Menschen in Schmallenberg

Philipp Muckelmann findet Ausgleich zu Großstadt in Brabecke

Philipp Muckelmann kommt gerne nach Brabecke.

Philipp Muckelmann kommt gerne nach Brabecke.

Foto: Eric Steinberg / WP

Philipp Muckelmann wohnt in Köln, verbringt seine Wochenenden aber in Brabecke. Im Alter will er seinen Hauptwohnsitz nach Schmallenberg verlegen

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. Am Wochenende zieht es Philipp Muckelmann aus der Großstadt ins Sauerland. Hier geht er laufen, fährt Motorrad oder verbringt Zeit mit seiner Familie. Vor allem schätzt er die Ruhe und Natur. Eigentlich wohnt der 41-Jährige unter der Woche in Köln und arbeitet im Bankwesen von Frankfurt. Das Wochenende hingegen verbringt der Familienvater aber am liebsten im Sauerland, genauer gesagt im kleinen Ort Brabecke. Dort findet er den Ausgleich zum Stadtleben und kann seinen Hobbys nachgehen. Im Alter will er seinen Hauptwohnsitz ganz nach Brabecke verlagern, sagt er im Interview.

Was hat Sie ins Sauerland geführt?

Philipp Muckelmann: Meine Verbindung zum Sauerland ist recht lang, schon als kleines Kind habe ich am Rimberg das Skifahren gelernt. Später habe ich für einen großen Medikamentenvertrieb in der Nähe von Düsseldorf Arzneimittel ausgefahren, unter anderem auch in Bestwig und Warstein. Letztendlich war es aber dann die Liebe, die mich hierher verschlagen hat.

Seit mittlerweile insgesamt 15 Jahren bin ich mit meiner Frau zusammen, ihr Vater kommt aus Brabecke. Am Anfang waren die Besuche dort eher sporadisch und beschränkten sich auf ein paar Wochenenden im Jahr.

Aber jetzt sind Sie häufiger hier?

Ja. Vor drei Jahren haben wir uns dann im Haus meiner Schwiegereltern eine Wohnung eingerichtet und sind nun viel öfter hier.

War dieser Schritt für Sie eine große Umstellung?

Eigentlich war es das nicht. Die Leute haben es mir relativ einfach gemacht und mit den Nachbarn kam man schnell in Kontakt und hat sich gut verstanden. Im Moment wohnen wir unter der Woche auch in Köln und ziehen bald nach Düsseldorf, mitten in die Stadt. Das Leben hier ist im Gegensatz dazu ein schöner Ausgleich. Die Ruhe und die Natur genieße ich sehr.

Was gefällt Ihnen besonders?

Vor allem gefällt mir die Landschaft. Ich fahre auch Motorrad und die Strecken sind wirklich super hier! Außerdem grille ich sehr gerne und das in Ruhe im eigenen Garten machen zu können, gefällt mir. Zudem wird hier das Metzgerhandwerk noch wirklich gepflegt und man kann richtig gutes Fleisch kaufen, bei dem man auch weiß, woher es kommt. Außerdem ist da noch die gute Nachbarschaft, der Zusammenhalt im Dorf. Das kennt man aus der Großstadt nicht so.

Und gibt es auch negative Seiten?

Da wir neben der Kirche wohnen ist es in Brabecke speziell der Kirchturm, der jeden Tag früh am Morgen läutet und nervt (lacht). Was mir auch nicht gefällt ist die verregnete Zeit im Herbst, an denen es auch manchmal drei oder vier Tage durchregnet. Dann ist das Sauerland nicht so schön wie normalerweise. Ansonsten gefällt es mir hier durchweg gut.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Zum einen fahre ich Motorrad, zum anderen gehen wir wandern und ich gehe laufen. Auch dafür gibt es hier in Schmallenberg wunderschöne Strecken. Abends wird oftmals gegrillt, man sitzt mit den Nachbarn zusammen und trinkt gemütlich ein Bierchen. Hauptsächlich verbringe ich aber Zeit mit meiner Frau und meinem kleinen Sohn.

Wo trifft man Sie sonst noch?

Am Albrechtsplatz hat man mich sonst häufig mit dem Motorrad getroffen, leider ist die Strecke jetzt am Wochenende immer gesperrt. Ansonsten sieht man mich samstags oder sonntags beim Laufen, auf jeden Fall aber am Samstagmorgen beim Metzger.

Könnten Sie sich vorstellen, einmal komplett nach Brabecke zu ziehen?

Im Alter mit Sicherheit. Wenn ich irgendwann pensioniert bin, stelle ich mir schon vor, dass wir unsern Hauptwohnsitz hierher verlagern und den ganzen Sommer in Brabecke verbringen. Das ist mein Ziel.

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