Lebensgefahr

Opfer von Bienen-Attacke in Meschedes Partnerstadt in Klinik

Ein Bienenschwarm - so wie hier zu sehen - hat zwei Wanderer nahe Meschedes Partnerstadt attackiert.

Ein Bienenschwarm - so wie hier zu sehen - hat zwei Wanderer nahe Meschedes Partnerstadt attackiert.

Foto: Robert Michael / dpa

Meschede/Le Puy.  Tausende Bienen haben zwei Wanderer lebensgefährlich verletzt. Die beiden Opfer wurden in eine Klinik in Meschedes Partnerstadt Le Puy gebracht.

Nach einem Angriff von tausenden Bienen sind zwei Wanderer vom Rettungsdienst in eine Klinik in Meschedes Partnerstadt Le Puy gebracht worden. Die 52-jährige Frau und der 70-jährige Mann waren am Dienstag in einem Gebiet nahe der südfranzösischen Stadt Brignon unterwegs, als sie plötzlich attackiert wurden.

Nach Angaben der Feuerwehr seien der gesamte Körper des Mannes und weite Teile bei der Frau von Bienen bedeckt gewesen, als die Rettungskräfte eintrafen. Um sie herum habe eine „ganze Wolke wütender Insekten“ geschwirrt, so dass es zunächst unmöglich gewesen sei, das Paar in Sicherheit zu bringen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP.

Imker räuchert Opfer und Rettungswagen ein

Erst ein Imker habe zur Rettung beitragen können: Er räucherte die beiden Opfer und einen Rettungswagen ein, so dass eine erste Behandlung möglich wurde. Mehrere Feuerwehrleute wurden dabei von Bienen gestochen; einer habe daraufhin Probleme mit dem Kreislauf bekommen.

Beide Verletzten wurden ins Emile-Roux-Hospital in Meschedes Partnerstadt Le Puy gebracht. Der 70-jährige Mann schwebte in Lebensgefahr, inzwischen hat sich sein Zustand stabilsiert, wie französische Medien berichten. Er wurde daraufhin in eine Spezialklinik nach Saint-Etienne verlegt. Seine Begleiterin konnte die Klinik in Le Puy am Mittwoch wieder verlassen.

Staatsanwaltschaft leitet Verfahren ein

Die Feuerwehr wird mit den Worten zitiert, dass die Bienen möglicherweise von der Honigernte ihres Imkers und dem schwül-stürmischen Wetter aufgeschreckt waren. Die Staatsanwaltschaft in Le Puy hat ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet. Sie geht dem Verdacht nach, dass die Bienenstöcke zu nahe an einem öffentlichen Weg aufgestellt waren.

Erst im Juni 2018 war eine 90-jährige Frau nach einem Bienenangriff in der Region gestorben - sie war 200 Mal gestochen worden.

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