Radweg

Radweg bei Berge bleibt gesperrt

Am Radweg Berge

Am Radweg Berge

Foto: WP

Berge.   Bis in den Spätherbst ziehen sich die Durchforstungsarbeiten am Wennetalradweg. Der Radweg zwischen Wennemen und Wenholthausen bleibt gesperrt.

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Der Wennetalradweg zwischen Wennemen und Wenner Stieg bei Wenholthausen wird noch bis in den Spätherbst gesperrt bleiben. So lange wird die Durchforstung entlang der elf Kilometer langen Strecke dauern. Das sagte Thomas Rensing, Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Straßenbau in Meschede. Überlegt werde, einzelne Abschnitte des Radweges freizugeben, sobald dort die Arbeiten beendet seien.

Begonnen haben die Arbeiten an dem Stück zwischen Berge und Wenholthausen. Hier hatte sich der tödliche Unfall ereignet, bei dem ein Radfahrer durch einen umstürzenden Baum getötet worden war. Danach war noch ein zweiter Baum umgestürzt. Nach dem ersten Unglück war der Radweg kontrolliert worden. Es war zwar eine „selektive Gehölzpflege“ empfohlen, der Weg aber insgesamt für sicher erklärt worden. Seit dem zweiten Unglück ist der Weg komplett gesperrt. Ein Baumkontrolleur hat inzwischen die Bäume markiert, die gefällt werden müssen. Entlang der elf Kilometer werden das einige hundert sein – bei einem Bestand von mehreren zehntausend. Ziel ist, bessere Wuchsbedingungen für stärkere Bäume zu schaffen. Außerdem: „Wenn wir feststellen, dass ein Baum langfristig ein Risiko ist, dann nehmen wir ihn heraus.“ Nach der Durchforstung wird der Kontrolleur die Strecke noch einmal begutachten.

Schaden an Baum nicht zu erkennen

Nicht alle Bäume entlang des Radweges stehen auf öffentlichem Gebiet. Über die Durchforstungsarbeiten des Landesbetriebs sind deshalb die privaten Anlieger informiert und gebeten worden, auch eine Gehölzpflege zu prüfen: „Jeder ist für die Verkehrssicherungspflicht auf seiner Seite zuständig.“ Wie ein Anlieger seinen Bestand pflege, sei wiederum jedem selbst überlassen. Der zweite umgestürzte Baum, der neun Meter vom Radweg entfernt stand, war ein solcher Anliegerbaum. Bei der Kontrolle nach dem ersten Unglück war dieser durchgegangen – „der Baum war nicht als offensichtlich gefährdet zu erkennen“, sagt Thomas Rensing: Der Baum war voll belaubt, hatte an der Wurzel eine schadhafte Stelle, er war verdeckt durch andere Bäume und den Bewuchs am Boden.

Die Mescheder Niederlassung de Landesbetriebs ist zuständig für 2600 Kilometer Straßen und Wege. Zweimal im Jahr finden Baumbeobachtungen statt – jeweils belaubt und unbelaubt. Dabei sollen auffällige Bäume entdeckt werden. Thomas Rensing betont: „Wir können nicht jeden Baum einzeln abklopfen. Eine hundertprozentige Garantie gibt es nicht. Das ist nun einmal die Natur.“

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