Senioren

Neue Möglichkeiten für Esloher Senioren

Wer in das Büro von Jennifer Klagges (Foto)  möchte, kommt an dieser bunten Bank vorbei:  Jennifer Klagges hat sie zusammen mit  Jennifer Nöcker  im Rahmen der „youngcaritas“ gemeinsam mit der achten Klasse der Realschule unter dem Motto „Platz für Toleranz“ gestaltet.

Wer in das Büro von Jennifer Klagges (Foto) möchte, kommt an dieser bunten Bank vorbei: Jennifer Klagges hat sie zusammen mit Jennifer Nöcker im Rahmen der „youngcaritas“ gemeinsam mit der achten Klasse der Realschule unter dem Motto „Platz für Toleranz“ gestaltet.

Foto: Frank Selter

Eslohe.   Nach dem Umzug des Projektes „CariBIC“ ins Kurhaus bieten sich noch mehr Möglichkeiten für die Senioren aus Eslohe.

Noch ist das Büro von Jennifer Klagges ein bisschen schmucklos. Aber groß ist es. Deutlich größer als zuvor. Genau genommen hatte sie vorher eigentlich gar kein richtiges Büro, sondern eher eine Büroecke, die sie sich selbst eingerichtet hat.

Mit dem Umzug des Quartiersprojektes „CariBIC“ des Caritasverbandes Meschede von der Esloher Hauptstraße ins Kurhaus hat sich das geändert. Und nicht nur das: „Die neuen Räume eröffnen für das Caritas Begegnungs- und Informationscentrum ganz neue Möglichkeiten“, schwärmt Klagges. Vor allem die Nähe zur Sozialstation sei eine große Bereicherung, betont sie: „Früher musste ich die Menschen zwei Kilometer durch den Ort schicken, heute müssen sie nur eine Tür weiter.“

Zentrale Anlaufstelle

CariBIC ist eine zentrale Anlaufstelle für Menschen aus Eslohe und den umliegenden Ortschaften. Die Angebote richten sich in erster Linie an ältere und pflegebedürftige Menschen mit Hilfe- oder Betreuungsbedarf. Ziel ist es, Probleme, die das Älterwerden betreffen, möglichst zu vermeiden oder gering zu halten und so alten Menschen zu mehr Sicherheit und Wohlbefinden zu verhelfen.

Zusammenarbeit mit Sozialstation

„Seit dem Umzug ins Kurhaus hat sich die Zusammenarbeit mit der Sozialstation noch einmal intensiviert“, sagt Jennifer Klagges. Die Sozialstation hat einen Teil der Beratung an das CariBIC abgegeben. Beratung bei der Beantragung oder Höherstufung des Pflegegrades, Anträge für die Anschaffung von Hilfsmitteln, Hilfe bei Widersprüchen - um all das und vieles mehr kümmert sich Klagges jetzt ebenfalls.

Mehr Platz gibt es jetzt auch für Begegnungen und Aktionen. Dafür steht im Erdgeschoss des Kurhauses - das einst ein Krankenhaus war - der „OP“ zur Verfügung. Dort, wo damals operiert worden ist, finden jetzt unter anderem gemütliche Treffen statt. „Inzwischen steht OP für Offenes Plaudern“, erklärt Klagges und lacht. Dort öffnet am Mittwoch, 13. März, ab 15 Uhr auch zum ersten Mal das neue „Café Plus“. Hier sind Senioren eingeladen, sich in lockerer Runde bei einer Tasse Kaffee mit immer wechselnden Themen zu beschäftigen. Los geht es im März mit „Seniorenreisen“.

„Für alles offen“

„Grundsätzlich sind wir für alles offen, wenn es um die Themenauswahl geht. Kunst, Kultur, Handarbeit - alles ist möglich“, sagt Klagges. Themen für die weiteren Termine (15. Mai und 17. Juli) sind deshalb bewusst noch nicht festgelegt. Themenwünsche können von Bürgern gern herangetragen werden. „Das kann fachlichen Ursprungs sein, oder vielleicht hat auch jemand Lust, von einer Reise zu berichten und Fotos zu zeigen.“ Wie es weitergeht, sollen dann auch die Teilnehmer entscheiden. „Auf die einzelnen Termine werden wir in der Presse noch einmal rechtzeitig hinweisen“, betont Klagges.

Erfolgreiche Ideenwerkstatt

Unabhängig vom „Café Plus“ gibt es nach dem Umzug viele weitere Ideen für das CariBIC. Bei einer Ideenwerkstatt, die jetzt stattgefunden hat, haben sich zunächst zwei weitere Projekte herauskristallisiert. Noch will Klagges dazu nicht näher ins Details gehen, verrät aber immerhin so viel: „Beim ersten geht es um die Unterstützung von Familien und beim zweiten handelt es sich um ein spannendes und innovatives Projekt, das sich auf die aktuelle Caritas-Kampagne ‘Sozial braucht digital’ bezieht.“

Erst im Januar hat sich eine Nähgruppe, bestehend aus drei Frauen und einem Mann, dem CariBIC angeschlossen, um Gleichgesinnte zu finden. „Das ist kein Kurs, sondern eine Gruppe, die lieber in Gesellschaft näht als alleine“, sagt Klagges und betont: „Neue Mitglieder sind hier jederzeit willkommen“.

Optimale Lage

Voraussetzung sei, dass sowohl eine Nähmaschine als auch Näherfahrung vorhanden sind. Wer Lust habe, dürfe sich gerne melden, oder auch zu einem Schnupperabend vorbeischauen. Und überhaupt dürfe jeder im CariBIC in der Kupferstraße gerne einfach mal so vorbeikommen, um sich zu informieren. „Das geschieht seit dem Umzug von der Haupt- in die Kupferstraße übrigens auch deutlich häufiger als zuvor“, sagt Klagges und spricht von „der optimalen Lage“, die sie nun sehr genieße.

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