Betreuung

Platz im Kindergarten Remblinghausen reicht nicht mehr aus

Rechts oberhalb der St.-Jakobus-Kirche ist der Kindergarten in Remblinghausen zu sehen. Die Einrichtung soll erweitert werden.

Rechts oberhalb der St.-Jakobus-Kirche ist der Kindergarten in Remblinghausen zu sehen. Die Einrichtung soll erweitert werden.

Foto: Blossey

Remblinghausen.   Der Remblinghauser Kindergarten wird zu klein. Jetzt soll durch einen Anbau mehr Platz geschaffen werden. In dieser Woche entscheidet der Rat.

Zusätzliche Betreuungsplätze - insbesondere im U3-Bereich - werden im St.-Jakobus-Kindergarten in Remblinghausen benötigt. Der Anbau für eine dritte Gruppe ist daher jetzt Thema im Bildungs-Ausschuss am heutigen Mittwoch. Der Stadtrat entscheidet darüber endgültig am Donnerstag, 23. Mai.

14 Kinder auf der Warteliste

Die Kindertageseinrichtung wird bisher zweigruppig geführt. Über eine Ausnahmegenehmigung werden aber schon jetzt mehr Kinder in der Kita betreut, als es die Betriebserlaubnis vorsieht. Gegenwärtig besuchen 43 Jungen und Mädchen den Kindergarten Remblinghausen.

Auf der Warteliste stehen für das neue Kindergartenjahr ab August 14 Kinder, davon 12 unter drei Jahren. „Der Betreuungsbedarf der überwiegend berufstätigen Eltern kann nur durch neue Kita-Plätze gedeckt werden“, heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung. Dafür soll das Gebäude durch einen Anbau auf dem freien angrenzenden Grundstück erweitert werden.

Voraussetzung ist, dass die Stadt Meschede die Trägeranteile für den Betrieb der dritten Gruppe (gemäß Kinderbildungsgesetz) ab dem Zeitpunkt der Umsetzung - voraussichtlich im August 2020 - übernimmt. Einen entsprechenden Antrag hat die Katholische Kindertageseinrichtungen Hochsauerland Waldeck gemeinnützige GmbH als freier Träger des katholischen Kindergartens gestellt. Er ist Thema in den Ausschuss- und Ratssitzungen.

Kosten gestiegen

Zur Begründung: Die Aufwendungen für Personal und die bauliche Unterhaltung seien in den vergangenen Jahren weitaus stärker gestiegen als die Refinanzierung durch das KiBiz-Gesetz. „Daher können freie Träger einen Ausbau für notwendige Mehrplätze nur leisten, wenn die Kommunen unterstützen“, erklärt Michael Stratmann, Geschäftsführer der Kath. Kita gem. GmbH.

Der Anbau selbst soll über das Investitionsprogramm des Bundes („Kinderbetreuungsfinanzierung“) zu 90 Prozent aus Bundesmitteln und zu 10 Prozent über Eigenmittel der Kath. Kita gem. GmbH finanziert werden.

Verwaltung für die Erweiterung

Für die Stadt Meschede wäre dann für das Kindergartenjahr 2020/2021 in Remblinghausen durch die Erweiterung mit einem zu übernehmenden Trägeranteil in Höhe von ca. 29.668 Euro zu rechnen. Da die neu einzurichtende dritte Kindergartengruppe komplett durch die Stadt finanziert werden soll, erhöht sich der Trägeranteil von 4 auf 12 Prozent - die Mehrkosten betragen somit ca. 16.000 Euro.

„Dieser prozentuale Trägeranteil kann sich durch die für den Sommer 2020 geplante umfassende Reform des KiBiz zugunsten aller Kita-Träger noch ändern“, heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung. Und weiter: „Die Mehrausgaben werden aber durch diese Subventionen voraussichtlich vollumfänglich kompensiert.“

Die Verwaltung schlägt daher vor, den Trägeranteil für die dritte Kindergartengruppe zu übernehmen.

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