Serie: Für mich, für alle

Nuttlar: Von der Jugendfeuerwehr zu den „Großen“ im Löschzug

Lesedauer: 5 Minuten
Für den Nuttlarer Noah Schöne war schon früh klar, dass er zur Feuerwehr will. Angefangen hat alles in der Jugendfeuerwehr, als das Interesse an der Feuerwehr durch seinen Nachbarn geweckt wurde.

Für den Nuttlarer Noah Schöne war schon früh klar, dass er zur Feuerwehr will. Angefangen hat alles in der Jugendfeuerwehr, als das Interesse an der Feuerwehr durch seinen Nachbarn geweckt wurde.

Foto: Jan Frigger

Nuttlar.  Anderen zu helfen ist Noah Schönes größter Ansporn für den Dienst im Löschzug Nuttlar. In der Jugendfeuerwehr packte ihn die Begeisterung.

Für Noah Schöne aus Nuttlar war schon früh klar, dass er zur Feuerwehr will. Anderen Menschen zu helfen ist sein größter Ansporn. Mit 14 Jahren trat er in die Jugendfeuerwehr ein, 2017 wechselte er in die aktive Einheit. Ans Aufhören hat er seitdem nie gedacht.

Beruf erleichtert den Job in der Wehr

Den 21-jährigen Nuttlarer begeistert die Feuerwehr inzwischen seit mehr als sieben Jahren. Angefangen hat alles in der Jugendfeuerwehr, als das Interesse an der Feuerwehr durch seinen Nachbarn Karl-Heinz Hogrebe geweckt wurde. Ohne einen Kontakt zur Feuerwehr oder Freunde, die mitgegangen sind, ist Noah Schöne zu den ersten Jugendfeuerwehr-Treffen gekommen und es hat ihm gleich so viel Spaß gemacht, dass er bis heute voller Begeisterung dabeigeblieben ist.

Zwischendurch hat er seine Ausbildung in Ostwig gemacht und ist jetzt Mechatroniker für Kältetechnik. Sein Beruf erleichtert den Job bei der Feuerwehr. Handwerkliches Geschick ist auf jeden Fall von Vorteil, aber gerade auch die Kältetechnik und Chemie können in Einsatzsituationen bei der Feuerwehr weiterhelfen.

Kein Problem

Der Wechsel und das Ankommen bei den „Großen“ war für den Nuttlarer kein Problem. Mit 17 Jahren hat er schon zusammen mit der aktiven Einheit geübt und konnte so alle frühzeitig kennenlernen. „Nach der Jugendfeuerwehr aufzuhören, war mich nie eine Option“, sagt er. Es habe ihn gereizt, neue Sachen und Gerätschaften kennenzulernen und auszuprobieren, mit denen man in der Jugendfeuerwehr nichts gemacht hat.

Mehr zum Thema Bundestagswahl

Mit 18 Jahren konnte er dann auch endlich zu den Einsätzen mitfahren. Allein gelassen fühlte sich Noah Schöne auch bei der Feuerwehr nie: „Es ist immer einer da, der hilft. Die Atmosphäre in der Löschgruppe Nuttlar ist familiär und man bekommt immer Unterstützung.“ Das habe er auch bei einem seiner ersten größeren Einsätze erlebt, als am Stockey in Velmede mitten in der Nacht eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus brannte. Zum ersten Mal zählte jede Sekunde und er musste all sein Wissen und Können aus der Ausbildung unter Beweis stellen.

Es ist gerade diese Mischung, bei Einsätzen und in schwierigen Situationen gefordert zu werden und gleichzeitig von den Kameraden gefördert und unterstützt zu werden, die den Nuttlarer an der Feuerwehrarbeit immer wieder begeistern. Dazu gehört für den 21-Jährigen auch die Kameradschaft: „Man muss sich untereinander vertrauen und aufeinander verlassen können.“

Grundausbildung absolviert

Inzwischen hat Noah Schöne auch seine Grundausbildung absolviert, einen Atemschutz- und Maschinisten-Lehrgang besucht. Nebenbei engagiert er sich in der Brandschutz-Erziehung und Ausbildung in Kindergarten und Grundschule. Den Nachwuchs über die Gefahren beim Umgang mit Feuer und das richtige Verhalten im Notfall aufzuklären, liegt ihm am Herzen und der frühe Kontakt der Kinder mit der Feuerwehr ist dem Nuttlarer wichtig. Und der Kontakt zur Feuerwehr hat wohl auch dafür gesorgt, dass sein Bruder Luca begeistert dabei ist.

Roadshow: Die Feuerwehr stellt sich vor

Die Feuerwehr Bestwig lädt ab der kommenden Woche alle Interessierten im Rahmen ihrer „Roadshow“ zu einem unverbindlichen Kennenlernen ein. Dazu wird die Feuerwehr in jedem Ort der Gemeinde zwei Stunden unterwegs sein, einen Teil ihrer Technik vorstellen und den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort stehen.

Eine Freiwillige Feuerwehr ist darauf angewiesen, dass sich Menschen bereit erklären, dieses Ehrenamt auszuüben und ihren Mitmenschen im Notfall zu helfen, so wie Noah Schöne. Der Dienst bei der Feuerwehr ist Teamarbeit und dazu braucht es ein starkes und buntes Team. Einen Teil des Teams stellen wir in der Serie „Für mich für alle“ schon vor. Aber das Team bei der Feuerwehr kann noch weiterwachsen. Wer sich über die Arbeit der Feuerwehr informieren oder selbst mitmachen will, kann gern reinschnuppern und die Feuerwehrleute persönlich kennenlernen.

Die Termine im Einzelnen: -Dienstag, 24. August: Andreasberg, Schützenplatz
-Donnerstag, 26. August: Nuttlar, Feuerwehrhaus
-Mittwoch, 1. September: Heringhausen, Schützenplatz
-Freitag, 3. September: Ostwig, Marktplatz
-Dienstag, 7. September: Velmede, Schützenplatz
-Donnerstag, 9. September: Ramsbeck, Dorfplatz

Vorbeikommen und reinschnuppern geht an den Tagen immer von 18 bis 20 Uhr.

Wer schon jetzt mitmachen oder weitere Infos haben will, kann sich gern direkt per E-Mail melden: Ichbindabei@feuerwehr-bestwig.de.

  • Teamgeist, Kameradschaft, Leistungsbereitschaft, Wille zum sozialen Engagement - das macht die Freiwillige Feuerwehr aus. Willkommen ist in der Feuerwehr der Gemeinde Bestwig jeder, der sich engagieren möchte. Wir stellen Feuerwehrleute vor.
  • Die Löschgruppe Nuttlar besteht aktuell aus 31 aktiven Mitgliedern in der Einsatzabteilung.
  • Hinzu kommen 12 Kameraden in der Ehrenabteilung und 9 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr.
  • Einsatztaktisch verfügt die Einheit über ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6, ein Tanklöschfahrzeug TLF 3000, einen Gerätewagen (GW) und einen Tankanhänger.
  • Die Jugendfeuerwehr trifft sich alle 14 Tage montags zum Übungsabend zwischen 18 und 20 Uhr. Treffpunkt ist das Feuerwehrhaus in Bestwig.
  • Übungsabend der Löschgruppe Nuttlar ist alle 14 Tage dienstags um 19 Uhr am Feuerwehrhaus in der Kirchstraße.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Meschede und Umland

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben