Jugendarbeit

Neuer Träger: Endlich wieder Leben in der KOT Eslohe

 

Foto: Frank Selter

  Foto: Frank Selter

Eslohe.   Nach zwei Jahren werden die Räume der Kleinen Offenen Tür in Eslohe wieder mit Leben erfüllt. Es gibt einen neuen Träger für die Einrichtung.

Fast zwei Jahre lang war die Kleine Offene Tür in Eslohe geschlossen. Jetzt gibt es mit dem Sozialwerk Sauerland einen neuen Träger und einen Neuanfang in den Räumen am Esloher Dornseifferweg.

Träger bislang war das „Forum offene Jugendarbeit“ - ein Verein, der sich im Jahr 1997 eigens zu diesem Zweck aus der Esloher Kolpingsfamilie heraus gegründet hatte. Er hatte nach Angaben des Vorsitzenden Günter Schmidt lange Zeit vergeblich versucht, die vakante Leiterstelle der Kleinen Offenen Tür wieder zu besetzen. Dass nun mit dem Kinder- und Jugendhilfebund Sozialwerk Sauerland eine Lösung gefunden worden ist, empfinden alle Beteiligten als eine Art Segen.

„Kein Hot Spot sozialer Probleme“

Die Gemeinde habe großes Interesse daran, dass das bisherige Engagement in guten Bahnen fortgeführt werde, betonte Bürgermeister Stephan Kersting bei der symbolischen Schlüsselübergabe. „Die Gemeinde ist zwar kein Hot Spot sozialer Probleme, nichtsdestotrotz gibt es natürlich wie überall einen Bedarf an Jugendarbeit“, so der Bürgermeister.

In diesem Zusammenhang lobte er vor allem die Vereine der Gemeinde, in denen die Hauptjugendarbeit geleistet werde. Kersting dankte in seiner kurzen Ansprache aber auch den bisherigen Verantwortlichen der KOT für ihr Engagement - vor allem vor dem Hintergrund, dass es immer schwieriger werde, Menschen für einen dauerhaften ehrenamtlichen Einsatz zu gewinnen. Das jedoch sei in Eslohe Jammern auf hohem Niveau, sagte Kersting und sprach von „durchaus guten Strukturen“.

Auch Gemeindereferentin Bernadette Klens ist glücklich, dass es für die KOT einen Neuanfang gibt. Sie sagte dem neuen Träger bereits die Unterstützung der Kirchengemeinde zu.

Das Sozialwerk Sauerland mit Sitz in Olsberg ist bereits seit 40 Jahren Träger für Angebote im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. So ist auch die Offene Tür in Hallenberg bereits seit mehreren Jahren in Trägerschaft der Gesellschaft.

Langsames Anlaufen geplant

Geplant ist in Eslohe zunächst ein langsames Anlaufen des Betriebes. Mit der Sozialarbeiterin Juliane Grooten und der Sozialpädagogin Jana Foltis werden ab der kommenden Woche zwei Mitarbeiterinnen für die Kinder- und Jugendlichen da sein - zunächst immer dienstags uns mittwochs ab 15 Uhr.

An den Schulen hat das Sozialwerk bereits die Werbetrommel gerührt und auf die Wiederbelebung der KOT aufmerksam gemacht. Gemeinsam mit den Jugendlichen soll dann überlegt werden, wie die künftigen Angebote konkret aussehen könnten. Auch in die Namensfindung für die neue Kleine Offene Tür sollen die Jugendlichen eingebunden werden. Anfang 2018 soll die Einrichtung dann auch offiziell wiedereröffnet werden. „Langfristig“, so betont Eva Volpert-Dünschede, HSK-Regionalleiterin des Sozialwerks, „ist dann natürlich eine Ausweitung der Öffnungszeiten geplant.“ Zunächst gehe es darum, den Betrieb nach einer zweijährigen Pause ans Laufen zu bekommen.

Personalkosten übernimmt der Hochsauerlandkreis

Die Personalkosten für die Kleine Offene Tür trägt der Hochsauerlandkreis.

Geschaffen wurde die Kleine Offene Tür seinerzeit auf Initiative von Esloher Jugendlichen. Sie hatten 150 Unterschriften für die Schaffung eines solchen Angebotes gesammelt. Maßgeblich daran beteiligt waren die so genannten „Mauerkinder“ - jene Kinder- und Jugendlichen, die sich die Zeit auf der Mauer gegenüber der Eisdiele an der Hauptstraße zu vertrieben haben.

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