Wald

Schmallenberg: Wetterextreme sind große Herausforderung

Die ANW aus Schmallenberg setzt sich für den Umbau der Wirtschaftswälder ein. Im Sommer gab es bereits eine

Die ANW aus Schmallenberg setzt sich für den Umbau der Wirtschaftswälder ein. Im Sommer gab es bereits eine

Foto: ANW

Schmallenberg.   Die Land- und Waldwirtschaft sind besonders betroffen: Eine Arbeitsgemeinschaft setzt sich für nachhaltigen Umbau von Wirtschaftswäldern ein.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die jüngsten Wetterextreme machen es deutlich: Orkanartige Stürme, gewaltige Niederschlagsmengen oder langanhaltende Trockenperioden - diese Vorkommnisse werden mittelfristig zu den größten Herausforderungen der Zukunft gehören.

Landwirtschaft und Waldwirtschaft sind dabei von den Wetterextremen besonders betroffen - auch im Sauerland. Die Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) aus Schmallenberg setzt sich deswegen bereits seit langem für einen nachhaltigen Umbau der Wirtschaftswälder ein und fordert eine konstruktive Diskussion mit allen Akteuren.

Natürliche Verjüngung der Wälder

Neben einem zukunftsfähigen Mix an verschiedenen standortgerechten Baumarten, die in Bezug auf Extremwetterlagen resistenter sind, ist das die Fokussierung auf die natürliche Verjüngung der Wälder.

Vielerorts sei letzteres durch sehr hohe Wildbestände gefährdet, ist man sich in der ANW sicher und hat eigens für diesen Umstand ein vom Bundesumweltministerium finanziertes Projekt, das „BioWild-Projekt“ ins Leben gerufen.

„Ein Thema, das uns alle angeht“, meint Hans von der Goltz, der Vorsitzende der ANW und BioWild-Projektverantwortliche aus Schmallenberg. Er plädiert für eine konstruktive Diskussion mit Fachleuten aus Wissenschaft, Forstpraxis, Waldeigentümern und Jägern.

Waldbegang und Zukunftsideen

Im Spätsommer letzten Jahres hatte man daher bereits zu einem Waldbegang in Altenfeld geladen – mit großer Resonanz.

Eine Delegation aus Wissenschaftlern der Universität Göttingen und Waldbesitzern, Jagdausübenden sowie Forstleuten aus der Region Hochsauerland begutachteten bei diesem Zusammentreffen die derzeitige Vegetation und diskutierten anschließend mögliche Verbesserungen und Zukunftsstrategien. Hierzu können sowohl Waldbesitzer, als auch Jäger erfolgsfördernde Beiträge liefern.

Häufigere Treffen gewünscht

„Entscheidend ist“, so von der Goltz, „dass aus einem Neben- ja manchmal sogar einem Gegeneinander, ein zielorientiertes Miteinander wird.“

Das Fazit dieses Zusammentreffens war durchweg sehr positiv, nicht zuletzt, weil jede einzelne Gruppe ihre Praxiserfahrungen, ihre Bedenken und auch künftige Wünsche einbringen konnte.

„Wir möchten keine Schuldigen suchen, sondern Lösungen finden“, unterstreicht von der Goltz. Nach dem Abschluss der Veranstaltung kam von allen Seiten der Wunsch auf, sich öfter beziehungsweise regelmäßig zu treffen.

Weitere Meetings auch an anderen Waldflächen im ganzen Bundesgebiet werden von der ANW derzeit organisiert.

Folgen Sie der WP Meschede auf Facebook

Hier finden Sie noch mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus Schmallenberg und dem Umland.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben