Gymnasium

Schmallenberg: Neue Schulleiterin kommt in turbulenter Zeit

Die Vorgänger Berthold Zeppenfeld (rechts) und Norbert Otto an der Seite, die Schulgemeinschaft im Rücken: So startet Dr. Elke Winekenstädde jetzt auch offiziell in ihr Amt als Leiterin des Städtischen Gymnasiums.  

Foto: Katrin Clemens

Die Vorgänger Berthold Zeppenfeld (rechts) und Norbert Otto an der Seite, die Schulgemeinschaft im Rücken: So startet Dr. Elke Winekenstädde jetzt auch offiziell in ihr Amt als Leiterin des Städtischen Gymnasiums.   Foto: Katrin Clemens

Schmallenberg.   Die Schulgemeinschaft des Schmallenberger Gymnasiums begrüßt Dr. Elke Winekenstädde als neue Leiterin. Auf allen Seiten herrscht Erleichterung.

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Sie ist wieder hier, in ihrem Revier: Schon in den Sommerferien hat Dr. Elke Winekenstädde ihr neues Büro bezogen, jetzt ist sie auch offiziell als neue Schulleiterin im Städtischen Gymnasium begrüßt worden.

Und das nicht irgendwie – mit Marius Müller-Westernhagens Hit „Ich bin wieder hier“ eröffnete die Lehrerband die Feier in der Aula. Viele der Kollegen haben schon vor Jahren mit Winekenstädde zusammengearbeitet, als sie stellvertretende Schulleiterin war. Jetzt ist die 55-jährige Pädagogin nach einigen Stationen an anderen Schulen zurück.

Langes Jahr der Vakanz

Deutlich erleichtert wirkt die gesamte Schulgemeinschaft über die Neubesetzung der Stelle. Kollegen, Schüler, Elternvertreter und auch Bürgermeister Bernhard Halbe zeigten sich erfreut. Schließlich liegt seit dem gesundheitsbedingten Schritt Berthold Zeppenfelds in den Ruhestand fast ein gesamtes Schuljahr zurück.

„Wir wünschen uns, dass Sie die Dinge strukturiert angehen“, forderte Schülersprecherin Julia Vollmer die neue Schulleiterin in ihrer Ansprache auf. Die Schüler hätten im vergangenen Jahr das Gefühl gehabt, dass es „etwas drüber und drunter“ gegangen sei.

Duo steht an der Spitze

Gemeinsam mit Markus Gercken als Stellvertreter, der die Schule im vergangenen Jahr kommissarisch geleitet hatte, will Winekenstädde nun wieder mehr Sicherheit in den Schulalltag bringen. Dass sie aber auch einiges reformieren wolle, machte sie in ihrer Antrittsrede direkt deutlich.

Bei allen Reformen, die anstehen und auch allen politischen Vorgaben, die noch kommen werden – insgesamt sei ihr eine Schulkultur wichtig, „die Menschen nicht klein macht, sondern Persönlichkeiten stärkt.“

G8 oder G9 lautet die Frage

Die Schülerzahlen am Gymnasium werden in den kommenden Schuljahren laut Prognose recht konstant bleiben, im Gegensatz zu denen an Real- und Hauptschule. Dort nehmen sie von Jahr zu Jahr etwas deutlicher ab. Auf das Gymnasium kommt aber schulpolitisch einiges zu – die Entscheidung zwischen dem Abitur nach acht oder neun Jahren steht noch aus.

„Wir warten auf klare gesetzliche Vorgaben dazu“, sagte Bürgermeister Halbe. Ein Großteil der Eltern und Schüler in Nordrhein-Westfalen tendiere zur Rückkehr zu G9. Sollte es so kommen, würde das für das Gymnasium und die Stadt als Schulträger bedeuten, dass ein Jahrgang mehr im Schulzentrum an der Obringhauser Straße unterrichtet werden müsste.

Der nötige Platz ist aktuell nicht vorhanden. Doch über solche praktischen Konsequenzen wollen die Verantwortlichen beraten, wenn die Entscheidung für oder gegen die Rückkehr zu G9 endlich gefallen ist.

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