Wohnungen

SBG will neue Mietwohnungen in Schmallenberg schaffen

An der „Hohen Fohr“ in Schmallenberg könnten neue Wohnungen entstehen.  Der jetzige Gebäudekomplex würde dann abgerissen werden.

An der „Hohen Fohr“ in Schmallenberg könnten neue Wohnungen entstehen. Der jetzige Gebäudekomplex würde dann abgerissen werden.

Foto: Laura Handke

Schmallenberg.   Wenn der Stadtrat zustimmt könnten an der „Hohen Fohr“ bis zu 45 Mietwohnungen entstehen. Die Umsetzung könnte schon 2020 starten.

Die Siedlungs- und Baugenossenschaft Meschede hat große Pläne für Schmallenberg: Bis zu 45 neue Mietwohnungen könnten an der „Hohen Fohr“ in Zentrumsnähe entstehen, wenn der Stadtrat zustimmt. „Damit wollen wir einen Beitrag für altersgerechtes Wohnen im Stadtgebiet leisten“, betont Vorstand Josef Lumme.

Die Pläne und Ergebnisse einer Umfrage unter Schmallenbergern in Gleidorf, Schmallenberg, Bad Fredeburg und Fleckenberg (wir berichteten) stellte die SBG nun den Ratsmitgliedern vor und hofft auf ihre Unterstützung und Zustimmung.

„Dank der Umfrage wissen wir, dass die Nachfrage groß ist. Mehr als 100 Bürger zwischen 60 und 90 Jahren wären bereit, umzuziehen. Das bestätigt uns in unserem Denken. In Meschede oder Eslohe gibt es ähnliche Wohnprojekte, die sehr gut ankommen, auch bei jüngeren Menschen und Familien“, so Lumme.

Mietersollen mit entscheiden

Dabei betont Vorstand Elmar Reuter auch, dass sich die Bebauung der geplanten Mietwohnungen an den städtebaulichen Zielen der Stadt orientiere: „Bei der Höhenentwicklung würden wir uns an den vorhandenen Gebäuden orientieren. Auch Park- und Stellplätze wären geplant.“

Besonders wichtig sei der SBG, dass die Mieter in vielen Angelegenheiten mitbestimmen können: „Sie können beispielsweise mit auswählen wer einzieht und haben auch die Möglichkeit, bei der Gestaltung ihrer Wohnung in gewissen Punkten mitzuwirken.“

Architekten-Wettbewerb geplant

Stimmt der Stadtrat den Plänen der Siedlungs- und Baugenossenschaft für ein neues Wohngebiet an der „Hohen Fohr“ zu, dann soll schnellstmöglich ein kleiner Architekten-Wettbewerb ausgeschrieben werden.

„Wenn alles gut läuft, dann könnten wir in der zweiten Hälfte von 2019 den Wettbewerb ausschreiben und womöglich schon 2020 mit der Bebauung starten“.

Grobe Vorstellungen gebe es für den Wettbewerb bereits: „Wir wollen keine baulichen Großstrukturen, daher wird das Thema „nachbarschaftliches Wohnen“ sein. Daran sollen sich die Teilnehmer orientieren und ein Konzept entwerfen.“

Innenstadt-Lage ist wichtig

Vor allem seien dabei auch Gemeinschaftsräume oder Sonderräume für mögliche Pflege- oder Hilfsdienste nötig. Denn auch das sei gerade von älteren Menschen in der Umfrage gewünscht worden.

„Hier gibt es eine hohe Eigenheimquote. Für viele werden die Häuser mit den Jahren zu groß, die Arbeit zu viel. Gemeinschaftliches Wohnen ermöglicht ihnen sozialen Kontakt mit anderen, aber gleichzeitig auch selbstständig zu bleiben und zu wohnen“, so Lumme.

„Dass das so gut ankommt, das hätte ich vor 15 bis 20 Jahren auch nicht gedacht - da wäre die Resonanz auch anders gewesen“, sagt er und lacht. Aber mit der Zeit müsse man sich den neuen Erwartungen anpassen.

Gerade auch die zentrale Lage in der Nähe zur Innenstadt sei enorm wichtig: „Alles Nötige muss in der Nähe sein. In den kleineren Orten wäre das meist nicht der Fall. Dann müsste zuerst auch noch der Öffentliche Nahverkehr hier verbessert werden.“

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