Landwirtschaft

Schmallenberg: Abiturienten sammeln Eier und melken Kühe

| Lesedauer: 3 Minuten
Eine gelungene Kooperation zwischen Schmallenberger Landwirten und den Berufskollegs. Diese Schüler-Gruppe sammelte auf dem Hof Droste in Almert Eier – zusammen mit Brigitta und Florian Droste. Insgesamt 6000 Eier kamen an einem Vormittag zusammen.

Eine gelungene Kooperation zwischen Schmallenberger Landwirten und den Berufskollegs. Diese Schüler-Gruppe sammelte auf dem Hof Droste in Almert Eier – zusammen mit Brigitta und Florian Droste. Insgesamt 6000 Eier kamen an einem Vormittag zusammen.

Foto: Barbara Kruse, WLV / Privat

Schmallenberg.  Schmallenberger Landwirte und das Berufskolleg Olsberg freuen sich über eine gelungene Kooperation, die beide Seiten bereichern soll.

Startschuss für ein neues Kooperations-Projekt zwischen Schule und Landwirtschaft: Einmal im Jahr werden ab sofort die Schüler und Schülerinnen des Beruflichen Gymnasiums im Fachbereich Ernährung am Berufskolleg Olsberg einen Tag auf dem Bauernhof verbringen, um ihre theoretischen Kenntnisse über Nahrungsmittel mit praktischem Wissen über die Erzeugung vor Ort anzureichern. Den ersten Tag bezeichnen alle Beteiligten als „mehr als gelungen“. Auf dem teilnehmenden Kartoffelhof der Familie Ax in Schmallenberg wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Lernort Bauernhof

Josef Schreiber, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Hochsauerland, freute sich über diesen „wichtigen Schritt für unsere Öffentlichkeitsarbeit.“ Im „Lernort Bauernhof“ im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) sind die Bauernhöfe vernetzt, die regelmäßig Schulklassen, Kindergartengruppen und Erwachsene empfangen und ihnen ihre Wirtschaftsweise näherbringen. „Mit diesem Engagement hoffen wir, bei jungen Leuten die Wertschätzung von Lebensmitteln zu steigern und ihnen deren Herkunft transparenter zu machen. Von dieser Zusammenarbeit mit dem beruflichen Gymnasium erwarten wir einen kontinuierlichen Austausch. Ich wünsche dem Projekt viel Erfolg und dass es lange bestehen bleibe.“

Andrea Möllers, Schulleiterin des Beruflichen Gymnasiums am Berufskolleg Olsberg, sieht eindeutige Vorteile für die angehenden Abiturienten: „Als Schule haben wir ein Interesse daran, unseren Abiturienten eine möglichst ganzheitliche Ausbildung zu vermitteln. Im Ausbildungsgang mit dem Schwerpunkt Ernährung scheint es geradezu selbstverständlich, dass sich unsere Schüler auch damit beschäftigen, unter welchen Hygiene-, Arbeits- und Vermarktungsbedingungen regionale Lebensmittel erzeugt werden. Und dass sie dabei auch mal kräftig mit zupacken dürfen, vertieft das neu gewonnen Wissen.“

Schüler konnten selbst arbeiten und Fragen stellen

Für die drei Schülergruppen (eine mit fünf, eine mit sieben und eine mit neun Personen) waren die fünf Stunden auf den Betrieben ereignisreich und boten ihnen die Möglichkeit, selbst Arbeiten zu erledigen und ihre im Unterricht vorbereiteten Fragen zu stellen. Stellvertretend nahmen Anita Kastrati, Melissa Akbas, Marlene Bier und Tom Westerwinter aus Schmallenberg nach einer Klausur ebenfalls an dem Pressetermin teil.

Nach dem erfolgreichen Start werden die Initiatoren jetzt die Ergebnisse der ersten Kooperation auswerten und konkret die weiteren Schritte festlegen. Ziel ist, dass allen Absolventen dieser Praxis-Tag möglich gemacht wird und die Kooperation so fest im Lehrplan verankert wird, dass sie noch viele Jahre weiter gelebt wird.

>>> HINTERGRUND

Die Idee zur Kooperation hatte Lehrerin Hiltrud Schwake, als sie einen Bericht über eine geplante Zusammenarbeit des Berufskollegs in Hamm mit den dortigen Bauernfamilien gelesen hat.

Sie stellte im Anschluss die Verbindung zwischen dem landwirtschaftlichen Kreisverband Hochsauerland und dem beruflichen Gymnasium Olsberg her.

Schnell waren die drei Bauernhöfe in Schmallenberg Caspar Ax (Kartoffeln und Milchkühe), Florian Droste (Bioeier und Milchziegen) und Franz Mathweis (Milchkühe) gefunden, die bereit waren, die Schülergruppen an einem Tag für mehrere Stunden zu empfangen.

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