Corona

Ordnungsamt Bestwig reagiert auf Kritik nach Corona-Hochzeit

Nach einer Hochzeit in der Velmeder Schützenhalle in Zeiten von Corona gab es Kritik am Ordnungsamt der Gemeinde.

Nach einer Hochzeit in der Velmeder Schützenhalle in Zeiten von Corona gab es Kritik am Ordnungsamt der Gemeinde.

Foto: Frank Selter

Bestwig.  Nach einer Corona-Hochzeit in Velmede hab es auch Kritik am Bestwiger Ordnungsamt. Wie die Gemeindeverwaltung darauf reagiert.

Eine Hochzeit in der Gemeinde Bestwig in Zeiten von Corona hat zuletzt hohe Wellen geschlagen . Zum einen, weil in der Velmeder Schützenhalle mehr Gäste gefeiert haben sollen als die damals noch erlaubten 150. Zum anderen, weil sich laut Gesundheitsamt auf dieser Feier möglicherweise zehn der Gäste infiziert haben könnten . Kritik gab es in diesem Zusammenhang jetzt auch am Ordnungsamt der Gemeinde: Man müsse sich nicht wundern, wenn am Abend keine Hinweise auf Verstöße eingegangen seien. Schließlich sei man im Rathaus alles andere als flexibel und auch in besonderen Zeiten wie diesen in den Abendstunden nicht erreichbar.

Wie Gemeinde-Sprecherin Angelika Beuter nun auf Nachfrage mitteilte, gibt es einen Notdienst des Ordnungsamtes am Wochenende tatsächlich nur, um zum Beispiel bei Unterbringungen erreichbar zu sein. Verstöße gegen Corona-Bestimmungen würden an den Wochenenden jedoch ohnehin von der Polizei aufgenommen. Sie schreibe die Ordnungswidrigkeitenanzeigen und leite sie an die Ordnungsbehörde weiter. Allerdings hatte es an jenem Abend auch keine Hinweise an die Mescheder Polizei gegeben.

Insgesamt seien seit Beginn der Corona-Krise etwa zehn Hinweise auf Verstöße gegen Einhaltung der Corona-Auflagen beim Ordnungsamt eingegangen. In der Regel habe es sich dabei um Verstöße beim Kontaktverbot, in der Gastronomie und bei der Maskenpflicht gehandelt.

In sieben Fällen sind laut Beuter von der Polizei Ordnungswidrigkeitenanzeigen aufgenommen worden - bei 16 Personen wurden daraufhin Bußgelder verhängt. Seitens des Ordnungsamtes seien bislang keine Bußgelder verhängt, sondern lediglich Ermahnungen ausgesprochen worden.

Verstöße gegen das Kontaktverbot sind laut Beuter zu Beginn der Pandemie im Frühjahr an vereinzelten Orten, besonders im Ruhrtal, festgestellt worden. „Zurzeit liegen keine Hinweise auf eine Häufung von Verstößen gegen das Kontaktverbot vor“, so die Gemeinde-Sprecherin. Das Ordnungsamt führe das auf die späte Jahreszeit zurück.

Aufgestockt worden ist das Personal des Ordnungsamtes seit der Corona-Krise zwar nicht. Allerdings habe es eine bedarfsgerecht Umschichtung der Schwerpunkte geben. Der Dienst werde im Rahmen der gleitenden Arbeitszeit geleistet - aber je nach Lage gebe es einen verstärkten Einsatz auch an den Wochenenden, so Beuter.

Seit März ist die Corona-Krise in den Ordnungsämtern der Kommunen ein Dauerthema. Da bildet die Gemeinde Bestwig keine Ausnahme. Aufgrund der häufigen Änderungen der Corona-Schutzverordnung fallen laut Beuter viele Gespräche, Telefonate und Schriftverkehr unter anderem mit Institutionen, Vereinen und Gastronomen an.

In erster Linie gehe es darum, auf die jeweiligen Bestimmungen der Verordnung hinzuweisen und bei deren Umsetzung zu beraten. „Daneben gibt es in einer Ordnungsbehörde viele weitere Tätigkeitsfelder, die leider momentan nur nachrangig bearbeitet werden können“, so Beuter.

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