Bergsteiger

Sauerländer besteigen heute den Kilimanjaro

Gut gelaunt: Die  Bergsteiger der Sektion Hochsauerland im Deutschen Alpenvereinbeim Gruppenbild  vor dem Aufstieg zum Kilimanjaro.

Gut gelaunt: Die Bergsteiger der Sektion Hochsauerland im Deutschen Alpenvereinbeim Gruppenbild vor dem Aufstieg zum Kilimanjaro.

Foto: WP

Meschede.   Eine elfköpfige Truppe des Deutschen Alpenvereins aus der Sektion Hochsauerland macht sich auf den Weg hoch zum Kilimanjaro. Heute geht es los.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

5892 Meter – so hoch ist der Kilimanjaro, der höchste Berg Afrikas. Zum Vergleich: Das sind noch einmal rund 5000 Meter mehr als der höchste Punkt des heimischen Sauerlandes bieten hat. Zu hoch ist die früher auch als Kaiser-Wilhelm-Spitze bekannt gewordene Erhebung für echte Sauerländer damit aber trotzdem nicht: Eine elfköpfige Truppe des Deutschen Alpenvereins aus der Sektion Hochsauerland macht sich heute auf den Weg, den weltberühmten Berg zu bezwingen.

Die Vorbereitungen für die außergewöhnliche Tour dauerten dabei schon eine ganze Weile an: Noch in der Heimat absolvierte die Gruppe, zu der unter anderem auch zwei Teilnehmer aus Bad Fredeburg zählen, in den letzten Wochen vor dem Start mehrere Treffen. Diese dienten unter anderem zur Planung und zum Kennenlernen der Gruppe untereinander. Danach hatten sich die Wanderer auch schon einmal zu einem gemeinsamen Testlauf aufgemacht: Beim Aufstieg auf die Hunau bei Bödefeld wurde, zumindest was die Entfernung, die Höhenmeter und das Wetter mit Schneelagen angeht, unter den realistischen Bedingungen einer Tagesetappe am Kilimanjaro, die etwa 15 Kilometer Wegstrecke und 450 Höhenmeter umfasst, geübt.

Mount Meru als erstes Ziel

Am Freitag der vergangenen Woche war die Truppe dann über die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba in den am Kilimanjaro gelegenen Nationalpark in Tansania gereist und war im Anschluss zunächst zu einem Aufstieg auf den 4563 Meter hohen Mount Meru, einem Nachbarberg des Kilimanjaro, aufgebrochen.

„Der erste Aufstieg diente noch einmal der Akklimatisierung. In den großen Höhen, die auf dem ‘Kili’ erreicht werden, fällt dem Körper die Umstellung wegen der geringeren Sauerstoffzufuhr aus der Luft sehr schwer. Über den ersten Aufstieg wollten wir zunächst eine bessere Anpassung erreichen und die Bildung der roten Blutkörperchen im Körper anregen“, sagt Tourleiter Thomas Tigges.

Weg durch einen Nebelwald

Die erste Wanderung führte dabei zunächst durch einen Bergnebelwald bis zum höchsten Punkt am Rande des mittlerweile inaktiven Vulkankraters. Von dort gab es zumindest schon mal einen ersten Blick auf das eigentliche Ziel der Reisegruppe: „Eigentlich ist der Ausblick vom Nachbarberg sogar etwas besser, weil man ja den direkten Blick auf unser eigentliches Ziel genießen kann.“

Die Vorfreude auf die eigentliche Gipfelerstürmung ist bei den Sauerländern nach dem ersten Ausflug nun noch einmal größer geworden: „Der Kilimanjaro ist für jeden Bergsteiger und -Wanderer schon etwas ganz besonderes“, sagt Tigges. Heute geht es für die Gruppe, die gemeinsam mit einheimischen Bergführern und Helfern unterwegs ist, in Richtung Bergspitze des Kilimanjaro: „Geplant ist der Aufstieg über eine weniger bekannte, aber sehr sehenswerte Route“, sagt Tourleiter Tigges, der noch ergänzt: „Generell sind die beiden Aufstiege technisch nicht zu anspruchsvoll, erfordern aber viel Ausdauer und sind deshalb nicht zu unterschätzen.“

Gipfelsturm um Mitternacht

Voraussichtlich gegen Mitternacht werden die Sauerländer Bergwanderer dann laut Plan den Gipfel erreichen und als Höhepunkt ihrer Tour den Sonnenaufgang in den frühen Morgenstunden des neuen Tages vom Berg aus miterleben. Erst danach macht sich die Gruppe wieder auf den Weg zurück ins Tal. Nach den Strapazen der zwei anstrengenden Bergtouren wird es für die Sauerländer aber auch noch eine Möglichkeit zur Entspannung geben: Bei einer anschließenden Trekking-Safari erkunden die Tourteilnehmer vor ihrer Rückkehr nach Deutschland auch noch das sehenswerte Flachland rund um das Bergmassiv.

„Wenn wir schon einmal in Afrika sind, dann möchten wir natürlich auch die Gelegenheit dazu nutzen, uns einmal die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt Afrikas genauer anzuschauen“, erklärt Tigges. Am kommenden Samstag fliegt die Gruppe dann wieder nach Hause und wird am Sonntag erwartet.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben