Sanierung

Nuttlarer Schützen meistern Herkulesaufgabe vor dem Fest

Eine wahre Herkulesaufgabe waren die Sanierungsarbeiten in der Schützenhalle.         

Eine wahre Herkulesaufgabe waren die Sanierungsarbeiten in der Schützenhalle.        

Foto: Schützenbruderschaft

Nuttlar.   Die Nuttlarer Schützen haben sich für die Attraktivität ihrer Halle mächtig ins Zeug gelegt. Nun bitten sie im Unterstützung.

„Viele schaffen mehr“: Unter diesem Motto ruft die St.-Anna-Schützenbruderschaft Nuttlar zur finanziellen Unterstützung ihrer Sanierung der Toilettenanlagen in der Schützenhalle auf. Mit einer Crowd­funding-Aktion sollen in einem maximal drei Monate langen Finanzierungszeitraum 5000 Euro an Spenden zusammenkommen: „Wir hoffen auf eine breite Unterstützung durch Vereinsmitglieder, Freunde und die Öffentlichkeit“, sagt Brudermeister Ernst Voß.

Eine wahre Herkulesaufgabe sei die umfassende Sanierung der Toilettenanlage in der Schützenhalle gewesen, „ein großes Vorhaben für unseren Verein“, gesteht Brudermeister Voß. Nach zahlreichen Baumaßnahmen in den vergangenen Jahren stand damit wieder einiges auf dem Programm der Nuttlarer Schützenbrüder.


Die erste Vorstellung einer potenziellen Sanierung fand zur Generalversammlung im Jahr 2017 statt. Damals bestand der Entwurf noch in einem Anbau Richtung Bahnschienen, durchgesetzt hat sich dann aber eine Innenumbaulösung.

Baubeginn im Oktober 2018

Nach intensiven Planungen begannen die Baumaßnahmen im Oktober 2018. Mit dem Entfernen des Holzbodens wurde festgestellt, dass die darunter liegende Betonplatte statischen Anforderungen nicht mehr genügt. „Der anschließende Aushub von etwa 70 Kubikmeter Boden und der alten Betonplatte war schweißtreibend und arbeitsintensiv“, berichtet Voß. Zahlreiche Arbeitsschritte folgten: die Damen- und Herren-WCs wurden komplett überarbeitet, neue Abflussleitungen verlegt, zusätzliche Duschen integriert, eine neue Beleuchtung und neue Belüftung sowie eine energieeffiziente Gastherme zur Warmwasseraufbereitung eingebaut. Zusätzlich wurde die gesamte Abtrennbarkeit der großen Schützenhalle neu konzeptioniert.


Mittlerweile sind mehr als 1700 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit notiert. Etwa 50 unterschiedliche Helfer waren aktiv. Doch obwohl die Nuttlarer bei den Maßnahmen auf eine erhebliche Eigenleistung zurückgreifen konnten, sind hohe Kosten für Materialien und Fachbetriebe angefallen.


Deshalb hat die Bruderschaft in Kooperation mit der Volksbank Sauerland eine „Crowdfunding“-Aktion (zu deutsch: Schwarmfinanzierung) ins Leben gerufen – diese unterstützt eine vorhandene Finanzierung. „Das Prinzip ist ganz einfach: Mit wenigen Mausklicks können Interessierte auf der Aktionsseite im Internet einen frei wählbaren Betrag spenden“, so Voß.

Alles-Oder-Nichts-Prinzip

Es gilt jedoch das Alles-Oder-Nichts-Prinzip. Die Schützenbruderschaft als Projektinitiator bekommt demnach den Unterstützungsbetrag erst bei Finanzierungserfolg ausgezahlt. Bis dahin wird die Unterstützung auf einem Treuhandkonto der Volksbank Sauerland verwaltet. Bisher haben sich schon mehr als 100 Unterstützer mit einer Spendensumme von rund 2700 Euro beteiligt. „Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende“, sagt Voß stellvertretend für die Nuttlarer Schützen.


Die Schützenhalle solle auch in Zukunft der attraktive Veranstaltungsort für das gesellschaftliche Leben des Ortes bleiben. Durch die Maßnahme werde das Verweilen und Feiern in der Halle noch angenehmer – insbesondere für die weiblichen Gäste. Voß berichtet: „Gerade der Bereich der Damentoiletten war in die Jahre gekommen, mehr und mehr besorgniserregend: defekte Druckspüler, schlechte Standfestigkeiten der WCs, untragbare Einblicke aus dem Thekenraum direkt auf die Waschtische.“


Zudem wolle man durch den Einbau von Duschen zu einem noch attraktiveren Ziel für Ferienlager werden. Bislang mussten die sanitären Einrichtungen der benachbarten Turnhalle über die Gemeinde Bestwig mitgemietet werden, wenn Duschen genutzt werden sollten.


Diesen organisatorischen Mehraufwand scheuten viele Gäste. „Bereits im Sommer kann eine erste größere Gruppe aus Wietmarschen von den neuen Anlagen profitieren, denn die Umbauarbeiten sind seit etwa zwei Wochen beendet.“ Bis zum Schützenfest am kommenden Wochenende stehen lediglich noch Reinigungsarbeiten an. „Dann kann sich jeder ein Bild davon machen, wie gut das Ergebnis geworden ist“, freut sich Voß schon jetzt. „Das Ergebnis übertrifft all unsere Erwartungen.“

Jede Spende wird aufgestockt

Das Crowdfunding-Portal ist über den folgenden Link zu erreichen: https://vb-sauerland.viele-schaffen-mehr.de/sanierung-der-toilettenanlagen

Nach einer Spende gibt es die Möglichkeit als Unterstützer genannt zu werden oder das Projekt anonym zu unterstützen.

Bei Nicht-Erreichen der Finanzierungssumme in Höhe von 5000 Euro werden die bis dahin eingesammelten Gelder an die Unterstützer zurücküberwiesen.

Die Volksbank Sauerland fördert jede getätigte Spende in Höhe von mindestens fünf Euro mit einem Zuschuss in Höhe von fünf Euro Dieser Zuschuss erfolgt pro Person einmalig.

B ei bisher gut 100 Unterstützern liegt der Unterstützungsanteil der Volksbank aktuell bei rund 500 Euro.

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