, weil die Mönche extra einen ganzen Tag lang die Glocken haben schweigen lassen, sondern vor allem wegen der Akustik. „Die ist einfach einzigartig und die neue Orgel verschmilzt wunderbar mit Chor und Orchester“, sagt Nathen.

Gänsehaut bei den Proben

Beteiligt war an der CD-Produktion nämlich nicht nur der Junge Chor allein. Auch die Junge Philharmonie Lennestadt, der Frauenchor Aviva und der Männerchor Gaudium haben sich mit der Produktion einen Traum erfüllt. „Es ist jedesmal ein wunderschönes Erlebnis, wenn wir mit dem gesamten Ensemble musizieren. Die Energie, die in diesem Klangkörper erzeugt wird, sorgt schon bei jeder Probe für Gänsehaut und macht uns große Freude“, sagt die Vorsitzende des Frauenchores Nicole Teipel über die lange Zusammenarbeit zwischen den Vereinen aus Lennestadt und Eslohe.

Ohne Netz und doppelten Boden

Schon lange wollten sie die vielen unvergesslichen und emotionalen Momente, die sie gemeinsam auf der Bühne erlebt haben als CD in den Händen halten. Jetzt ist es endlich so weit. 180 Musiker und Sänger waren an der Produktion beteiligt, die „ohne Netz und doppelten Boden“ erfolgt ist, wie Winkelmeyer betont.

Soll heißen: Während bei den meisten anderen professionellen CD-Produktionen Passagen einzelner Stücke am Ende einfach zu einem perfekten Ganzen zusammengesetzt werden, sind die Lieder auf der CD tatsächlich als Ganzes eingesungen worden. „Bis auf die Live-Mitschnitte haben wir alle Lieder zwischen drei und fünf Mal eingesungen“, sagt Pressewart Reinhard Schulte.

Für jedes Instrument ein Mikro

Im Tonstudio hat Chorleiter Michael Nathen dann nicht nur die besten Versionen herausgesucht, sondern gemeinsam mit den Tontechnikern und seinem feinen Gehör für den letzten Feinschliff gesorgt. Denn: Auch bei den Orchesteraufnahmen stand die Professionalität im Vordergrund. Für jedes Instrument gab es ein eigenes Mikrofon. „Selbst bei Fernsehproduktionen stehen Mikrofone sonst nur in den einzelnen Instrumentengruppen“, erklärt Nathen. So galt es am Ende, bis zu 90 Aufnahmespuren aufeinander abzustimmen.

Logistischer Aufwand

Neben der musikalischen Arbeit galt es, ein Gesamtprojekt zu stemmen und zu planen, das mehr als ein Jahr gedauert hat. Dazu Projektleiter David Löher vom Männerchor Gaudium: „Vor mehr als einem Jahr haben wir begonnen Termine zu planen, Techniker zu buchen, Aufnahmeorte festzulegen, Arrangements zu erstellen und natürlich zu proben. Die letzten Wochen waren von der Finalisierung der CD-Mischung, Layouterstellung und natürlich den Vorbereitungen des Verkaufsstarts geprägt. Es war schön zu sehen, dass alle 180 Beteiligten an einem Strang gezogen und dafür viel Freizeit investiert haben.“

Ein großer Moment

Christin Greve, vom Vorstandsteam des Jungen Chores Eslohe, sieht die CD auch als Belohnung für die Arbeit und Mühe, die sich alle Beteiligten gemacht haben. „Es ist einfach schön, wenn man so etwas gemeinsam erarbeitet hat“, sagt sie und spricht von einer logistischen Herausforderung, weil es diesmal schließlich rund 180 Sänger und Musiker unter einen Hut zu bringen galt. Auch für sie ist das Erscheinen der CD übrigens ein großer Moment: Die meisten von ihnen haben das zu Tränen rührende Ergebnis nämlich selbst noch nicht gehört.

Live erleben

Live können sich die Zuhörer einen Teil der Stücke übrigens bei den Weihnachtskonzerten des Jungen Chores zu Herzen gehen lassen - und direkt danach als Erinnerung auf CD mit nach Hause nehmen. Die Konzerte finden am 21. Dezember (Beginn 19.30 Uhr) und 23. Dezember (Beginn 17 Uhr) in der Schützenhalle Eslohe statt. Für beide Abende gibt es noch Karten.

Karten für die Weihnachtskonzerte

Die CD gibt es ab dem ersten Advent für 15 Euro über die Internetseite des Jungen Chores (www.junger-chor-eslohe.de) sowie in den Filialen der Volksbank Reiste-Eslohe sowie in den heimischen Filialen der Volksbank Bigge-Lenne.

Für die Weihnachtskonzerte des Jungen Chores gibt es noch Karten - entweder zum Ausdrucken unter www.junger-chor-eslohe.de oder in der Infothek im Rathaus ( 02973/81664), montags bis samstags zwischen 9.30 Uhr und 12.30 Uhr).

Eintrittskarten für die Abende in der Esloher Halle gibt es in drei verschiedenen Kategorien - für 22, 17 oder 11 Euro. Für Jugendliche gibt es Karten zum Preis von 10, 8 und 5 Euro.

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